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Autor Hans Kneifel
Titel Uns riefen die Sterne
Zukunftsroman
Verlag AWA-Verlag
E.F.Flatau & Co., München
Jahr 1956
Titelbild Hannes Limmer
Titelbild 2 Hannes Limmer
Nachdrucke
  • 1956: "AWA "Welt der Abenteuer" TB # 28. AWA, München. NA, 169 S. (o. J. = 1956). Cover: Hannes Limmer. Diese textidentische TB-Ausgabe enthält ein Vorwort des Herausgebers "Weltraumfahrt" (Seite 5-9), das in der Supronyl-Ausgabe fehlt.
  • 1962: "TERRA Utopische Romane" Heft # 229. Moewig, München. 
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    HANS KNEIFEL
    [ Johannes (Hanns) W. R. Kneifel (1936-2012) ]

    UNS RIEFEN DIE STERNE

    Eine geschlossene Kameradschaft kühner Weltraumpiloten im 22. Jahrhundert entreißt sich durch den Beschleunigungsantrieb von Kernspaltungsmotoren den Fesseln der Erdschwerkraft und stößt mit unvorstellbarer, doch genau berechneter Geschwindigkeit zu einem Planeten vor, der von der Anziehungskraft unseres Sonnensystems eingefangen wurde; darüber hinaus dringen diese verwegenen Männer mit gleißenden Raumschiffungeheuern in die Lichtjahre weiten Bereiche unseres Milchstraßensystems mit seinen Millionen von Fixsternen ein - in den von kosmischen Ultrastrahlen durchfluteten Raum, dessen Wunder sich diesen Pionieren einer kommenden Zeit entschleiern - im rasenden Flug zu Fixsternplaneten, deren Existenz von unserer heutigen astronomischen Forschung bereits nicht mehr bezweifelt wird.

    Phantastische Ideen bewegen die Handlung des Romans - Gedanken über die Wunder des Makrokosmos-über Lebensmöglichkeiten auf lichtjahrfernen Weltkörpern und über Lebewesen, die den Menschen der heimatlichen Erde ähnlich oder überlegen sind.

    Aber sind diese Gedanken phantastischer, als wenn etwa einer unserer Urgroßeltern noch vor achtzig Jahren vorausgeahnt hätte, daß der Mensch auf dem Fernsehschirm Ereignisse sehen könnte, die auf der anderen Seite des Erdballs -geschehen - daß er aus ein paar Kilogramm Materie die ungeheuren Energien der Atomkräfte entfesseln und mit Düsenkreuzern durch die Stratosphäre rasen könnte - schneller als der Schall?

    Dem Menschen erschließt die kometenhafte Entwicklung von Naturwissenschaft und Technik am Anfang unseres Jahrhunderts märchenhafte Ausblicke in ungeahnte Bereiche zukünftiger Erkenntnis - und ein Autor dringt mit einer frischen, ursprünglichen Phantasie in eine neue Welt vor - eine Welt des utopischen Abenteuers, die nicht phantastischer ist, als einem Ritter des Mittelalters unsere heutige Welt erschienen wäre.

    Bearbeitet: Werner Gronwald. Umschlaggestaltung: H. Limmer, München.

    AWA-VERLAG E. F. FLATAU & CO. - MÜNCHEN

    [ OA | o. J. (1956) | 247 S. | 19 x 12,5 | farb. ill. Supronyl: DM 6,80 | mit einer Werbeseite für "Aktuelle Zukunftsromane für Jung und Alt - Herausgeber Robin Astron - spannend, aktuell und belehrtend:

  • Rakete ab -- zum Mond
  • Jagd der Astronauten
  • Der Rätselhafte Planet X
  • Im Banne der Marswelt
  • Irrfahrt zu Venus"
    Diese Supronyl-Ausgabe enthält keinen Vermerk "Astron-Bücherei" ] +

    [ o. J. (195?) | Ln m. farb. ill. SU | 206 S. | 19,5 x 13 | Reihe "Astron Bücherei" ]

    [ Bei Illmer ist diese Leinen-Ausgabe - die vermutlich später erschienen ist - als EA mit Erscheinungsjahr 1956 - gelistet. ]

    Rezensionen / Materialien:

  • Hermann Urbanek: "Hans Kneifel" in: Joachim Körber (Hg.): "Bibliographisches Lexikon der utopisch-phantastischen Literatur". Corian-Verlag, Meitingen. Lose-Blatt-Sammlung. 17. Erg. Lfg. März 1989.

    "Nach der ersten Ablehnung erschien das Opus, glücklicherweise durch eine Bearbeitung lesbar gemacht, am 30. August 1956."
    (Hans Kneifel - zitiert von Hermann Urbanek)

    "Diese erwähnte Bearbeitung von "Uns riefen die Sterne", der in seiner ursprünglichen Form 1954 entstanden war, führte Kneifels Freund und Förderer, der Verlagslektor Dr. Tietze, durch."
    (Hermann Urbanek)

  • Dazu Hans Kneifel selbst (auf die Frage "Wie lange haben Sie an Ihrem ersten Roman geschrieben, und wie lauteten Titel und Verlag?"):

    "AWA-Verlag in München, ein kleiner, sehr feiner, sehr niveauvoller Verlag, der wie bei diesen Verlagen üblich ist, leider nicht mehr existiert. Die Herstellungsdauer dürfte etwa ein knappes Jahr betragen haben. Der Titel war: Uns riefen die Sterne. Aber das ganze hat noch eine Vorgeschichte: Sie wissen ja, wenn man jung ist, ist man sehr optimistisch. Ich schrieb ein langes Ding unter dem Titel Fünf Mann im Kosmos, schickte es an den Weiss-Verlag in Berlin, größenwahnsinnig wie man ist, und der Weiss-Verlag schickte es nach zwei Monaten mit einem hämischen Brief zurück. Der Passus "Ihr Roman" stand in Anführungszeichen und ähnliche Schweinereien. Dann setzte sich mein Dickschädel durch, und ich schrieb das Ding, das da fünfundneunzig Seiten hatte, auf hundertfünfundneunzig Seiten - also ein irre langes Manuskript - und ging dann zum nächsten "Häuschen", das war der AWA-Verlag.

    Dieser Verlag schickte mir dann nach zwei Wochen eine Karte, ich möchte doch vorsprechen. Ich fand einen der reizendsten Menschen, die ich je kennen gelernt habe: es war Doktor Tietze, sehr verständnisvoll, und mein Roman wurde im Verlag dann überarbeitet. Es war wenig "Kneifel" übrig in meinem ersten Roman. Trotzdem wurde er dreimal aufgelegt, einmal sogar als Taschenbuch."

    ("Interview mit Hans Kneifel: Dieter Braeg / Conrad C. Schaef" - aus "Mutant" No. 7/8 vom 03. April 1966 | Zitiert nach dem Nachdruck in: "Stammtisch-Bote" Ausgabe 15 - Mai 2007: Hope Schwagenscheidt, Mülheim)