Datenbank starten
 
Autor Leopold Engel
(Leopold Eckhardt)
Titel Mallona
Der Untergang des Asteroiden-Planeten
Verlag Turm-Verlag, Bietigheim/Württ.
Jahr 1961
Originaltitel Mallona. Die letzten Zeiten eines untergegangenen Planeten
Originaljahr 1911
Nachdrucke - 1987: Turm-Verlag, Bietigheim (NA, HC m. SU, 205 S.)
- 1998: Turm-Verlag, Bietigheim (NA, HC m. SU, 205 S.) 
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha
LEOPOLD ENGEL  [ 1858-1931 ]

MALLONA der geborstene Asteroiden-Planet

Dieses inspirierte Werk beschreibt den einstmals herrlichen Planeten Mallona, von dem heute nur noch die eckigen Trümmer zwischen Mars und Jupiter (Asteroiden-Schwärme) kreisen. Anhand eines auf unsere Erde gefallenen Steines dieses Planeten werden wir telepathisch auf den einstigen Planeten versetzt und erleben die dortigen Bewohner, erhalten Kenntnis von ihrer Technik, Atomkunde, ihren Lebensgewohnheiten und ihren Streitigkeiten, die letzten Endes zur Vernichtung des Planeten führen. Ein furchtbares Zeugnis, wohin der Wahn und die Verworfenheit des Menschen führen kann, der sich selbst höher dünkt als die das All regierende göttliche Kraft.

Die enge Beziehung zu unserer Erde ist, daß die Bestimmung dieses einstigen Planeten nunmehr auf unsere Erde übergegangen ist, als die Pflanzschule eines neuen Menschengeschlechtes, dem hier aufs neue Gelegenheit geboten wird, das Ziel zu erreichen, auf dessen Wege einst die Mallona-Menschheit scheiterte. Warum und wie kam es zu dieser Katastrophe? Stehen wir heute durch die Kenntnis des Atoms vor einem ähnlichen Schicksal, wie es scih die Menschen dieses Planeten bereiteten? Dieses Werk gibt Antwort und ruft die heutige Menschheit zur Besinnung auf, ehe es zu spät ist.

Vorwort und Neubearbeitung von M. Kahir. Illustrationen von Franz Reins.

TURM-VERLAG - BIETIGHEIM / WÜRTT.

[ Bearbeitete Neuausgabe | 1961 | 205 S. | 20,5 x 13 | Ln m. SU - DM 12,80 | mit einem Nachwort (S. 203) und einem Namensverzeichnis (S. 204/205) | mit 2 Seiten Verlagswerbung ] +

[ Erstmals erschienen im Jahr 1911 unter dem Titel "Mallona. Die letzten Zeiten eines untergegangenen Planeten" im Verlag Karl Rohm, Lorch ( HC, 285 S., Bilder von Claus Mohr). | 2. Auflage 1933: Renatus-Verlag, Lorch (HLn, Klein-Oktav, 250 S. ]

[ BLOCH # 876 ]

[ Übersetzt ins Niederländische ("Mallona - De Ondergang van de Asteroide Planeet". 1996) und Französische ("Mallona, La planète explosée". 1972). ]

[ Anmerkung zum Pseudonym:
In Jörg Weigand: "Pseudonyme. Ein Lexikon" (3. Aufl. 2000) wird 'Leopold Engel' als Pseudonym von 'Leopold Eckhardt' angegeben.
Bei Nessun Saprà und in "Eymers Pseudonymen Lexikon" (1997) wird 'Leopold Engel' als bürgerlicher Name des Autors benannt, der auch unter den Pseudonymen 'Leopold Eckhardt' und 'Emil Leo' schrieb. Auch die Eintragungen bei BLOCH und in der deutschen Nationalbibliografie stützen indirekt eher diese Version. ]

Rezensionen / Materialien:

- Nessun Saprà: Lexikon der deutschen Science Fiction & Fantasy 1870-1918. 2005: Utopica, Oberhaid. Seite 75/76.

"Der Roman gibt sich als spiritistische Vision einer Wahrsagerin über den Planeten Mallona . . . Seine Bewohner sind fortgeschritten, haben sogar schon die Atomkraft gemeistert, sind aber nicht in gleicher Weise ethisch erwachsen geworden. Beherrscht werden sie vom König Areval, dessen Macht von der aufstrebenden Priesterkaste bedroht wird. Die politischen Ränke und Machinationen . . . führen den Planeten letztlich in den Untergang: . . . der Rivale Arevals entfesselt unabsichtlich die Elemente, die Mallona zerstören."
(Nessun Saprà)

- Franz Rottensteiner in: Franz Rottensteiner / Michael Koseler (Hg.): Werkführer durch die utopisch-phantastische Literatur. Corian-Verlag, Meitingen. Lose-Blatt-Sammlung. 11. Erg. Lfg. Feb 1993.
(Besprochen wird die EA von 1911).

"Interessant ist, daß der Autor im Nachwort, trotz der okkulten Einkleidung, nicht auf der buchstäblichen Wahrheit seiner Geschichte, der Vision eines Mediums, besteht. 'Wahr ist, daß die Kunde von Mallona eine Warnung birgt, die jeder finden kann, der von dem Untergange hört.' . . . Aber die moralische Warnung, die recht diffus und klischeehaft bleibt, ist nicht sehr eindrücklich; es überwiegt der Eindruck eines zwar ganz interessanten, aber durchaus trivialen pseudo-historischen Melodrams, eines historischen Kostümschinkens, der originellerweise auf einem außerirdischen Planeten angesiedelt ist, dessen Handlung vertrauten Machkampfmustern folgt . . . wobei der Konflikt hier nur um die Macht, nicht um weltanschauliche Inhalte geht . . . Die treuherzige Naivität, die die ganze Erbauungsfabel ausstrahlt, gibt der Geschichte . . . einen gewissen nostalgischen Reiz.
Eine von dem okkulten Schriftsteller M. Kahir bearbeitete Neuausgabe des Romans erschien 1961 . . . im Turm-Verlag . . . interpretiert als 'inspirierte Literatur'.
(Franz Rottensteiner)