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Autor Bert Andrew
(Herbert André)
Titel Substanzen der Galaxis
Utopischer Kriminalroman
Verlag Paul-Feldmann-Verlag OHG
Marl-Hüls
VerlagsNr. 137
Jahr 1959
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

BERT ANDREW  [ Herbert André ]

SUBSTANZEN DER GALAXIS

Bert Andrew - der bekannte Verfasser unzähliger Zukunftsromane - bringt hier einen utopischen Krimi, einen ganz besonderen Leckerbissen für Kenner.

Die Hauptfigur ist Thor Key, der meistgefürchtetste Gegner interstellarer Tyrannen, Diktatoren und Verbrecher gemeinhin. Bis weit über das Sonnensystem des Alpha Centauri hinaus ist sein Name bekannt und wird respektiert. Zahllose Versuche, sein Leben auszulöschen, haben andere Versuche abgelöst, wonach man danach trachtete, ihn als Mitarbeiter, Partner oder Anführer zu gewinnen. Eine feindliche Agentin sagt in diesem Roman zu ihm:

"Thor Key, Sie sind der einzige Mann auf der Erde, der sich in allen Dingen, die den Kosmos betreffen, auskennt. Sie sind nicht nur Raumfahrer und Forscher, Sie haben auch die Qualitäten eines genialen Strategen und Taktikers. Obendrein sind Ihre physischen Kräfte außergewöhnlich, so daß Sie allen Regungen Ihrer abenteuerlichen Natur nachgeben können. Sie haben sich oft und immer wieder Leuten verdingt, die Außergewöhnliches von Ihnen erwarteten und noch angenehm überrascht wurden. Es gibt keinen von Erdmächten entdeckten Planeten, den Sie nicht wie den unseren kennen. Auf dem Mars hat man Straßen und Schulen nach Ihnen benannt, obwohl Sie noch jung sind. Trotz allem kennen die wenigsten Menschen Sie persönlich. Ich bin nicht einmal sicher, ob Sie mir gegenüber Ihr wahres Gesicht zeigen. Sie sollen in der Lage sein, Ihre Gesichtszüge ohne Maske, eben nur durch Ihren Willen und ständiges Training völlig zu verändern. Sie sind das große Rätsel unserer Zeit und geben sich natürlich, salopp und angenehm, ganz einfach menschlich. Vielleicht sind Sie der Idealmensch gemeinhin. Und doch sind Sie auch die geheimnisvollste und wahrscheinlich gefährlichste Persönlichkeit der Gegenwart, obwohl Sie als schlichter Agent in privaten Diensten Ihr Brot verdienen. Zweifellos sind Sie der Abenteuerer des Jahrhunderts. Der Mann zwischen den Sternen. Allerdings sind Sie nicht für alles zu haben. Sie interessieren sich für Probleme, die Ihnen gut und notwendig erscheinen."

Wüßte die Agentin, wüßten andere, daß er Spezialagent des World-FBI ist, würde er wahrscheinlich längst nicht mehr leben. Nur außergewöhnliche Fälle werden an ihn herangetragen und können ihn interessieren. Sie besitzen durchweg interstellaren Charakter, wie etwa das Geheimnis um die Substanzen des Todes.

Die weitfortgeschrittene Menschheit einer fernen Galaxis bewohnt Planeten, deren astrophysische Bedingungen denen der Erde gleichen. Das verleitet die Fremdlinge zur Erkundung unseres Planeten und seiner Bewohner. Es gelingt ihnen, Menschen der Erde für ihren Geheimdienst zu gewinnen und andere gewaltsam zu entführen, um an ihnen Experimente von grausamer Nüchternheit durchzuführen.

Mit zwingender Logis und durchaus realistisch erzählt dieser Roman, wie Tor Key den Versuch wagt, den Machenschaften der Fremdlinge auf die Spur zu kommen und sie zu bekämpfen. Er findet unfaßbar hochentwickelte Kulturen und Lebewesen auf den Planeten, die kaum noch menschlich denken und handeln können. Sie tragen sich mit der Absicht, die relative Elementgleichheit ihrer Welt mit der unseren auszuwerten, indem sie die Erde und ihre Bewohner für ihre Zwecke einspannen. Beispielsweise haben neue Radium-Elemente bei den Bewohnern ihrer Welt gewaltige Schäden an Körper und Geist verursacht. Diese ihre radiumverseuchte Menschheit könnte durch ein Totenserum, von absolut gesunden Menschen gewonnen, gerettet werden. Solche Probleme führen zu Raumkämpfen, Abenteuer und Jagden durch den unendlichen Kosmos und bringen kaum zu überwindende Waffen und Geräte zum Einsatz.

Eine Erzählung, in der Leser des Kriminellen, des Abenteuerlichen und Utopischen gleicherweise das finden, was sie zu finden wünschen. Ein Roman von morgen, der mit kaum faßlichen Höhepunkten letztlich beweist, daß sich der Mensch ewig gleich bleibt, sei er Hüter des Gesetzes oder Verbrecher; nur die Mittel ändern sich . . .

Der Verfasser

PFV - PAUL-FELDMANN-VERLAG O.H.G. - MARL-HÜLS

[ OA | o. J. (1959) | 270 S. | 18 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl m. SU: DM 6,80 | mit Verlagswerbung für die Romane "Pine Bluffs" von Joe Juhnke und "Dosis letalis" von Bert Andreas ] +

[ TG # 8 - Mai 1959 | ddb+ | Illmer-28 | Serowy # 27-17 ]