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Autor Freder van Holk
(Paul Alfred Müller)
Titel Die Erde brennt
Roman
Verlag F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung Berlin-Grunewald
Jahr 1951
Titelbild Max Ludwig
Titelbild 2 Max Ludwig
Nachdrucke
  • 2012: Neuausgabe des erstmals und nur einmal 1951 erschienenen Romans: "Paul Alfred Müller: Die Erde brennt" · DvR Verlag, Dieter von Reeken, Lüneburg · DvR-Buchreihe: "Paul Alfred Müller: Werke in Neuausgaben" · Kartoniert · 229 S. · Vorbemerkungen zum Autor "Paul Alfred Müller" (S.5-6) und zum Buch "Die Erde brennt" (S. 7-11) · mit 9 Abbildungen in den Vorbemerkungen und einem Bild des Verfassers (aus den 30er Jahren) auf der Buch-Rückseite · Unveränderter Nachdruck der Erstausgabe (Lediglich Druckfehler und falsche Schreibweisen wurden berichtigt. Die Rechtschreibung wurde den seit 1996 geltenden Regeln angepasst). 
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    FREDER VAN HOLK
    [ Paul Alfred Müller (1901-1970) · alias Werner Keyen · alias Rolf Hermes (VP) ]

    DIE ERDE BRENNT
    Roman

    Die Erde zittert unter dem Machtanspruch des Menschen. Die Forscher zweier Riesenreiche - Pelargonien und Dahlien - entreißen im Wettstreit der Natur neue geheime Kräfte. Die Möglichkeit, diese Kräfte zu entfesseln, scheint jedoch größer zu sein, als sie zu bändigen. Geht der Mensch an der wissenschaftlichen Formel zu Grunde? Wird er selbst zur Formel oder bleibt er das mit Herz und Vernunft begabte Wesen? Handelt es sich nur um die entflammte Phantasie eines Schriftstellers, oder sind es realistische Flammen, die nach uns greifen? Was hier als "Zukunftsroman" an Sie herangetragen wird, könnte morgen schon Gegenwart sein.

    Lesen Sie dieses Buch und versuchen Sie, vor der letzten Seite aufzuhören!

    Impressum: © 1951 by F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung (Walter Kahnert) · Berlin-Grunewald · 1.-10. Tausend · Umschlagzeichnung von Max Ludwig · Gedruckt 1951 bei Büxenstein, Berlin.

    NON STOP BÜCHEREI
    F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung (Walter Kahnert) · Berlin-Grunewald

    [ OA | 1951 | 1.-10. Tausend | 215+1=216 S. | 19,5 x 13 | Stahlblauer Leinenband mit Rückentitel und 2-farb. ill. SU: DM 5,50 +++ Kt m. SU: DM 3,50 | Reihe "Non-Stop- Bücherei" Band # 1 ] +=

    [ TG Katalog-45 | Illmer-260 | Serowy # 597-318 | dnb+ ]

    Materialien / Rezensionen:

  • Heinz J. Galle in Heinz J. Galle: "SUN KOH · Der Erbe von Atlantis und andere deutsche Supermänner · Paul Alfred Müller alias Lok Myler alias Freder van Holk · Leben und Werk" | Zürich: SSI, 2003 (ssi-media.com):

    "Die Erde brennt, ein Beinahe-Weltuntergangs-Roman. Darin entfacht ein im östlichen Machtblock 'Dahlien' gefangener Physiker aus 'Geranien', ein mitteleuropäisches Land, das vor kurzem einen Krieg verlor, in einer geheimen Atomfabrik aus Rache einen Atombrand, der sich unkontrolliert ausbreitet und den ganzen Erdball zu verschlingen droht. Während in Hans Dominik 'Das Erbe der Uraniden' (1928) diese prekäre Situation letztlich nur dank außerirdischer Unterstützung zu meistern war, kommt bei Müller die Physik zu Hilfe, der Atombrand kann keine Stickstoffatome in die Kettenreaktion miteinbeziehen und kommt zum Stillstand.
    Müller griff das Thema 'Atombrand' als Folge von Spaltungsversuchen 1955 in 'Kosmotron' wieder auf . . . "

  • Dieter von Reeken / Heinz J. Galle: Vorbemerkung "Die Erde brennt" in der DvR-Neuauflage:

    "... Dass auch dem Autor P. A. Müller das Thema einer außer Kontrolle geratenen Kettenreaktion am Herzen lag, zeigt die schon drei Jahre später erfolgte Variante seines Weltuntergangs-Szenarios von 1948, das unter dem Titel Die Erde brennt erschien. Am 22. Januar 1951 hatte er mit dem in Berlin ansässigen Herbig-Verlag einen Vertrag über die Veröffentlichung des entsprechenden Manuskripts im Rahmen der neuen NON-STOP-Reihe abgeschlossen. Es war eine der Zeit entsprechende preiswerte Bücherreihe im Stil der damaligen Taschenbuchserien, die es auch als Leinen-Variante gab. Der Verlag hielt die Rechte an diesem mit einer Auflage von 10 000 Exemplaren gedruckten utopischen Roman bis 1956, ehe er sie an den Verfasser zurückgab. Erstaunlicherweise erlebte dieses Werk danach keine weitere Auflage, sodass wir mit der hier vorgelegten Neuausgabe eine Lücke schließen. Im Blick auf heutige Befürchtungen gegenüber den inzwischen mindestens acht Atomwaffen-Mächten zuzüglich mehrerer Schwellenländer ist dieser Roman P. A. Müllers aktueller denn je.

    Die Handlung des über sechzig Jahre alten Zukunftsromans spiegelt die Frühzeit des spätestens 1948 (Berlin-Blockade) begonnenen Kalten Krieges wider. Müller versteckte die konkurrierenden Machtblöcke unter solch blumigen Nationalitätsbezeichnungen wie Pelargonien, Geranien und Dahlien, die deutlich erkennbar für die USA, Deutschland und die Sowjetunion stehen. Die unverkennbaren Sowjet-Kommunisten werden hier übrigens als Kanzlisten, Dahlien als Kanzlei-Union bezeichnet. Die Arbeit geranischer (d. h. deutscher) Wissenschaftler für West bzw. Ost spaltet hier eine Familie: Der junge Protagonist, der Atomwissenschaftler Karl Davertshoven, arbeitet für die Pelargonier, sein Vater Rudolf Davertshoven, bei dem sich auch dessen Enkelin Elka, also Karls Tochter, aufhält, für die Dahlier.

    Als Ergebnis einer eher persönlichen Auseinandersetzung zwischen einem dahlischen Geheimdienstoffizier und Rudolf Davertshoven im Versuchslabor Mesonsk am Barkalsee aktiviert letzterer die von ihm entwickelte Anlage. Der dadurch entstandene Atombrand weitet sich aus und droht die Erde zu vernichten. Paul Alfred Müller alias Freder van Holk findet aber eine verblüffende Lösung zur Rettung des blauen Planeten  aber das lesen Sie bitte selbst! ..."

  • Thomas Harbach auf der web-Seite "Literra.info":

    "... Die Erde brennt ist thematisch auch heute noch ein ausgesprochen lesenswerter und vor allem sehr positiv stringent erzählter Roman mit einer Reihe eindringlicher Szenen, der in erster Linie an der nicht sorgfältig genug ausgearbeiteten Familiengeschichten - es wirkt unwahrscheinlich, dass Vater und Sohn für die jeweils verfeindeten Blöcke mit unterschiedlichen Voraussetzungen sich auf dem exakt gleichen Forschungsstand befinden - und vor allem der Beschreibung der Auswirkung durch absichtlich heraufbeschworenen Katastrophe zu scheitern droht. Hier erfüllt der Plot nicht den dramatischen wie dramaturgisch richtigen Titel mit ausreichendem Leben.

    Wie alle Bände der "Dieter von Reeken" Paul Alfred Müller Neuherausgabe ist das einleitende Vorwort von Heinz J. Galle sehr lesenswert und wie der eigentliche Roman reichhaltig bebildert."

  • Jost Hermand, Helmut Peitsch, Klaus Rüdiger Scherpe: "Nachkriegsliteratur in Westdeutschland" Band # 1 · 1982: Argument-Verlag.

  • Joseph Höck in: "Bücherei und Bildung" 1951 · 3. Jg. · 10. Heft · Dezember 1951:

    "Es handelt sich hier um einen utopischen Roman, der zwei Weltmächte (die unschwer als Amerika und Rußland zu erkennen sind) im Wettstreit um die Entwicklung einer neuen Vernichtungswaffe im Jahr 2000 schildert. Das Buch hat durchaus positive Elemente, die bei der Lektüre nachdenklich machen. So beleuchtet es z. B. die Gefahren für die Menschheit aus der Weiterentwicklung der Atomwaffe, die Herrschaft naturwissenschaftlicher Gesetze und Theorien über den Menschen, die gefährliche Automatik einer maßlos gewordenen politischen und technischen Bürokratie, die Herrschaft der Zahl und der wissenschaftlichen Erfolgssucht, die den Menschen zum Objekt reduzieren. Ihnen gegenüber werden jede Einsicht und jeder gute Wille sinnlos. Andererseits bietet Holk zuviel an handlungsbestimmenden Faktoren: wissenschaftliche Forschung, Politik, Geheimdienst, Spionage, Liebesbeziehungen (völlig unerotisch) und eine Riesenkatastrophe mit eingeblendeten Situationsberichten, wie die einzelnen Menschen der Katastrophe erliegen oder sich bei ihrem Herannahen verhalten.

    Das alles wird mit Spannung und Geschick erzählt; nahezu unvermeidbar aber ist, daß bei diesem Zuviel alles Wesentliche vereinfacht wird. Es ist bei der Gattung des utopischen Schrifttums nicht erforderlich, auch ein Bild von der geistig-seelischen Situation der Menschen zu geben, das dann doch nur eine dünne Oberfläche bliebe. Die Frage, ob die wissenschaftlichen Voraussetzungen stimmen, braucht, - zumal im utopischen Roman - für uns nicht erheblich zu sein. Die gemachten Einwände rechtfertigen - bei aller Toleranz gegenüber dem Spannungsroman - keine volle Empfehlung für städtische Büchereien."