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Autor Richard Koch
Titel Sonnenfeuer
Zukunftsroman auf technisch-wissenschaftlicher Grundlage
Verlag AWA-Verlag
E.F.Flatau & Co., München
Jahr 1961
Titelbild Hannes Limmer
Nachdrucke
  • o. J. (1963): in: "Spuk auf dem roten Planeten / Sonnenfeuer". 2 Romane in einem Band. Buchgemeinschaft Donauland, Wien. HC m. SU, 8°, 414 S. 
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    RICHARD KOCH [ 1895-1972! ] [ alias H. C. Nulpe ]

    SONNENFEUER

    Alles Leben auf der Erde ist abhängig von den ungeheuren Energiemengen, die unsere Sonne unaufhörlich seit Jahrmillionen ausstrahlt - in Form von Wärme, Licht und anderen elektromagnetischen Schwingungen. Wie ist es möglich, daß bei dieser stetigen Energieabgabe die Sonne nicht erkaltet oder das innere Gleichgewicht ihres Energiehaushaltes zusammenbricht? Den Astrophysikern unserer Tage ist der Vorgang, durch den im Innern der Sonne ständig neue Energien freiwerden, seiner Natur nach ziemlich genau bekannt; es ist ein Prozeß der Atomkern-Verschmelzung - ähnlich wie er sich bei der Wasserstoffbombe explosiv vollzieht. Wenn es der Wissenschaft und Technik gelänge, diesen Vorgang zu bändigen, so daß er allmählich und stetig abläuft, so wäre damit ein Energiegewinn erschlossen, angesichts dessen alle bisherigen Energiequellen der Erde bedeutungslos würden; die Welt wäre aller Energiesorgen ledig. Tatsächlich arbeiten die Forscher und Ingenieure der großen Industrieländer schon seit einiger Zeit an der Lösung dieses Problems - und Richard Koch meint in seinem populär-wissenschaftlichen Sachbuch "Jenseits aller Grenzen", daß sich das gesuchte Verfahren vielleicht in ein oder zwei Jahrzehnten praktisch verwirklichen lassen würde.

    In seinem neuen Zukunftsroman nimmt Richard Koch diese Entwicklung voraus, und er gestaltet das Thema im Rahmen eines utopischen Kriminalromans, dessen Spannung das Geschehen mit starker Dramatik erfüllt. Forscher verschiedener Nationalitäten vereinigen sich in der gemeinsamen Arbeit an einem Geheimprojekt, durch das jenes Sonnenfeuer künstlich erzeugt werden soll. Wie es bei der Verwirklichung einer solchen Idee nicht anders zu erwarten ist, greifen Wirtschafts-mächte ein, um den Erfolg zu verhindern, weil dadurch ihre Industrien überflüssig werden würden. Die immer wieder in Frage gestellte Bewältigung der Aufgabe wird schließlich jedoch ermöglicht durch die außergewöhnlichen Fähigkeiten eines seltsamen, geheimnisumwitterten Mannes -

    und durch wagemutige Taten einer jungen Frau, deren Schicksal mit dem Gelingen des Projektes auf vielfache Weise verknüpft ist. Außerdem taucht in dem Geschehen noch ein ganz anderes, vielfach erörtertes Problem auf: die Frage, ob es auch auf fernen Planeten unseres Milchstraßensystems menschenähnliche intelligente Wesen gibt. Dieses Thema wird der Autor in seinem nächsten Roman erschöpfend gestalten. Richard Koch ist dafür bekannt, daß er bei der Behandlung utopischer Probleme seine technische Phantasie weitgehend zügelt und stets tatsächlich gegebene wissenschaftlich-technische Möglichkeiten berücksichtigt. So greift er auch in diesem Roman bei seinem Hauptproblem nur einer Entwicklung voraus, deren Ziel sich für unsere heutige Wissenschaft bereits deutlich abzuzeichnen beginnt.

    Impressum: © by AWA-Verlag München. Printed in Austria. Umschlaggestaltung: Hannes Limmer, München. Gesamtherstellung: M. Theiss, Wolfsberg, Kärnten.

    ASTRON-BÜCHEREI | AWA-VERLAG - MÜNCHEN

    [ OA | o. J. (1961) | 207 S. | 19,5 x 13 | grauer Leinenband m. goldgeprägter Deckelvignette u. Rückenbeschriftung, mit farb. ill. SU: DM 6,80 | mit Anhang "Begriffe und Tatsachen der Astrophysik" (S. 205-207) | mit einer Werbeseite für SSFG, SFCD, SFCS, SFGH, SFCB und die AUSTROTOPIA ] +-

    [ TG # 19 - April 1961 | Illmer-154 | Serowy # 682-13 | ddb+ ]

    Rezensionen / Materialien:

  • H.-J. Alpers: "Richard Koch: Eine Autorenbiographie" in: Franz Rottensteiner (Hg.): QUARBER MERKUR # 12. Juli 1967.

  • zu den Lebensdaten von Richard Koch siehe die Anmerkungen nach dem Klappentext bei Koch's erstem Roman "Plan von Polaris".