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Serie Atomkrimi (Spencer) #3
Autor Jack Spencer
(Pseudonym)
Titel Großalarm im Labor
Atomkrimi
Verlag Engelbert Pfriem Verlag
Wuppertal-Küllenhahn
Jahr 1955
Originaltitel Grenztitel
Titelbild 2 Johnny Bruck
Nachdrucke
  • 1957: "UTOPIA KRIMINAL" Heft # 15: Mike Chrysler: "Großalarm im Labor" · Erich Pabel Verlag, Rastatt · laut Impressum: "Erstausgabe" - tatsächlich jedoch ein gekürzter Nachdruck! · 108 S. · Titelbild: Johnny Bruck.
     
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    JACK SPENCER
    [ ungelöstes Pseudonym ]

    GROSSALARM IM LABOR
    [ Atomkrimi # 3 ]

    Anstelle des (noch) nicht vorhandenen Klappentextes des Leihbuchs der Klappentext des UTOPIA-Kriminal Hefts:

    Es ging um die Formel einer neuen Waffe.

    Jim sah nur kurz auf, als der vollbesetzte Jaguar an ihm vorüberraste. Er zählte die Insassen. Fünf Männer! Das schien nicht gerade nach friedlichen Verhandlungen auszusehen. Er war entschlossen. Sollte er Jack zu Hilfe eilen?

    Jims Befürchtungen waren nur allzu berechtigt.

    Jack Gruwell hörte und sah in der Dunkelkammer nichts von dem, was draußen vor isch ging. Er hatte gerade einige Aufnahmen aus dem erbeuteten Film vergrößert, als er draußen Schritte vernahm. Das wird Jim sein, dachte er und legte die noch feuchten Abzüge unter die Trockenpresse.

    "Herein!" antwortete er, als es gegen die Tür klopfte. Erst überzeugte er sich, daß nirgends unbelichtetes Material lag, dann öffnete er die Tür. Verwirrt starrte er in Pistolenläufe. Automatisch streckte er die Hände in die Höhe. "Er war dabei", sagte John. "Ich erkenne ihn wieder."

    Jack Gruwell zuckte zusammen. Es mußte sich um den Vorfall in der Eddinstreet handeln. Schon wollte er eine Erklärung abgeben, da hob Gregor seine Pistole um einige Zentimeter. Ein kurzer trockener Knall, nicht anders, als habe ein Fuhrmann mit der Peitsche geknallt, dann stürzte Jack Gruwell zu Boden.

    John redete aufgeregt. "Es waren doch zwei, Gregor. Einer fehlt noch. Laß uns das Haus durchsuchen. Er wird uns verfolgen, wenn wir ihn nicht finden." Doch Gregor winkte ab. Die Filme und alle erreichbaren Bilder wurden zusammengepackt und samt den Kameras zu dem Jaguar getragen. Nur Gregor blieb zurück. Aus seiner Jacke nahm er ein kleines Päckchen; die Zündschnur zischte. Laut heulte der Motor des Jaguars auf. Tom gab Gas und nahm die Ecke an dem Tor auf zwei Rädern. Wenige Minuten später gab es hinter ihnen einen lauten Knall. Doch niemand in dem Wagen drehte sich um.

    ENGELBERT PFRIEM VERLAG - WUPPERTAL-KÜLLENHAHN

    [ OA | 1955 | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl | Reihe "Intercrim - Atomkrimi" # 3 ]

    [ Serowy Katalog # 1146-3 | Weigand: QM # 99/100 | Kalbitz & Kästner # 5676 ]

    Rezenzionen / Materialien:

  • Jörg Weigand: "DAS PHANTASTISCHE ALS SPIELELEMENT · Im Leihbuch nach 1945 gibt es weitaus mehr Romane mit phantastischen Inhalten als bislang angenommen · Ein Zwischenbericht".
    in: "Quarber Merkur" # 99/100 | 2004: edfc.

  • auch: Jörg Weigand: "Das utopisch-phantastische Leihbuch nach 1945" in: "Aus dem Antiquariat" # 6/2003 vom 12. Dezember 2003 (Seite 439-446).

    (Der Artikel im "Quarber Merkur" ist minimal erweitert und gegenüber der Fassung im "Aus dem Antiquariat" illustriert mit zahlreichen schwarz/weiß Titelbildern der angesprochenen Bücher.)

  • "ATOMKRIMIS" nannte der Engelbert Pfriem Verlag eine dreibändige Serie von "Jack Spencer" (richtiger Name unbekannt), die 1955 erschien: Untertitel der Serie "Die erregendsten Kriminalfälle aus aller Welt". Wie leichtfertig damals bei Nachdrucken mit den Leihbuchoriginalen bzw. mit der Autorenangabe umgegangen wurde, zeigt die Nachdruckgeschichte der dreibändigen Serie. Alle drei Romane wurden vom Pabel-Verlag in der Reihe UTOPIA-KRIMI bzw. später UTOPIA-KRIMINAL nachgedruckt.

    Der erste Band DAS GROßE RÄTSEL erschien noch richtig unter ursprünglichem Titel und korrekter Autorenangabe; der zweite Titel DER MORDKOMMISSION UM EINE NASENLÄNGE VORAUS wurde unter dem geänderten Pseudonym "Mike Chrysler" und dem Titel ICH UND DER UNSICHTBARE BOSS nachgedruckt. Der dritte Band erschien unter dem ursprünglichen Titel, aber unter dem geänderten Autorennamen "Mike Chrysler".

    Weswegen diese Änderungen erfolgten, kann heute niemand mehr sagen (10), es kann vermutet werden, dass entweder der Verlag ohne Wissen des Autors oder aber der Autor ohne Wissen des Verlages Band zwei und drei der Serie zum Nachdruck angeboten hat - warum sollte das Nachdruckhonorar geteilt werden, wie vertraglich vorgesehen?