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Autor Richard Koch
Titel Plan von Polaris
Zukunftsroman
Verlag Pfeil-Verlag Schwabach
VerlagsNr. 126
Jahr 1950
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

RICHARD KOCH [ 1895-1972! ] [ alias H. C. Nulpe ]

PLAN VON POLARIS

Zukunftsroman

Nahrung aus Feld und Eis? Künstliche Nahrung? Aufbau des menschlichen Lebensmittelbedarfs aus allgegenwärtigen Stoffen?

Das hier angeschnittene Thema mit seinen Problemen bildet den Hintergrund des Romans. Ein Industriemagnat und eine Geheimorganisation politischer Sektierer finden sich zusammen, um die Idee der synthetischen Lebensmittel zu verwirklichen. Dies geschieht mit einem Mittel unserer Zeit, das eingesetzt wird, wenn ein einzelner Mensch, ein einzelnes Gehirn solche Mammutaufgabe nicht mehr bewältigen kann - dem "Gehirntrust". Hunderte von Fachgelehrten, die auf einer unbekannten Insel nahe dem Nordpol abgeschlossen leben, vollenden es. Die Gegenwirkung bleibt nicht aus, weil dort, wo Idealismus und Erkenntnis am Werke sind, auch das Böse auftritt und versucht, aus Eigennutz sich dieses Projektes zu bemächtigen. Erst eine Katastrophe von Riesenausmaßen lenkt alle Ströme in die richtigen Wege zur Befreiung.

Die Handlung ist eingespannt in den Rahmen eines Abenteuer-Romanes, der den Leser in einen Wirbel von Geschehnissen und Verwicklungen um den ganzen Erdball führt. Es wird mit allen legalen und illegalen Mitteln gekämpft.

PFEIL-VERLAG - ERNST UHL - SCHWABACH

[ OA | o. J. (1950) | 249+1=150 S. | 19,5 x 12,5 | Farb. ill. laminierter roter Pappband mit rotem Kopfschnitt und SU: DM 6,80 | mit 4 Seiten Verlagswerbung ] +

[ TG Katalog-53 | Bloch ²2002 | Illmer-154 | Serowy # 682-1 | ddb+ ]

Rezensionen / Materialien:

  • Alpers, Fuchs, Hahn (Hg.): "Reclams Science Fiction Führer". 1982: Philipp Reclam jun., Stuttgart.

    "Sein erster Roman, Plan von Polaris, war, wie auch sein gesamtes späteres Werk, ganz im Stil utopischer Schriftsteller der zwanziger und dreißiger Jahre gehalten und wurde so gut wie gar nicht von den schon in den fünfziger Jahren den Markt dominierenden Engländern und Amerikanern beeinflußt" (Seite 234).

  • H. J. Alpers: "Richard Koch. Eine Autorenbiographie". in: QUARBER MERKUR # 12 - Juli 1967.

  • Die Lebensdaten von Richard Koch werden in nahezu allen SF Referenzwerken falsch mit "1895-1970" angegeben. So im HEYNE "Lexikon der Science Fiction Literatur" (²1988), in "Reclams Science Fiction Führer" (1982), in der "Bibliographie der Utopie und Phantastik 1650-1950" (²2002) von Robert N. Bloch, aber auch in den beiden Pseudonymen-Lexika von Jörg Weigand (³2000) und Wilfrid Eymer (1997).

    Die korrekten Lebensdaten von Richard Koch sind im "Kürschner" dokumentiert: "geboren am 8. Juni 1895 in Magdeburg, gestorben am 9. August 1972 in München".

    Wir danken Rainer Eisfeld für seinen Hinweis auf diesen Fehler, Wolfgang Thadewald und HoPe Schwagenscheidt für das Aufspüren des Nachrufs in MRU # 127.

    Quellen:

  • Rainer Eisfeld: "Die Zukunft in der Tasche. Science Fiction und SF-Fandom in der Bundesrepublik - Die Pionierjahre 1955-1960". 2007: Dieter von Reeken, Lüneburg. (Darin auf Seite 132 ein Foto von Richard Koch, aufgenommen von Guntram Ohmacht).

  • "Kürschners Deutscher Literaturkalender". Ausgabe 1984.

  • "Kürschners Deutscher Literaturkalender - Nekrolog 1971-1998". 1999: München/Leipzig.

  • "Munich Round Up" # 127 (siehe Cover 2)

    (ab)