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Autor Daniel F. Galouye
Titel Welt am Draht
Ein utopisch-technischer Roman
Verlag Wilhelm Goldmann Verlag, München
VerlagsNr. 64
Jahr 1965
Originaltitel Simulachron-3 (USA: 1964)
Conterfeit World (GB: 1964)
Originaljahr 1964
Übersetzer Tony Westermayr
Titelbild Eyke Volkmer
Nachdrucke
  • 1965: "GOLDMANNS WELTRAUM" TB # 057 · Ungekürzte Taschenbuchausgabe · 182 S. · Cover: Eyke Volkmer.
  • 1974: "GOLDMANN SF" TB # SF 057 · Unveränderte Neuausgabe (II. Auflage) · 182 S. · Cover: Eyke Volkmer.
  • 1979: "GOLDMANN SF" TB # 23057 · Unveränderte Neuausgabe unter neuer Nummer · 3. Auflage: 28.-35. Tsd. · 182 S.
  • 1983: "HEYNE BIBLIOTHEK DER SF LITERATUR" TB # 16: "Simulacron Drei" · Unveränderter Nachdruck der Goldmann-Ausgabe · 222 S.
  • 2013: "Simulacron-3 / Welt am Draht" · Ein Buch aus dem Label SCIPIO-VERLAG, vertrieben durch den HJB Verlag, Mühlhausen-Ehingen.
    (Neuausgabe auf der Grundlage der Goldmann-Übersetzung von Tony Westermayr, die für diese Neuausgabe leicht überarbeitet wurde - von Verlagsseite fehlt allerdings sowohl der Hinweis auf Tony Westermayr als Übersetzer als auch auf die Überarbeitung)
    Hellblauer Pappband mit farbig illustriertem Schutzumschlag · 1. Auflage: März 2013 · 233 S. · mit einem Nachwort von Stefan Meduna (S. 235-238) · Cover: "The Last Elevator" von Edward Miller.
    "SCIPIO bietet Ihnen anspruchsvolle Romane im Hardcover, sowohl Erstveröffentlichungen als auch Wiederveröffentlichungen herausragender Titel unterschiedlicher Genres." 
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    DANIEL F. GALOUYE
    [ Daniel Francis Galouye (1920-1976) ]

    WELT AM DRAHT
    Ein utopisch-technischer Roman

    Der Autor Daniel F. Galouye schildert in diesem utopisch-technischen Roman zwei Welten. Die eine ist wirklich, die andere unwirklich. In ihr sind Materie und Bewegung nichts anderes als das Spiel elektronischer Kräfte: grenzenlose Illusion, Fälschung.

    Wer aber betreibt sie? Jene unbegreifliche Macht, die vernunftbegabte Wesen wie Marionetten dirigiert . . . Trotzdem gelingt einem Mann namens Douglas Hall der Durchbruch aus der Welt der Illusion in die Wirklichkeit.

    Impressum: © 1964 by Daniel F. Galouye · © 1965 der deutschen Übersetzung by Wilhelm Goldmann Verlag AG München · Titel des amerikanischen Originals: Simulacron-2 (!) · Ungekürzte Ausgabe · Ins Deutsche übertragen von Tony Westermayr · Herausgegeben von Dr. Herbert W. Franke · Umschlagentwurf: Eyke Volkmer · Z 64 / WTB 057.

    WILHELM GOLDMANN VERLAG - MÜNCHEN

    [ DEA | 1965 | 185 S. (5-185) | 18,5 x 12 | Ln m. Deckellogo u. farb. ill. SU: DM 7,80 +++ Kt m. SU: DM 5,00 | Reihe "Goldmann Zukunftsromane" Band Z 64 - herausgegeben von Dr. Herbert W. Franke · mit 7 Seiten Verlagswerbung ]

    Klappentext der SCIPIO Ausgabe:

    In einer nicht zu fernen Zukunft wird jedes Produkt, bevor es in Serienproduktion geht, ausgiebig aus seine Marktakzeptanz hin getestet. Die Firma TEAG konstruiert zu diesem Zweck einen gigantischen Computer, der eine nahezu perfekt elektronische Simulation der wirklichen Welt ermöglicht, mit all ihren komplizierten Interaktionen. Bevölkert wird sie von mehreren tausend individuell entwickelten elektronischen Kunden, die in der Illusion existieren, sich in der richtigen Welt zu bewegen.

    Douglas Hall, Direktor der TEAG, kommt eines Tages auf den Gedanken, daß auch seine Wirklichkeit nichts anderes sein könnte als eine Simulation. Er beginnt, seine direkte Umwelt in Frage zu stellen und sucht nach unwiderlegbaren Beweisen für die reale Existenz seiner selbst. Je intensiver er seine Suche betreibt, um so merkwürdigere Erfahrungen macht er. Manche davon drohen, ihn in den Wahnsinn zu treiben.

    Aus dem Nachwort von Stefan Meduna:

    ... "Simulacron-3" wurde zweimal verfilmt, 1973 als deutscher TV-Zweiteiler (Regie: Rainer Werner Fassbinder) unter dem Titel "Welt am Draht" (unter dem Titel "Welt am Draht" erschien die deutsche Erstausgabe des Romans 1965 bei Goldmann), sowie 1999 von Roland Emmerich als Kinofilm unter dem Titel "The 13th Floor - Bist du was du denkst?". Beide Versionen weichen in mehreren Punkten von der Romanvorlage ab. Doch besonders Fassbinders Zweiteiler besticht durch eine ungeheure atmosphärische Dichte und erzählerische Intensität, die Galouyes Vorlage weitaus gerechter wird als die durchaus gelungene, aber auf die Sehgewohnheiten eines modernen Publikums zugeschnittene Hollywoodversion.

    Daniel Francis Galouye wurde 1920 in New Orleasn geboren und diente von 1942 bis 1946 als Pilot der Navy. Seine erste Kurzgeschichte "Rebirth" wurde 1952 in dem Pulp-Magazin IMAGINATION veröffentlicht, für das auch Größen wie Robert A. Heinlein und Philip K. Dick schrieben. Sein erster Roman "Dark Universe" (dt. "Dunkles Universum", Goldmann 1962) - um eine Gruppe in einem Dunklen Tunnelsystem vegetierender Überlebender eines nuklearen Holocaust - erschien 1961 und war für einen "Hugo Award" nominiert. Mehr als 70 SF-Kurzgeschichten und vier weitere Romane folgten. Galouye starb 1976 im Alter von nur 56 Jahren. Trotz des nachhaltigen Einsflusses, den "Simulacron-3" auf die Science Fiction hatte, wird Galouyes umfangreiches Werk auch heute noch stark unterschätzt; selbst im englischsprachigen Raum sind gegenwärtig nur wenige seiner Erzählungen in aktuellen Auflagen verfügbar. Diese Neuedition seines wichtigsten Romans gibt dem deutschen Leser die Gelegenheit, einen der bedeutsamsten Meilensteine der utopisch-phantastischen Literatur neu- oder wiederzuentdecken.

    Rezensionen / Materialien:

  • Rob Randall auf "dystopischeliteratur.org":

    " ... Um die Ausführungen von "Großmeister Aldiss" zu ergänzen: Galouyes Roman "Simulacron-3" ist nicht nur aufgrund der spannenden Handlung packend, sondern weil er sich unter den Vorzeichen des Computerzeitalters mit einem alten philosophischen Problem beschäftigt, dem man sich bei der Lektüre einfach nicht entziehen kann. Dieser Roman ist nicht so einfach zuzuschlagen  er wirkt nach. Bekanntere Werke, darunter berühmte Filme wie Matrix, wurden offensichtlich deutlich von ihm beeinflusst.

    Endlich ist Simulacron-3 wieder auf Deutsch erhältlich. Nach Aussagen des Verlages wurde die frühere, von Thorsten Hahn nicht zu Unrecht als "nachlässig" (1) bezeichnete Übersetzung an weit über 1000 Stellen überarbeitet. Das ist eine ganze Menge. Wahrscheinlich schmälert auch deshalb die Übersetzung das erste Mal das Lesevergnügen des deutschen Lesers nicht  selbst wenn der direkten Vergleich mit dem englischen Orginaltext immer noch den Wunsch nach weiteren Verbesserungen weckt."