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Autor Fedor Cevlovsky
Titel Ceron · Das Geheimnis am Gosausee
Ein technischer Zukunftsroman
Verlag Bernhard Recla Verlag, Graz
Jahr 1946
Titelbild F. Laessig
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

FEDOR CEVLOVSKY

CERON · Das Geheimnis am Gosausee
Ein technischer Zukunftsroman

Klappentext:
Die Auswertung der Atomenergie revolutioniert die Weltwirtschaft. Das ist das Thema dieses spannend geschriebenen technischen Zukunftsromanes. Ceron ist das neuentdeckte Wunderelement. Wird seine kolossale Kraft zum Segen oder Fluch für die Menschheit werden? Im atemberaubenden Tempo läßt uns der Verfasser den unerbittlichen Kampf um dieses neue Machtmittel miterleben. Ein unerhörtes Buch, erfüllt von Menschenschicksal und abenteuerlichen Ereignissen. Es ist das Spannendste, was man je gelesen.

Vorwort:
Eine kleine Gruppe von Gelehrten hat das Element Ceron entdeckt. Das ist das Element der Atomenergie, das bei minimalem Umfang einen maximalen Effekt besitzt. Dieser Effekt übertrifft millionenfach alles, was sich bisher in den Händen der Menschheit befand. Die Maschinen, mit Ceron betrieben, senden drahtlos die Elektrizitätsengergie in unbeschränkten Mengen. Alles hängt von der Dosis ab, ob es wohltuend oder tödlich wirkt. Mit Hilfe des Cerons läßt sich die Wärme in Form einer Flüssigkeit konzentrieren. Dadurch wird ein Leben im ewigen Eis der Arktis ermöglicht. Ceron besitzt die Eigenschaft, die Atmosphäre zu verdünnen oder an einem bestimmten Ort einen derartigen Druck entstehen zu lassen, daß beispielsweise ein feindliches Flugzeug ins Bodenlose stürzt oder durch einen Wirbel herabgerissen wird.

Die in einem Friedenskomitee vereinigte Gruppe der Gelehrten konnte sich nicht entschließen, einer Regierung ihr Geheimnis anzuvertrauen. Sie hat befürchtet, daß irgendein Wahnsinniger, der die Macht in die Hände bekommt, diese Erfindung zu einem furchtbaren Mittel, das seinen egoistischen Zielen dienen würde, verwenden wird. Anfangen zu arbeiten? Es wäre unmöglich, das Geheimnis zu bewahren, das dann die Geschäftswelt ihres spekulativen Verdienstes wegen zu durchdringen versuchen würde. Eine Gruppe selbstentsagender Leute faßt den heroischen Entschluß, sich in das ewige Eis des Nordpols zurückzuziehen, um dort, weit von der Menschheit, eine solche Verwendung der Atomenergie des Cerons zu erfinden, die jeden Mißbrauch ausschließt. In schottischen Schiffswerften hatte man einen besonderen Eisbrecher in Auftrag gegeben. Um unbeachtet zu bleiben, waren die nötigen Materialien, Einrichtungen und Vorräte von verschiedenen Ländern erworben worden.

Es vergingen einige Jahre, bis in der Nähe des Nordpols eine Basis geschaffen war. Dort hat man zuerst ein Spezialflugzeug ausgebaut, das den Namen "Ceron" trug. Es standen viele Jahre friedlichen Schaffens bevor. Das Flugzeug sollte nur als Verbindung mit der Welt dienen. Aber das Schicksal hat es anders entschieden. Für die Spekulanten ist Europa zu arm und zu klein geworden. Sie bereiten einen großen Konflikt zwischen Europa und Asien vor, um mit einem Schlag reich zu werden. Presse, Schwerindustrie, Literatur, Musik und Kirche, alles wurde ausgenützt, um Feindseligkeit unter den Völkern der Welt zu verbreiten. Als die Lage kritisch geworden war, war die Welt einem kochenden Kessel gleich. Jeden Augenblick konnte die Erdkugel in Brand gesetzt werden. Man mußte rasch etwas unternehmen, um den Weltfrieden zu bewahren, und Ceron trat auf die Weltbühne.

Impressum: © 1946 by Bernhard Recla Verlag, Graz · Umschlagentwurt von N. Cevlovsky · Satz, Druck und Einband: Wiener Verlag, Wien XII · Genehmigt vom Ausschuß zur Überprüfung des Presse- und Verlagswesens · Druckerlaubnis erteilt vom PWB. am 5. März 1946.

Vermerk auf Schutzumschlag: Entwurf und Ausführung des Schutzumschlages: F. Laessig, Graz-Leoben · 4-Farbenklischee: Fa. Rasteiger, Graz · Druck: Obersteirische Druckerei, Leoben.


BERNHARD RECLA VERLAG · GRAZ

[ OA | 1946 | 186+1=187 S. [7-187] | 21 x 15,5 | Pappband mit farbig illustriertem Schutzumschlag +++ Kartoniert m. SU | mit einem Vorwort auf Seite 5-6 ] +=

  • Nach einem Hinweis des Antiquariats Krikl, Wien wurde das Buch in 2 Versionen gedruckt. Die andere Version enthält zusätzlich 5 Illustrationen von F. Laessig - im Buchimpressum kenntlich durch die Angabe "Umschlagbild und Zeichnungen: F. Laessig".

    [ Bloch² # 611 | Illmer-73 | (beide listen die illustrierte Ausgabe) | Serowy # 221-1 | TG-Katalog-22 ]

    Materialien / Rezensionen:

  • Franz Rottensteiner in: Franz Rottensteiner / Michael Koseler (Hg.): "Werkführer durch die utopisch-phantastische Literatur" · Corian-Verlag, Meitingen · Lose-Blatt-Sammlung · 20. Erg. Lfg. Juli 1996:

    "CERON ist einer der ersten Zukunftsromane, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich erschienen, 'genehmigt vom Ausschuß zur Überprüfung des Presse- und Verlagswesens', der gewiß die literarische Qualität nicht überprüft hat, denn der Roman muß eines der naivsten Werke sein, die je das Licht der Welt erblickt haben ... CERON ist eine kaum glaubliche Blüte naiven Schrifttums, geschrieben in einem merkwürdigen Deutsch, mit einer wirren Handlung und Gedanken, die man mehrmals lesen muß, um sie auch nur entfernt zu verstehen."

  • Hans Kögler: "Österreichische SF-Heftreihen von 1948 bis 1965: Ceron" auf "zauberspiegel-online.de":

    "Dieser Roman ist 1946 als damals einziger Roman des Recla Verlages erschienen. Als Autor firmiert Fedor Cevlovsky, offensichtlich ein Pseudonym, das niemals mehr verwendet wurde ...

    Das Vorwort sagt eigentlich schon alles Wesentliche zu dem neuen Wunderelement Ceron aus und wozu man es verwenden kann.

    Der Rest des Romans ist eine Mischung aus Zukunftsroman, Agentenroman, vermengt mit einer tragischen Liebesgeschichte. Dazu das Bestreben eines Diktators, die Kolonie der Wissenschaftler militärisch zu vernichten, was aber gründlich schiefgeht und mit dem Sturz des Diktators endet. Und das Ganze noch mit etwas Sozialromantik verbrämt, wie die Arbeiter von den Konzernen ausgebeutet werden und verarmen."