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Autor H.C. Nulpe
(Richard Koch)
Titel Lebende Zukunft
Roman aus dem Jahre 2200
Verlag Reihenbuch-Verlag GmbH
Frankfurt am Main
VerlagsNr. 147
Jahr 1953
Titelbild Rolf Wansart
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

H. C. NULPE
[ Richard Koch (1895-1972!) ]

LEBENDE ZUKUNFT

Zukunfts-Roman

Hunderte von Buchhaltern, Bürokraten, Beamten und kaufmännischen Angestellten werden arbeitslos durch eine Maschine, die sich in langer Arbeit und Forschung herausentwickelte - die Elektronen-Rechenmaschine, das Robotergehirn.

Dieser technische Traum ist zur lebendigen Wirklichkeit geworden; seit wenigen Jahren arbeiten in Amerika die ersten Groß-Rechenmaschinen, die imstande sind, Berechnungen in einer Stunde zu lösen, zu denen sonst hundert Menschen 10 Jahre brauchen würden.

Denkmaschinen werten Statistiken aus, Elektronengehirne führen schwierige Kombinationen durch, sie lösen beispielsweise Schachaufgaben, sie kalkulieren Chancen aus und geben an, welche Unternehmungen - der errechenbaren Wahrscheinlichkeit nach - erfolgsversprechend sind und welche nicht.

Ein mongolischer Staat bedient sich der Elektronengehirne zur Durchführung wissenschaftlicher Forschungen, zur stategischen Ausarbeitung von Angriffs- und Verteidigungsplänen, zur Durchrechnung langer Serien-Versuche. Und mit Hilfe dieser künstlichen Gehirne gelingt es dem nicht großen asiatischen Staat, sich eine ungeheure Machtfülle anzueignen.

Der Weltsicherheitsrat unterschätzt die Gefahr, die von der Mongolei aus der ganzen Erde droht; zu spät entschließt man sich, gegen die Friedensstörer einzugreifen, und die Truppen der internationalen Streitmacht erleiden vernichtende Niederlagen.

Es ist nicht nur Zufall, daß den Staatsbehörden von Seiten einer dritten Macht Unterstützung angeboten wird, deren wahren Ursprung zwar keiner der Verantwortlichen erkunden kann, die aber doch Rettung aus einer aussichtslosen, verzweifelten Sitiuation bringt.

"Lebendige Zukunft" ist ein utopischer Roman, der zu den Spitzenwerken seiner Art gezählt wird, und dies zu recht, denn eine Verwertung von vorliegendem Tatsachenmaterial und spannungsgeladenen Abenteuern läßt hier eine mitreißende Erzählung entstehen, ein Werk, das jeden in seinen Bann ziehen wird.

REIHENBUCH-VERLAG GMBH FRANKFURT AM MAIN | Frankfurt am Main und Zürich

[ OA | 1953 | 288 S. | 18,5 x 13 | Farb. ill. Supronyl: DM 6,80 | Reihe "Utopia - Romane aus dem Jahre 2200" | mit Werbung für diese Reihe auf dem hinteren Buchdeckel ] +

[ TG Katalog-69 | Illmer-199 | Serowy # 682-5 | ddb+ ]

Rezensionen / Materialien:

  • H. J. Alpers: "Richard Koch. Eine Autorenbiographie". in: QUARBER MERKUR # 12 - Juli 1967.

  • zu den Lebensdaten von Richard Koch siehe die Anmerkungen nach dem Klappentext bei Koch's erstem Roman "Plan von Polaris".