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Autor Hermann Grettler
Titel Ultimatum des Weltalls
Roman um Sein oder Nichtsein der Menschheit
Verlag Drei Eichen Verlag, München
Jahr 1955
Titelbild A. Böhm
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

HERMANN GRETTLER
[ Josef Hermann Grettler ]

ULTIMATUM DES WELTALLS

Roman

"Zerstören wir unsere Erde - oder soll sie unser Lebensraum bleiben? Wie wirken sich die Atombombenversuche im Weltenraum aus? Greifen Bewohner anderer Planeten in das Weltgeschehen ein? - Eine überraschende Antwort gibt dieses phantastisch geschriebenen Buch!"
(Text der Bauchbinde)

Phantastisch ist die Gestaltung dieses Vorwurfes, den der Autor in den Farben reicher Erzählerkunst dem Leser vor Augen führt.

"Sein oder Nichtsein" ruft er den Menschen aller Zungen zu und reißt sie kraft seiner geistigen Einstellung zum "Sein" empor. Bei aller Sensation und Phantasie ist dieser Roman keine Utopie und kein Pazifismus im landläufigen Sinne, denn er sagt uns, daß in der göttlichen Ordnung alle Möglichkeiten eingeschlossen sind. Es liegt an jedem einzelnen selbst, welchen Weg er einschlagen will, den, der ihn empor zieht, oder den, der ihn in den Abgrund führt. Mächte sind am Werk, die ihre Verantwortung allem Leben gegenüber hinter ihre Machtansprüche stellen, weil sie nicht den Weg zur Mitte finden können.

Bevor der gesamte geballte Zündstoff zur Selbstentladung kommt, läßt der Autor die Bewohner des Mars in das Geschehen auf der Erde eingreifen. Die gleichen Machtkämpfe tobten einst auch auf dem Nachbarplaneten. Auf sich selbst gestellt fanden aber die Marsmenschen noch den richtigen Weg und durften ein neues Paradies erleben. Ihren hochentwickelten Geist, ihre Wissenschaft und Technik setzen sie nun restlos zum eigenen Wohle ein. Wenn der Autor, der in Österreich bereits eine große Lesergemeinde um sich scharen kann, diesmal ein ganz aktuelles Thema, das genau so real wie utopisch sein kann, dichterisch gestaltet, so darf man überzeugt sein, daß dieser neue Roman weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus große Beachtung, wenn nicht Aufsehen erregen wird.

Der Roman erfüllt alle Wünsche eines lesefreudigen Publikums und ist besonders wegen seiner ethischen Einstellung eine hoch zu veranschlagende Leistung.

DREI EICHEN VERLAG | MÜNCHEN

[ OA | 1955 (1.-5. Tsd.) | 212+1=213 S. | 21 x 14 | Grüner Leinenband m. goldgeprägter Deckelvignette u. Rückentitel, Gelber Kopfschnitt, farb. ill. Schutzumschlag m. Banderole: DM 9,80 | Schutzumschlag: A. Böhm, München | mit drei Seiten Verlagswerbung ] +=

[ Serowy vermerkt eine 2. Auflage 1961 (6. Tsd.?) ]

[ TG Katalog-39 | Illmer-117 | Serowy # 482-1 | ddb+ ]

Rezensionen / Materialien:

  • Franz Rottensteiner in: Franz Rottensteiner / Michael Koseler (Hg.): "Werkführer durch die utopisch-phantastische Literatur". Corian-Verlag, Meitingen. Lose-Blatt-Sammlung. 32. Erg. Lfg. Jan 2001.