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Autor Frank Tessler
Titel Panetuid [ Planetuid ] Herkules
Zukunftsroman
Verlag Luro-Verlag, Alberti & Co., Köln
Jahr 1958
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Michael Grüning

FRANK TESSLER

PLANETUID HERKULES

Die Energiequellen der Erde sind erschöpft. Die Hoffnungen, die von der Menschheit in die wirtschaftliche Ausnutzung der Atomkraft gesetzt worden sind, haben sich nicht erfüllt. Man ist wohl in der Lage, die ungeheuren Kräfte, die im Atom liegen, freizumachen, jedoch diese Kräfte zu steuern und sie für die Wirtschaft und Technik zugänglich zu machen, vermag man noch nicht.

Wissenschaftler der ganzen Welt suchen neue Wege, um Energiequellen zu erschließen.

In New Mexiko wird an einem ungeheuerlichen Projekt gearbeitet. Dieses Projekt hängt mit dem ewigen Traum der Menschheit zusammen, die Erde zu verlassen. Viele bezweifeln das Gelingen. Der Start in den Weltenraum gelingt. Durch einen Sabotageakt der afrikanischen Union, die an dem gleichen Projekt arbeitet, irrt das Raumschiff "X 5" steuerlos durch das Universum.

Dieser einmalige Zukunftsroman schildern den heldenhaften Kampf Captain Mc. Garden's und seiner tapferen Besatzung in fast aussichtsloser Situation.

Sie werden bis zur letzten Seite von diesem Zukunftsroman, der morgen schon Wirklichkeit sein kann, gefesselt werden.

LURO-VERLAG - ALBERTI & CO. - KÖLN

[ OA | o. J. (1958) | 256 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl: DM 6,80 ]

[ TG # 4 - Okt 1958 ]

[ "Panne"-toid Herkules:
zu den unterschiedlichen Schreibweisen des Titels:

  • "Panetuid Herkules" (Titelseite)
  • "Planetuid Herkules" (Titelbild u. Schmutztitel)
  • "Planetuit Herkules" (Buchrücken)
  • "Planetoid Herkules" (im Buch)
    siehe auch weiter unten! ]

    Rezensionen / Materialien:

  • Heinz Bingenheimer: "Schade ums Papier" in: TG # 4 (Seite 25):

    >>Frank Tessler schrieb für den LURO-Verlag einen Roman aus UTOPIA, und der Verlag ist ob dieser Erwerbung aufs tiefste zu bedauern. Science-Fiction ist heute ein großes Thema, aber wer sich die Sache leicht macht, findet trotzdem kein gutes Geschäft.

    Herr Tessler glaubte wohl, daß es genügt, der Phantasie die Zügel schießen zu lassen und das Blaue vom Himmel herunter zu schwindeln. Man spielt mit den Sternen Murmel, peilt Sonnen und Planeten mit dem Daumen an und erschöpft sich in grammatikalischen und orthographischen Fehlern sowie unglaublichen Behauptungen aller Art.

    Man erlebt in diesem Roman tatsächlich Wunder über Wunder. Der Schutzumschlag präsentiert den Titel als "Planetuid Herkules" - die Titelseite hält "Panetuid Herkules" für besser, und auf Seite 185 sind wir uns einig, daß es "Planetoid" heißen muß.

    Ein Erdbebenmesser wird zum Seismographen - und es sind die "Fixiersterne", die anstelle der üblichen Fixsterne unbeweglich (!) am Himmel stehen. Die Kommandanten betrachten die Sterne durch Horoskope, und weil die Erstürmung des Universums offenbar zum Terror führen muß, spricht Tessler sehr elegant von "terrorterrialen" Ansprüchen kosmischer Körper! Armes Territorium, zumal "das Universum bevölkert war mit einer großen Anzahl von Sternensysteme und Sternenhaufen" . . .

    . . . denn "mit Schauern dachten alle daran, was passiert sein könnte, wenn dieser Fall eingetreten worden wäre" . . .

    Der Fall, meine Freunde, ist eingetreten, und Seite um Seite erhöht das Chaos. Der Roman bringt es auf die utopische Leistung von weit über 500 Fehlern, die nur zum geringsten Teil Druckfehler - oder Dreckfühler? - sein dürften. Ein Setzer hat im allgemeinen mehr Gefühl für Interpunktion, Orthographie und Grammatik im kleinen Finger, als der Autor, sein Lektor und Drucker zusammen.

    Mein Wort darauf: Niemals zuvor erschien ein Buch dieser Art, und der Himmel möge uns davor bewahren, daß es eine Wiederholung gibt! Den Sammlern TG's sei das Buch als Rarität ganz besonderer Art empfohlen - den Lesern jedoch als abschreckendes Beispiel offeriert. Der "alte Oberst" würde sagen: Selten sooo gelacht!"<<

  • Peter Thüringen: "Frank Tessler: Panetuid Herkules" in: FANDOM OBSERVER # 213 - März 2007.

    Besprechung mit Auszügen aus dem obigen Verriß von Heinz Bingenheimer und etwa 2 DIN-A4 Seiten Textauszügen aus Frank Tessler's Roman.