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Autor Wilhelm Heinrich Dammin
Titel Geheimnis Allzellin
Roman
Verlag Bielmannen Verlag, München
Jahr 1951
Titelbild Kurt Friede
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

W. H. DAMMIN
[ Wilhelm Heinrich Dammin ]

GEHEIMNIS ALLZELLIN

Roman

In diesem stofflich durchaus neuartigen Roman bestimmen zwei nie erlahmende Kräfte den erregenden Inhalt: der schöpferische Genius eines Forschers sowie die bindende und verführende Macht der Liebe.

Alle Taten, die der rätselvolle Guy Pralton im Ablauf der Geschehnisse aus vermeintlich beherrschter Klugheit begeht oder veranlaßt, sind in seiner Machtgier und in seiner Leidenschaft zu der Artistin Rita Rotary begründet, die durch ihn in das weltumspannende Netz einer internationalen Schmuggler-Organisation "Der blaue Ring" gerät.

Geheimnisvoll webt das aus Flirt und Begehren sich entwickelnde Schicksal seine Fäden. Die Nachricht vom Tode Dr. Prellers, des ersten Assistenten des Entdeckers der neuen Energiequelle Allzellin, Prof. Konrad Bergers, alarmiert dessen Tochter Lore, die als scharfsinnige Juristin eine ernste Gefahr für ihren Vater und sein Forscherschaffen heraufziehen sieht. In der Tat zeigen sich denn auch bald Gegner Professor Bergers am Werke, welch in gegenseitigem Widerstreit, die in dem Geheimnis Allzellin schlummernden Kräfte in ihre alleinige Gewalt bringen wollen. Sie finden in Lore Berger und dem Geschäftsführer der Konrad-Berger-Gesellschaft für Raumkraftforschung, Dipl.-Ing. Rolf Hartwich, unbeirrbare Verteidiger des Bergerschen Geheimnisses, wobei Monsieur Charles Brunelle und Herr Max Plochinger oft erheiterne Einfalt zeigen.

So erleben wir in diesem den technischen Gegebenheiten unserer Tage vorauseilenden Roman eine sachlich ebenso fundierte wie psychologisch aufschlußreiche Handlung voll mitreißender Spannung: Egoistische Liebe und verbrecherische Habgier messen sich im Kampf mit ernstem wissenschaftlichen Forscherdrang und echtem Liebesglück. Auf ränkereichen Wegen wird der Leser nicht nur mitten in die Rätsel von Blue Castle und seines Chefs Mister Nobody geführt, sondern auch durch schöne Teile europäischer Landschaften und moderne Weltstädte zu Lösungen geleitet, die, allen gegen Schluß sich steigernden Intrigen zum Trotz, dem ersehnten Glück ebenso seinen Platz einräumen wie der zu überraschenden Entdeckungen gelangenden Gerechtigkeit.

Das in seinen prägnanten Dialogen oft heitere und auf Lebensklugheit beruhende Buch bietet neben unausgesetzter Spannung wissensreiche Gedanken, die gewiß viele Leser gern mehr als einmal nachlesen werden.

BIELMANNEN-VERLAG - MÜNCHEN - EMIL BIEHL GMBH

[ OA | 1951| 302 S. | 19,5 x 13,5 | HLn m. Deckelvignette u. farb. ill. SU - DM 6,80 | Umschlag: Kurt Friede | m. 2 Seiten Verlagswerbung ] +

Rezensionen / Materialien:

Franz Rottensteiner / Michael Koseler (Hg.): Werkführer durch die utopisch-phantastische Literatur. Corian-Verlag, Meitingen. Lose-Blatt-Sammlung.