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Autor William Hiller
(Wilhelm Hiller)
Titel Dämonen am Werk
Kriminal-Roman
Verlag Elka-Verlag, Augsburg
Jahr 1952
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

WILLIAM HILLER
[ Wilhelm Hiller (*1884) ]

DÄMONEN AM WERK

[ Utopisch-phantastischer ] Kriminalroman

Der Inhalt dieses Romans, des neuesten aus der Feder des bekannten und beliebten Schriftstellers und Weltreisenden, WILLIAM HILLER, zwingt den Leser in den Bann des Geschehens, läßt ihn teilnehmen an dem heroischen Kampf gegen einen vielfachen Mörder, der im Besitz magischer Fähigkeiten und eines geheimen Wirkstoffes ist, der ihm Gewalt und Macht über alle Menschen dieser Erde gibt.

Ein amerikanischer Wissenschaftler hat einen tödlichen Wirkstoff entdeckt, der in unheimlicher und unabwendbarer Weise den Tod der gesamten Menschheit bedeutet, wenn er zur praktischen Anwendung gelangt. Unheimlich und über alles menschliche Maß hinausreichend ist die Gestalt des Erfinders, der durch die in seinen Händen liegende Macht zum Werkzeug der Dämonen wird. Doch die Menschlichkeit siegt über den Wahnsinn des Verbrechens.

William Hiller ist seit vielen Jahren als Verfasser ungemein spannender, weit über dem Durchschnitt stehender Kriminal- und Abenteuer-Romane einem ständig wachsenden Leserkreis allzu bekannt, so daß es keiner Betonung dieses Umstandes bedarf. Mit sieben Weltreisen in alle Länder der Erde ist er der am weitesten gereisten und einer der am meisten gelesenen deutschen Schriftsteller. Die hohe Qualität seiner Bücher steht über jedem Zweifel.

Sein neuestes Buch wendet sich an alle Liebhaber guter Kriminalromane, besonders an diejenigen Leser, die allgemein gültige menschliche Probleme von hoher Warte aus behandelt sehen möchten.

Vorwort des Autors:

Im Jahr 1933 wurde einer Film-Gesellschaft in Hollywood von einem anonymen Autoren durch die Vermittlung eines literartischen Agenten ein Film-Manuskript angeboten, das unter den Film-Autoren der Gesellschaft, zu denen ich enge Beziehungen unterhielt, und denen die Prüfung des Manuskriptes auf seine Tauglichkeit für eine Filmproduktion oblag, einiges Aufsehen erregte, denn der Verfasser hatte die Behauptung aufgestellt, daß die in dem Manuskript gemachten Angaben, soweit sie den "Skalper" betrafen, auf Wahrheit beruhen; er hätte nur Namen und Ort geändert. Es wurde von den Film-Autoren vermutet, daß das Drama in Wirklichkeit in London spielte, und daß der "Skalper" niemand anderes als "Jack the Ripper" (Jack, der Bauchaufschlitzer) war, der vor einigen Jahrzehnten durch seine sinnlosen Morde nicht nur London, sondern die ganze Welt in Spannung und Aufregung versetzte.

Da das Manuskript von den Film-Autoren als zur Zeit für einen Film untauglich erklärt wurde, da es zu grausam und erschütternd war und auch die von dem "Skalper" gemachten Prophezeiungen das Publikum nur beunruhigen würden, erwarb ich es von dem literarischen Agenten mit allen Rechten, in der Absicht, die Bearbeitung als Kriminalroman zu übernehmen. Durch zwei Weltreisen und andere Unternehmungen wurde ich bisher daran gehindert, meinen Vorsatz zur Ausführung zu bringen. Ob die in dem Manuskript gemachten Angaben auf Wahrheit beruhen, oder ob sie der Phantasie eines begabten Romanschriftstellers entsprungen sind, entzieht sich meiner Kenntnis, und ich möchte darüber kein eigenes Urteil abgeben.

In seiner Berechnung des Weltuntergangs steht der "Skalper" nicht allein unter den Propheten. Auch Graf Brockdorf bringt in seinem Buch "Die uranische Weltwende" (1932) die dämonische Entwicklung auf der Erde seit dem Jahre 1911 mit dem Halley'schen Kometen in Zusammenhang, der "mit seinem langen, gasartigen Schweif die Erde einhüllte und Dämonen, neuartige schädliche Insekten und Bakterien auf der Erde absetzte", und der nach astrologischen Berechnungen im Jahre 1987 wieder in die Nähe des Planeten Erde kommen wird.

Unsere Zeit bringt so viele Entdeckungen, Erfindungen und Neuerungen auf allen Gebieten der Forschung, Wissenschaft und Technik hervor, daß wir uns über nichts mehr wundern. Der zweite Weltkrieg hat vieles verwirklicht, was in diesem Buch als Prophezeiung ausgesprochen wird.

Während der vergangenen fünfzig Jahren, seit Thomas Edison die Elektrizität in den Dienst der Menschheit stellte, wurden mehr phänomenale Entdeckungen, Erfindungen und Fortschritte auf allen Gebieten erziehlt, als während zweier Jahrtausende vorher. Es wird Theoretikern und Optimisten nicht anderes übrig bleiben, und ihnen auch nicht schaden, den Einzelheiten der Enthüllungen über die Hintergründe des Falles "Die Skalper-Morde" mit offenen Augen gegenüberzutreten.

Die Welt ist in einem ständigen, mit Riesenschritten fortlaufenden Wachstum begriffen, und der Geist der Zeit stellt neue Anforderungen an uns, denen wir nicht aus dem Wege gehen können und wollen. Der Fortschritt auf allen Gebieten in wenigen Jahrzehnten ist derart überwältigend, daß wir zweifelsohne am Beginn eines neuen Zeitalters stehen, das um die Jahrtausendwende seinen Anfang nahm. Es liegt durchaus im Bereich der Möglichkeit, daß Menschen und Tiere durch Injektionen gewisser Elemente, durch Atomkräfte und ihre Auswirkungen, durch Radium- und andere Bestrahlungen, oder durch Eingriffe und Beeinflussungen und durch Drüsenverjüngung zu Supermenschen werden, die Dinge vollbringen - gut oder böse - die unsere Vorfahren und die Alten unter uns noch als überspannte Hirngespinste abtaten. Wenn das die Morde des Skalpers umgebende Geheimnis gelüftet und dieser seltsame Fall weiten Kreisen bekannt geworden ist, wird er wahrscheinlich als Markstein und Etappe unter den menschlichen Erfahrungen hervortreten und weitere unter strenger wissenschaftlicher Kontrolle geführte Versuche und Experimente ermutigen (oder entmutigen?). (W. H.)

ELKA-VERLAG - VERLAG JOHANN WILHELM NAUMANN - AUGSBURG

[ OA | 1952 | 227 S. | 18,5 x 13 | Farb. ill. Supronyl m. SU: DM 5,80 ] +

[ up laut utopica ]

Rezensionen / Materialien:

  • Der bekannte Schriftsteller läßt seine Leser diesmal teilhaben an einem unheimlichen, grauenerregenden Geschehen. Ein dämonischer Mensch, der mit großen Fähigkeiten begabt ist und zudem einen magischen Wirkstoff von ungemein großer Tragweite besitzt, wird zum Massenmörder, ohne daß man ihn fangen kann. Mit Hilfe des Wirkstoffes, der den Tod der Menschheit in sich trägt, kann er alles zwingen. Schließlich aber siegt über all das Unmenschliche doch die Menschlichkeit. Hiller hat es wieder, wie schon so oft, verstanden, mit seinem Buch einen großen Leserkreis anzusprechen.

    (VZ in: Der Leihbuchhändler Jahrgang 1953 · Seite 45)