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Serie Kriminalromane (Reed) #1
Autor Allan Reed
(Wolf Detlef Rohr)
Titel Nur ein kleines Loch in der Stirn
Kriminalroman aus der Welt von Morgen
Verlag Ravena Verlag
Düsseldorf - Basel
Jahr 1954
Übersetzer angeblicher Übersetzer Wolf Detlef Rohr
Titelbild G. Rebentisch
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

ALLAN REED
[ Wolf-Detlef Rohr (1928-1981) · alias Wayne Coover ]

NUR EIN KLEINES LOCH IN DER STIRN . . .

Der Anblick der Beine war es, der Duke Gilberth faszinierte und ihn dazu veranlaßte, seinen Platz am Fenster der Vorstadtkneipe zu verlassen. Was er dann sah, ließ ihn die Beine schnell vergessen. Ein Mann wurde niedergeschlagen und in ein Auto gezerrt. Das war der Anfang! Es ging weiter mit einem Loch in der Stirn des Finanzgewaltigen Holliday, einem Damenhandschuh in dessen Privatgemach und einem sehr schönen Mädchen namens Phyllis, das Duke in einem Teppich eingerollt in der Wohnung ihres Vaters fand.

Man ist den gewaltigen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Geheimnissen der vor 12000 Jahren versunkenen atlantischen Kultur auf der Spur. Das Institut für wissenschaftliche Forschung läßt den Golf von Mexico auspumpen. Ein alter Maya-Tempel zeigt den Weg zu den unterirdischen Resten einer versunkenen Welt, deren Schätze zwei einander bekämpfende Gangsterorganisationen in die Hand zu bekommen suchen. Wer ist der geheimnisvolle Kopf jenes Gangs, der mit den modernsten Hilfsmitteln des 21. Jahrhunderts in die Tiefen der Erde vorstößt?

Duke Gilberth muß erkennen, daß er einen Fehler gemacht hat, und daß seine Chancen, die Folgen dieses Fehlers zu überleben, eins zu tausend stehen.

Titel der amerikanischen Originalausgabe "Murder in Lower Regions" · Die Übersetzung nach der Ausgabe von Williams & Co., Ltd., New York, besorgte W. D. Rohr · Die Einbandgestaltung lag in den Händen von G. Rebentisch, Düsseldorf.

[ Diese Angaben einer Übersetzung von einem amerikanischen Original sind rein fiktiv: der Autor ist Wolf-Detlef Rohr, alias Allan Reed! ]

Text auf dem hinteren Buchdeckel:

Lieber Kriminalleser! Ravena hat Sie noch niemals enttäuscht und Ravena wußte, daß ein neuer Autor und ein neuer Romantyp auch seine alten Freunde ansprechen würde. ALLAN REED'S "Kriminalromane aus der Welt von Morgen" sind wahrhaftig keine Lektüre für kleine Mädchen und für Leute mit schwachen Nerven!

Der unerbittliche Kampf um die großen Geheimnisse und Schätze dieser Welt wird aber auch im kommenden Jahrhundert habgierige, gerissene und verbrecherische Köpfe auf den Plan rufen. Gangsterbanden werden dem anständigen Teil der Menschheit mit allen Mitteln einer aufs Höchste entwickelten Technik die Reichtümer der Erde streitig zu machen versuchen. Dieser erste "Kriminalroman aus der Welt von Morgen" hat Ihnen gefallen, der nächste wird nicht schlechter sein! Merken Sie sich schon heute: "Todes-AG Mond".


RAVENA-VERLAG · DÜSSELDORF - BASEL

[ OA | 1954 | 288 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl: DM 6,80 | Reihe "Kriminalroman aus der Welt von Morgen" ]

[ TG Katalog-78 | Illmer-211 | ddb+ | Serowy # 1032-15 ]

Rezensionen / Materialien:

  • Jürgen Nowak: "Morgen war schon gestern - Als Wolf Detlef Rohr (1928-1981) Allan Reed (1954-1957) war" in: "MAGAZIN für Abenteuer-, Reise- und Unterhaltungsliteratur" # 53 (1. Qu. 1987) · Verlag Thomas Ostwald, Braunschweig (Seite 33-42):

    ". . . Der gebürtige Breslauer und Wahl-Augsburger Wolf Detlef Rohr, Sohn eines Kriminalbeamten und so möglicherweise von Haus aus themenbezogen inspiriert, war ein besonders rühriger Trittbrettfahrer, der sich nach dem Sprung auf den rasenden Pastiche-Zug (. . . der heimischen Schnellstschreiber am Faust-und-Fleisch-Boom - a la 'Mickey Spillane' . . . ) einen Doppelplatz in der ersten Honorarklasse erhoffte.

    Denn zweifach versuchte er sein finanzielles Heil als Schreibtischtäter: er war JEFF CAINE . . . und er war ALLAN REED, als der er sich etwas ganz Spektakuläres ausgedacht zu haben glaubte. Seine bescheidenen Talente als Science-Fiction-Autor nutzend (verlegerische Lesart: ' . . . nicht nur ein Kriminalschriftsteller, er ist vor allen Dingen auch ein erfahrener Kenner der Technik und der wissenschaftlichen Möglichkeiten der Zukunft'), wollte er mit den Storyattributen 'hart und heiß' (Verlagsjargon) das utopische Element verquicken; ein selbst für die damalige Zeit nicht gerade trivialliteraturumwälzendes Unterfangen.

    Mit dem großen Sandstreuer wedelte er vor den glänzenden Augen amerikagläubiger Leser, die blind hinnahmen, daß der Reed-Erstling unter falscher Flagge auf Erfolgskurs segelte: NUR EIN KLEINES LOCH IN DER STIRN; Titel der amerikanischen Originalausgabe MURDER IN LOWER REGIONS; Übersetzung nach der Ausgabe von Williams & Co., Ltd., New York, besorgte W. D. Rohr, und neckische Zugaben wie 'Anm. d. Übers.: (Hei=) Slangausdruck für 'How are you?' verstärkten den effekthaschenden und zugleich leserverdummenden Eindruck. Derlei Skribenten-Chuzpe war übrigens dazumal gang und gäbe (siehe u. a. Walter Ernsting = Clark Darlton und UFO AM NACHTHIMMEL = TOMORROW THE FUTURE) ... "
    (Jürgen Nowak