16281628
Autor Otto Willi Gail
Titel Hans Hardts Mondfahrt
Eine abenteuerliche Erzählung
Verlag Union
Deutsche Verlags-Gesellschaft
Berlin
Jahr 1947
Originaltitel Hans Hardts Mondfahrt
Originaljahr 1928
Titelbild Klaus Bürgle
Titelbild 2 H. u. B. Von Römer
Nachdrucke
  • 1) 1928: Erstausgabe: Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart · 200. S. · Ill. blauer Leinenband mit Schwarz- u. Silberprägung m. SU · Ill: Richard von Grünberg.
  • 2) 1929: 2. Aufl. o. J. (vermutlich bereits 1928) | 5. Aufl. o. J. · 201 S. · farb. ill. Ln.
  • 3) 1930: 8. Aufl. o. J. (ca. 1930) | 9. Aufl. o. J. · 201 S. · Ln m. Silberprägung.
  • 4) 1931: 10. Aufl. o. J. (=1931 !! - Widmung des Autors) | 11. Aufl. o. J. | 12. Aufl. o. J.
  • 5) 1941: Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart · NA · 13.-15. Tsd. · 200 S. · Ill. Hln m. SU · Ill: Richard von Grünberg.
  • 6) 1947: Völlig neuberarbeite Auflage (16.-20. Tsd.): Union Deutsche Verlagsgesellschaft · HLn m. Deckelill. u. 8 Einschalttafeln v. H. u. B. von Römer · 192 S.
  • 7) 1949: Union Deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart · NA von # 6 · 21.-30. Tsd. · Sonst wie oben.
  • 8) 1954: Union Deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart ("Kamerad-Bibliothek" Band # 17) · NA von # 6 (??) · 31.-40. Tsd. · 210 S. · ill. HLn m. SU v. Klaus Bürgle.
  • 9) 1950: Buchgemeinschaft Donauland Kremayr & Scheriau, Wien · o. J. (um 1950) · HC · 251 S. · Cover u. 20 Illustrationen von Kurt Röschl.
  • 10) 1957: Buchgemeinschaft Jung-Donauland, Wien. · o.J. (1957 lt. ONB) · farb. ill. HLn · 249 S. · Cover u. 20 Illustrationen v. Kurt Röschl.
  • 11) 1965: Europäischer Buchklub, Stuttgart · o. J. (um 1965) · HC · Cover u. Ill. v. Kurt Röschl.


     
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    OTTO WILLI GAIL
    [ Otto Willi Albert Gail (1896-1956) ]

    HANS HARDTS MONDFAHRT

    Eine abenteuerliche Erzählung

    [ Tommy Bighead, der 'smarteste Reporter der Michigan Evening Post in Detroit' schleicht sich an Bord eines alkoholbetriebenen Raketenflugzeugs. Das Weltraumschiff mit dem Pilot Hans Hardt startet mit dem blinden Passagier zum Mond. ]

    Welcher richtige, abenteuerlustige Junge hat beim Anblick des nächtlichen Himmels nicht schon einmal von einer Fahrt zum Mond geträumt? Die Erfüllung dieser uralten Menschensehnsucht ist durch den unerhörten Fortschritt der Technik in den letzten Jahrzehnten keine bloße Utopie mehr.

    Otto Willi Gail hat in seiner Phantasie die Weiterentwicklung der modernen Technik und die nahe Verwirklichung des alten Traumes vorausgeschaut und läßt seine jungen Leser in seiner mitreißend geschriebenen Erzählung all die seltsamen und wunderbaren Abenteuer der ersten Weltraumfahrer miterleben. Ob er von dem eigenartigen Überfall auf den besten Reporter im Staat Michigan berichtet oder von dem blinden Passagier in der Rakete und seinem abenteuerlichen Fluchtversuch ins Weltall, von der Begegnung mit dem winzigen Satelitten des Mondes oder der Notlandung in einem Mondkrater und dem Kampf mit den letzten Lebewesen dieses toten Gestirnes, er versteht seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Spannung zu halten. Und doch will der Verfasser mit seinem fesselnden Abenteuerbuch nicht nur unterhalten, er hat darüber hinaus seine Erzählung auf den Forschungsergebnissen der modernen Wissenschaft aufgebaut und möchte in der jungen Generation das Interesse für die großen und vielfältigen Probleme der Weltraumschiffahrt wecken.

    Inhaltsverzeichnis:

    Zwölf Uhr sieben - Die Flasche - Das Loch im Himmel - F 2001 - Hans Hardts Geheimnis - Anderl - Der Sprung über das Meer - Das Projekt - Experimente - Ein Duell - Der Start - Dreizehn Minuten - Über der Erde - Im Weltenraum - Der vierte Mann - Sonnenaufgang - Freiheit - Eine rätselhafte Entdeckung - Eine waghalsige Tat - Am Mond - Manöver - Rätsel der Vorzeit - Absturz - Gerettet - Auf fremdem Boden - Eis - Das Kraftwerk - Weltwende - Im Krater - Schatten -Heimwärts - Landung - Schluß

    Das vorliegende Werk ist in Buchform auch in dänischer, englischer, finnischer, französischer, holländischer, norwegischer, portugiesischer, russischer, schwedischer, slowakischer, tschechischer und ungarischer Sprache erschienen.

    UNION DEUTSCHE VERLAGSGESELLSCHAFT STUTTGART

    [ Völlig neu bearbeitete Auflage, 1947, 16.-20. Tsd. | 192 S. | 21 x 14,5 | HLn: DM 4,80 | m. aufgeklebten farb. ill. Titelbild und 8 Einschalttafeln von H. und B. von Römer, München und farb. ill. SU (von Klaus Bürgle) | mit Erklärung der vorkommenden Fachausdrücke (Seite 188-192) | Außentitel: "Hans Hardt's Mondfahrt" ] +

  • Diese textlich veränderte Neuausgabe enthält ein neu eingefügtes Kapitel "Experimente", in dem der Zerfall von Uran 235 direkt die Antriebskraft liefern soll.

  • Erstmals ist der Roman im Jahr 1928 im Verlag Union Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart-Berlin-Leipzig erschienen.

  • Eine amerikanische Übersetzung erschien bereits im Jahre 1930/1931 bei Sears Publishing & Co. New York und Dodd, Mead & Company, New York unter dem Titel "By Rocket to the Moon: The Story of Hans Hardt's Miraculous Flight" (HC, 303S.)
    Quellen:
  • Donald H. Tuck (= 1930: Sears)
  • R. Reginald (= 1931: Sears)
  • BLC + Library of Congress OPAC (= 1931: Sears)
  • Nessun Saprà (= 1931: Dodd, Mead & Company, New York).

    Cover und Innenillustrationen von

  • Klaus Bürgle
  • den Brüdern Hans u. Botho von Römer und
  • Kurt Röschl

    siehe: webseite "Retro-Futurismus.de".

    Rezenzionen / Materialien:

  • Alpers, Fuchs, Hahn (Hg.): "Reclams Science Fiction Führer". 1982: Philipp Reclam jun. Stuttgart.

    "In seinen drei bekanntesten Zukunftsromanen - "Der Schuß ins All" (1925), "Der Stein vom Mond" (1926) und "Hans Hardts Mondfahrt" - geht es um den Flug zum Mond . . . Alle drei Romane wurden auch ins Amerikanische übersetzt und hatten einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf die dortige, noch in den Kinderschuhen steckende SF-Szene."

  • Franz Rottensteiner in: Franz Rottensteiner, Michael Koseler (Hg.): "Werkführer durch die utopisch-phantastische Literatur". Corian-Verlag, Meitingen. Lose-Blatt-Sammlung. 15. Erg.-Lfg. 1994. (Besprochen wird die Originalausgabe von 1928).

    "Otto Willi Gail, der auch das populärwissenschaftliche Buch "Mit Raketenkraft ins Weltenall" (1928) geschrieben hat, übernimmt in diesem Jugendbuch, das den Raumfahrtgedanken fördern soll, die Überlegungen Max Valiers, der einen allmählichen Übergang vom Flugzeug zur Rakete vorschlägt . . . Im Nachwort schreibt Gail, daß ihn der große Erfolg seiner kosmischen Romane dazu bewogen habe, den gleichen Stoff auch in Form einer Jugenderzählung zu behandeln. 'Möge Hans Hardts Mondfahrt dazu beitragen, die Jugend für das große technische Problem der Weltenraumschiffahrt zu gewinnen und sie vor dem unfruchtbaren und oft so voreiligen Wörtchen unmöglich zu warnen!'
    . . . Der Roman vermischt auf eher schrullige Weise richtige Grundprinzipien mit naiven Vorstellungen, vermengt Zukunft und Vergangenheit, Wissenschaft und Mythe, bringt Pseudowissenschaft wie die Welteislehre und die Legende vom eingefangenen Mond ebenso ein wie die Atlantis-Mythe. Auch nationalistische Töne fehlen nicht; der amerikanische Reporter ist eine Karikatur seines Berufsstandes. Eine Spur von Robinson zeigt sich in der Art, wie der Treibstoff für die Rückfahrt auf dem Mond gewonnen wird. Erzählerisch ist das Buch recht naiv, mit vielen staunenden Erklärungen und Begegnungen mit Ungeheuern."

  • Nessun Saprà: "Lexikon der deutschen Science Fiction & Fantasy 1919-1932". 2007: Utopica, Oberhaid.

    "Herausragend sind die drei Zukunftsromane Der Schuß ins All (1925), Der Stein vom Mond (1926) und Hans Hardts Mondfahrt (1928), die durch Gails Zusammenarbeit mit Hermann Oberth und Max Valier vergleichbare Romane der zeitgenössischen Science Fiction an wissenschaftlicher und technischer Detailgenauigkeit in den Schatten stellen.
    Allerdings verstand Gail es auch, eine spannende Romanhandlung zu erzählen . . . Obwohl der kommerziell erfolgreichste unter Gails Romanen (deutsche Gesamtauflage: 50.000 Ex.), ist er kaum mehr als ein Aufguss seiner früheren Werke."

  • Roland Innerhofer: "Otto Willi Gail: Zur Allianz von Technik und Poesie" in: Bernd Flessner (Hg.): "Visionäre aus Franken: Sechs phantastische Biographien" · 2000: Verlag Ph. C. W. Schmidt, Neustadt an der Aisch · Seite 43-64: