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Serie Tarzan (Burroughs) #10
Autor Edgar Rice Burroughs
Titel Tarzan in Gefahr
Verlag Pegasus Verlag, Wetzlar
Jahr 1954
Originaltitel Tarzan the Terrible (Tarzan #8)
Originaljahr 1921
Übersetzer Anne Steul
Titelbild H. Gerster
Titelbild 2 Joe Jusko
Nachdrucke
  • 1995: "Tarzan der Schreckliche" · Kranichborn-Verlag, Leipzig · Neuübersetzung · Aus dem Amerikanischen übersetzt von Ruprecht Willnow · 1. Auflage · © 1995 für die einzig berechtigte Ausgabe in deutscher Sprache · Glanzkaschierter Pappband mit farb. ill. Deckelbild und illustrierten Vorsätzen · 19,5 x 13 cm · 265 S. · Layout: Frank Neubauer · Joe Jusko.
     
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    EDGAR RICE BURROUGHS [ 1875-1950 ]

    TARZAN IN GEFAHR

    Zum erstenmal erscheint dieser Band der weltbekannten Abenteuer Tarzans in deutscher Sprache: Erlebnisse unter Menschen und Tieren, die noch packender, noch begeisternder jeden Leser gefangennehmen: die Welt Tarzans, die Welt der tausend Abenteuer.

    Tarzan sucht Lady Greystoke, seine Frau Jane. Er entdeckt dabei eine neue Welt, ein den zivilisierten Menschen bisher unbekanntes Gebiet der Erde, das durch ein fast unbezwingbares Morastgebiet von den bislang bekannten Ländern abgeschlossen ist. Dieses Gebiet ist ebenso unbekannt wie unerhört: Es ist eine Welt der Menschen unserer Vorzeit. Tarzan trifft Gestalten, die dem Urmenschen, dem Pithekanthropus, gleichen. Aber auch hier findet er in Ta-den und Om-at wahre Freunde. Ta-den und Om-at sind Emigranten der Urmenschen. Die Beherrscher ihrer Stämme haben sie zur Flucht gezwungen. Aber gemeinsam mit Tarzan kehren sie zurück in ihre Höhlenwohnungen und zurück nach A-lur, der Stadt des Lichtes. Alle werden von einem Sturm der Abenteuer erfaßt und hinaus in die grausame Wildnis der Vorzeit gewirbelt. Hier trifft Tarzan auf Tiere, von deren früherer Existenz er nur aus großen Museen wußte, riesige Ungeheuer der grauen Vorzeit. Aber er besteht auch eines der waghalsigsten Abenteuer seines Lebens, er zähmt das riesige vorsintflutliche Ungeheuer, das Gryf.

    Aber auch der Kampf mit den tyrannischen Herrschern in dieser utopischen Welt zwingt Tarzan zur Anwendung raffinierter Mittel, um sein Ziel zu erreichen.

    Und Jane, Tarzans Frau? Tarzan findet sie mit seinem unglaublichen Spürsinn in der trostlosen Verlassenheit des Dschungels. Aber beide werden wieder gefangengenommen und erst in allerletzter Minute rettet sie Jack, ihr Sohn.

    Auch in diesem neuen Band werden zahllose Leser begeistert Tarzans geheimnisvollen Dschungelpfaden folgen und in atemloser Spannung neue, unglaubliche Abenteuer erleben.

    TARZAN - eine Welt voller Spannung. TARZAN - eine Welt voller Abenteuer! Abenteuerreich und spannend inmitten einer farbenprächtigen fremden Welt ist das Leben Tarzans! Auf und ab geht die Woge seines wilden Daseins.

    Impressum: Gedruckt 1954 im Pegasus Verlag Wetzlar · Aus dem Amerikanischen übertragen von Anne Steul, Wetzlar · Umschlagentwurf von Heinz Gerster, Wetzlar · Gesamtherstellung: Kleins Druck- und Verlagsanstalt GmbH., Lengerich (Westf.).

    PEGASUS VERLAG - WETZLAR

    [ DEA | (April/Mai) 1954 | 287+1=288 S. | 18 x 13 | Ln m. Deckelvignette u. farb. ill. SU: DM 6,80 ++ Farb. ill. Supronyl m. SU: DM 6,80 ++ Kartoniert | "Tarzan" # 10 ] - [ dlb-av # 6.1954 ]

  • Cover 2 links: das Cover der Kranichborn-Ausgabe von Joe Jusko.

  • Cover 2 rechts: das Titelbild des Sachbuchs von Norbert Bernhard "Tarzan und die Herrenrasse · Rassismus in der Literatur", erschienen 1996 im Lenos Verlag, Basel (Paperback · 8° · 191 S.). Umschlagfoto "Reisen im Kolonialstil, deutsche Afrikakolonie Togo, um 1885" von "Preussischer Kulturbesitz, Berlin".

  • Das Buch entstand aus der Dissertation "Ethnozentrismus und Rassismus in der Literatur: Das Bild der Farbigen in den Werken von Edgar Rice Burroughs, Henry Rider Haggard, Jules Verne und Mark Twain" (Universität Bern, 1983).

    Dieser Titel gibt das Thema des Buches besser wider:

    "Rassismus und Ethnozentrismus sind Phänomene, mit denen wir täglich konfrontiert werden. "Tarzan und die Herrenrasse" setzt sich kritisch mit einer der Wurzeln dieser Erscheinungen in unserer westlich-weissen Welt auseinander: mit der abschätzigen Darstellung farbiger Menschen in belletristischen Werken weisser Schriftsteller.

    Ausführlich untersucht werden die Werke von Edgar Rice Burroughs, dem Schöpfer Tarzans, Henry Rider Haggard, dem berühmten englischen Kolonialschriftsteller, Jules Verne, dem "Märchen"-Erzähler, dessen utopisch-technische Abenteuerromane Klassiker der Trivialliteratur sind, und Mark Twain, dem Autor mit dem wohl bekanntesten Pseudonym in der Literatur . . .

    Den Werken der untersuchten Schriftsteller war - und ist immer noch - ein derart grosser Erfolg beschieden, dass bereits mehrere Generationen von Lesern beglückt und beinflusst wurden. Autoren, die zum Teil wenig von den Menschen wussten, die sie so lebendig beschrieben, zeichnen uns ein Bild von Farbigen, das sie als infantil, heidnisch, grausam, dumm, hässlich und kannibalisch erscheinen lässt. " (aus dem Vorwort).

  • Weitere Zitate aus dem Buch:

  • "1918/1919 schrieb (Burroughs) unter dem Einfluss antideutscher Propaganda sein eigenes antideutsches Propagandawerk "Tarzan the Untamed" (und) "Tarzan the Terrible". Nachdem seine Tarzangeschichten in Deutschland immensen Erfolg gehabt hatten, kündigte sich nun eine Wende an: Die deutsche Presse agitierte gegen Burroughs, Buchläden boykottierten seine Bücher, "Tarzan the Untamed" wurde nicht ins Deutsche übersetzt. Unter dem Einfluss rapide sinkender Profite in Deutschland spielte Burroughs in der Folge mit dem Gedanken, aus den deutschen Henkersknechten seiner Geschichten Österreicher zu machen. Sein Hass auf Deutschland und die Deutschen jedoch blieb echt und glühend. In einem Brief vom 9. September 1921 schrieb Burroughs, er vermute, dass die Deutschen "Tarzan the Terrible" aus denselben Gründen ablehnten wie "Tarzan the Untamed"; wenn sie auch nur ahnten, was er von ihnen halte, würden sie wohl kein einziges seiner Bücher mehr kaufen." (Seite 43/44).

  • "Es ist versucht worden, den Schöpfer Tarzans dadurch zu verteidigen, dass man ihn als Kind seiner Zeit darstellte und behauptete, Burroughs sei gezwungen gewesen, für seine Dschungeldramen Afrikaner herbeizuziehen, und er habe diese notwendigerweise als Primitive und Wilde beschreiben müssen. Oder man hat Burroughs damit enschuldigt, dass er als Neuling auf literarischem Gebiet - besonders als Neuling, der Geld machen wollte - Schwarze gezwungenerweise stereotypisiert darstellen musste. Solche Rechtfertigungsversuche sind unbegründet.

    Schon "Tarzan of the Apes", die erste Tarzangeschichte strotzte von Rassismus und Ethnozentrismus - aber sie war zumindest ein Unikum. Auf sie folgten jedoch über zwei Dutzend weiterer Weissshaut-Abenteuer mit den ewig gleichen Kämpfen um Leben und Tod, denselben ausweglosen Situationen, supermännlichen Rettungsaktionen und identischen guten Ausgängen (Seite 48) . . . Der letzte Tarzan ist genau derselbe Schund wie der erste. 1950 war Burroughs, nach fast vier Jahrzehnten Tarzan, sicher nicht mehr ein literarischer Neuling, der zur Bestreitung seines Lebensunterhalts auf die Produktion von Trivialliteratur angewiesen war." (Seite 43).

  • "Tarzan the Terrible" wurde 1921 als 7-teiliges Serial im amerikanischen Magazin ARGOSY ALL-STORY WEEKLY in den Ausgaben vom 12., 19. und 26. Februar und vom 05., 12., 19. und 26. März erstveröffentlicht.

  • Die Buchausgabe erschien am 20. Juni 1921 bei McClurg & Co., Chicago.