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Autor Edwin Erich Dwinger
Titel Es geschah im Jahre 1965
Verlag Pilgram Verlag - Salzburg München
Jahr 1957
Nachdrucke
  • 1959: Buchgemeinschaft Donauland, Wien · Lizenzausgabe des Pilgram Verlags, Salzburg · o. J. (1959) · Leinen · 8° · 338 S. 
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
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    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    EDWIN ERICH DWINGER

    ES GESCHAH IM JAHRE 1965

    Wenige Monate nach dem Erscheinen seines jüngsten, großen Werkes, "Die verlorenen Söhne", hat Dwinger, von seinen Gedanken an die Zukunft der Menschheit bewegt, dieses aufrüttelnde Buch begonnen und in fliegender Eile zu Ende geführt. Keinen Tage wollte er verlieren, damit seine Warnung an die westliche Welt und an Deutschland im besonderen nicht zu spät komme, wenn eines Tages vielleicht das eintritt, was heute noch niemand auszudenken wagt - wenn es einen Wahnsinnigen unter den Machthabern zu der Tat treibt, die den Dritten Weltkrieg entfesselt.

    Seit die Wissenschaft in die Geheimnisse des Atoms eingedrungen ist und sich durch die Kernspaltung ungeheure Kräfte botmäßig gemacht hat, waren die Weltmächte fieberhaft bestrebt, einander in der Entwicklung der Atomwaffen zu übertreffen. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß der heutige Stand der Atomrüstung ausreichte, im Falle eines Krieges einen großen Teil der Menschheit zu vernichten und weite Gebiete der Erde in unfruchtbare Wüste zu verwandeln.

    Der Autor schildert nun mit visionärer Kraft, die sich von utopischen Spiegelungen durch ihre exakte Beziehung zur Realität scharf abhebt, Beginn, Ablauf und Ende eines Atomkrieges, wie er allein auf Grund der heute schon gegebenen technischen Möglichkeiten jeden Tag Ereignis werden könnte. Nur daß der Umfang der Rüstungen noch gigantischer, Reichweite und Wirkungsweise der Waffen noch vollkommener angenommen werden, als es dem heutigen Stand entspräche.

    Dwinger führt uns nun in die Befehlszentren der Weltmächte, er läßt uns alle Phasen des technischen Krieges in der Luft und zu Lande miterleben, wir lernen bemannte Flugzeugtypen von unvorstellbarer Geschwindigkeit kennen und hören von Fernraketen mit nuklearem Antrieb und zwanzigfacher Geschwindigkeit der uns bisher bekannten. Wir sehen den Menschen, ewig unverändert in seiner Substanz, hineingestellt in ein Geschehen, das unfaßbar ist; wir erkennen aber auch, daß es selbst im Inferno der entfesselten kosmischen Gewalten eine menschliche Haltung gibt, die stärker ist als alles, was über unser Geschlecht hereinbrechen kann. Wenn wir uns bewähren, werden wir leben.

    Vor allem aber sollen wir aus dem Werk Dwingers die Einsicht gewinnen, daß wir nichts unterlassen dürfen, was uns die Verantwortung für Leben und Gesundheit der Menschen unserer Heimat zu tun auferlegt. Nietzsche hat das Wort vom "fluchwürdigen Optimismus" geprägt; sehen wir der Wirklichkeit ins Auge, flüchten wir nicht in den törichten Glauben, "daß nicht sein kann, was nicht sein darf", sondern handeln wird der Mahnung des Dichters gemäß - dann werden wir dem Ansturm der dunklen Mächte gewachsen sein.

    PILGRAM VERLAG - SALZBURG MÜNCHEN

    [ OA | 1957 | 313 S. | 21 x 13,5 | Ln m. SU | Einband und Umschlagentwurf von Pert Vojtik ]

    Rezensionen / Materialien:

  • "Das Leihbuch" # 10.1957:

    "Dwinger schildert in seinem Buch Beginn, Ablauf und Ende des Atomkrieges, wie er schon auf Grund der heute gegebenen technischen Möglichkeiten jederzeit Ereignis werden kann. Nur daß in Dwingers Zukunftsroman der Umfang der Rüstungen noch gigantischer ist, Reichweite und Wirkungsweise der Waffen noch vollkommener sind als heute. - Der Autor gibt ein Bild des technischen Krieges und läßt uns alle Phasen von den verschiedenen Standpunkten aus miterleben. Wir lernen bemannte Flugzeugtypen von ungeahnter Geschwindikeit kennen und hören von Fernraketen mit nuklearem Antrieb und zwanzigfacher Geschwindigkeit aller bisher bekannten. Aber wir sehen auch den Menschen, wie er scih in das Inferno hineingestellt zu behaupten vermag. Vor allem gewinnen wir aus dem neuen Werk Dwingers die Einsicht, daß nicht unterlassen werden darf, was und sie Verantwortung für Lebenudn Gesundheit der Menschen unserer Heimat zu tun auferlegt. - Allen Büchereien zu empfehlen!"