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Autor Richard Koch
Titel Weltraumgespenster
Ein utopischer Roman
Verlag Marsverlag Solingen / Rheinland
Jahr 1955
Titelbild Rolf Wansart
Titelbild 2 Hannes Limmer
Nachdrucke
  • 1957: AWA-Verlag, München. Reihe "Astron-Bücherei": "Weltraumgespenster. Zukunftsroman". Ln m. SU, o. J., 8°, 256 S. Leicht gekürzte, teilweise umformulierte Neuausgabe.
  • 1958: AWA TB # 51. AWA-Verlag, München. NA, o. J., 220 S.  
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    RICHARD KOCH [ 1895-1972! ] [ alias H. C. Nulpe ]

    WELTRAUMGESPENSTER

    Ein utopischer Roman

    Dieser Roman gehört zu einer Literaturgattung, die man in Amerika "science fiction" - erdichtete Wissenschaft - nennt, deren Handlung in weitesten räumlichen oder zeitlichen Fernen spielt.

    Der Flug des Raumschiffes "Albatros" im Jahre 2007 zum Mars scheint zunächst nur die Vorstellungen zu bestätigen, die man sich bisher von der Beschaffenheit des roten Planeten gemacht hat, von einer abgestorbenen Einlöde eiskalter Wüsen und Tundren, welche die schwächere Sonne nicht ausreichend erwärmt, um höheres Leben zu ermöglichen. Doch dann folgt Überraschung auf Überraschung. Die Forscher erhalten genauen Einblick in die Schicksale einer längst versunkenen Welt auf eine Weise, die anfangs wie ein übersinnliches Erlebnis anmutet, sich aber dennoch mit den gültigen Naturgesetzen vereinbaren läßt.

    Durch ein atemberaubendes Ereignis wird der Expeditionsleiter mit drei Männern der Albatros-Besatzung in Planetenwelten versetzt, die Milliarden Kilometer hinter allen uns vorstellbaren Räumen liegen. Sie erleben dort Abenteuer von grenzenloser Phantastik. Wie es den Verschollenen dann doch gelingt heimzukehren, bildet den Stoff der weiteren Erzählung. Sie kommen nicht allein zurück, sondern als Gefangene einer fremdartigen Weltallrasse, deren Fähigkeiten und Eigenschaften ihnen nur sehr unvollkommen bekannt sind.

    Das zeigt sich, als die Rollen vertauscht werden und die fremden Geschöpfe plötzlich Gefangene der Heimkehrer sind. Weltraumgespenster richten in der arktischen Nacht einer grönländischen Flughafenstadt und auch sonst an verschiedenen Orten der Erde Verwirrung und Unheil genug an, um die Überzeugung von einer allgemeinen Gefahr wachzurufen, die alle Völker betrifft. So wird zu guter Letzt doch noch etwas Erfreuliches erreicht, Einstellung der Streitigkeiten und Zusammenschluß gegen eine Bedrohung von außen.

    Bei der Schilderung der Geschicke der Heimkehrer aus einer exotischen Ferne ist ein Thema angeschlagen, das sich schon in der ältesten Abenteuererzählung der Welt findet, der von der Heimkehr des Königs Odysseus in seine Heimat Ithaka. Die Ähnlichkeiten gehen noch weiter. Solche spannungsgeladenen Schilderungen abenteuerlicher Erlebnisse und unbegreiflicher Naturereignisse haben zu allen Zeiten ihre Leser gefunden, nicht bloß bei der Jugend, auch unter reifen Menschen, weil sie einem innersten Bedürfnis entgegenkommen. Nur daß sie damals von abenteuerlichen Meerfahrten auf der unerforschten Erde, heute entsprechend der Ausweitung des Horizonts und der Entwicklung der Wissenschaft und Technik von Reisen in Weltallfernen handeln, die uns noch verschlossen sind.

    MARSBÜCHER MUSS MAN MITNEHMEN!

    MARSVERLAG - SOLINGEN / RHEINLAND

    [ OA | 1955 | 288 S. | 19 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl mit rotem Kopfschnitt u. Schutzumschlag: DM 6,80 | Titelbildentwurf: Rolf Wansart ] +=

    [ Dieses Leihbuch wurde 2 Jahre später - leicht gekürzt und überarbeitet im AWA-Verlag, München unter dem Titel "Weltraumgespenster. Zukunftsroman" neu aufgelegt. ]

    Rezensionen / Materialien:

  • H. J. Alpers: "Richard Koch. Eine Autorenbiographie". in: QUARBER MERKUR # 12 - Juli 1967.

  • zu den Lebensdaten von Richard Koch siehe die Anmerkungen nach dem Klappentext bei Koch's erstem Roman "Plan von Polaris".