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Serie Atomkrimi (Spencer) #2
Autor Jack Spencer
(Pseudonym)
Titel Der Mordkommission um eine Nasenspitze voraus
Atomkrimi
Verlag Engelbert Pfriem Verlag
Wuppertal-Küllenhahn
VerlagsNr. 253
Jahr 1955
Originaltitel Grenztitel
Titelbild 2 Johnny Bruck
Nachdrucke
  • 1956: "UTOPIA KRIMINAL" Heft # 11: Mike Chrysler: "Ich und der unsichtbare Boss" · Erich Pabel Verlag, Rastatt · laut Impressum: "Erstausgabe" - tatsächlich jedoch ein gekürzter Nachdruck! · 84 S. (mit einer Leseprobe aus "UTOPIA-Großband" # 44: "Und Satan wird kommen" von Clark Darlton auf Seite 89-93) · Titelbild: Johnny Bruck. 
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    JACK SPENCER
    [ ungelöstes Pseudonym ]

    DER MORDKOMMISSION EINE NASENLÄNGE VORAUS
    [ Atomkrimi # 2 ]

    Anstelle des (noch) nicht vorhandenen Klappentextes des Leihbuchs der Klappentext des UTOPIA-Kriminal Hefts:

    Mord durch rätselhafte Strahlen?

    "Sehen Sie selbst", meinte der Professor, "ich kann den einmal hier ankommenden Energiestrahl nicht daran hindern, seinen Weg bis zu den Abnehmern zu suchen. Um Ihnen das Gerät zu zeigen, welches überall an der Wand hängen kann, halte ich eines hier in der Hand."

    Ich fand die Sache ungemein spannend. Zu gern hätte er Stonshone einige Fragen gestellt, jedoch drängte er uns von der Bühne, da wir für die vielen Gäste die Sicht versperrten. Da ich mich beeilte, an meinen Platz zurechzukommen, sah ich nicht, was hinter mir auf der Bühne vor sich ging. Mike stieß mich zur Seite, als ich an ihm vorübergehen wollte und jagte Blitz auf Blitz auf die Bühne. Ich wandte mich um und fuhr zusammen.

    Von Professor Stonshone, der sich in konvulsivischen Zuckungen wand, war nur noch die untere Gesichtshälte mit dem Rumpf zu sehen. Der obere Teil des Gesichtes war unsichtbar. Wie abgeschnitten. Stonshone schrie. Ich werde diese Worte nie vergessen. Nie wieder habe ich aus einem menschlichen Munde einen solchen Schrei vernommen. Wie ein Zauber wirkte der Spuk weiter. Im weiten Saal war es totenstill. Nun reichte Mike mir seine zweite Kamera. "Jage Bild auf Bild drauf!" schrie er mich an.

    Ich folgte dieser Aufforderung mechanisch. Nun war auch der Mund von Stonshone verschwunden. Und immer weiter fraß sich eine unerklärliche Kraft in den Körper des bekannten Wissenschaftlers hinein. Er schlug mit den Armen um sich. Nun besaß er keinen Kopf mehr, aber er bewegte sich noch. Ich konnte mich kaum rühren. Es war unfaßbar, was vor meinen Augen auf der Bühne geschah.

    Niemand wagte eine Hand zu rühren, um dem Professor zur Hilfe zu eilen. Nun war er bis zur Gürtellinie verschwunden. Niemand achtete darauf, daß die Röhren in dem Gerät erloschen. Ich stellte es so nebenbei fest. Und immer mehr von seinem Körper verschwand. Noch konnten wir die unmenschlich anmutenden Schreie vernehmen. Es ging mir durch Mark und Bein. Bis plötzlich nichts mehr von Professor Stonhone zu sehen war.

    ENGELBERT PFRIEM VERLAG - WUPPERTAL-KÜLLENHAHN

    [ OA | 1955 | 255 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl | Reihe "Intercrim - Atomkrimi" # 2 ]

    [ Serowy Katalog # 1146-2 | Weigand: QM # 99/100 | Kalbitz & Kästner # 5679 ]

    Rezenzionen / Materialien:

  • Jörg Weigand: "DAS PHANTASTISCHE ALS SPIELELEMENT · Im Leihbuch nach 1945 gibt es weitaus mehr Romane mit phantastischen Inhalten als bislang angenommen · Ein Zwischenbericht".
    in: "Quarber Merkur" # 99/100 | 2004: edfc.

  • auch: Jörg Weigand: "Das utopisch-phantastische Leihbuch nach 1945" in: "Aus dem Antiquariat" # 6/2003 vom 12. Dezember 2003 (Seite 439-446).

    (Der Artikel im "Quarber Merkur" ist minimal erweitert und gegenüber der Fassung im "Aus dem Antiquariat" illustriert mit zahlreichen schwarz/weiß Titelbildern der angesprochenen Bücher.)

  • "ATOMKRIMIS" nannte der Engelbert Pfriem Verlag eine dreibändige Serie von "Jack Spencer" (richtiger Name unbekannt), die 1955 erschien: Untertitel der Serie "Die erregendsten Kriminalfälle aus aller Welt". Wie leichtfertig damals bei Nachdrucken mit den Leihbuchoriginalen bzw. mit der Autorenangabe umgegangen wurde, zeigt die Nachdruckgeschichte der dreibändigen Serie. Alle drei Romane wurden vom Pabel-Verlag in der Reihe UTOPIA-KRIMI bzw. später UTOPIA-KRIMINAL nachgedruckt.

    Der erste Band DAS GROßE RÄTSEL erschien noch richtig unter ursprünglichem Titel und korrekter Autorenangabe; der zweite Titel DER MORDKOMMISSION UM EINE NASENLÄNGE VORAUS wurde unter dem geänderten Pseudonym "Mike Chrysler" und dem Titel ICH UND DER UNSICHTBARE BOSS nachgedruckt. Der dritte Band erschien unter dem ursprünglichen Titel, aber unter dem geänderten Autorennamen "Mike Chrysler".

    Weswegen diese Änderungen erfolgten, kann heute niemand mehr sagen (10), es kann vermutet werden, dass entweder der Verlag ohne Wissen des Autors oder aber der Autor ohne Wissen des Verlages Band zwei und drei der Serie zum Nachdruck angeboten hat - warum sollte das Nachdruckhonorar geteilt werden, wie vertraglich vorgesehen?