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Autor P. C. Ettighoffer
Titel Atomstadt
Roman
Verlag Karl Glöckner Verlag, Bonn
Jahr 1949
Titelbild E. Hoss
Titelbild 2 E. Hoss
Nachdrucke
  • 1950: Schönleitner Verlag, Linz · HLn (mit rotgeprägtem Deckel- und Rückentitel) · 8° · 346 S. 
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    P. C. ETTIGHOFFER
    [ Paul Coelestin Ettighoffer (1896-1975) ]

    ATOMSTADT

    P. C. Ettighoffer legt mit "Atomstadt" seinen ersten großen Roman nach dem Kriege vor. Es ist kein Zukunftsroman, wie vielleicht der Titel vermuten läßt, sondern ein Buch um brennend gewordene Probleme der Gegenwart.

    Zwischen Urwald und Tundra hat der Bauer Matti Lassila der harten Erde Lapplands ein Mustergut abgerungen. Auf seinem Grund und Boden aber wird ein bedeutendes Uranvorkommen entdeckt. Wo früher die Erdfrucht unter der Mitternachtssonne reifte, entsteht die Atomstadt, eine moderne, fiebernde Großstadt, in der sich die Menschen bewähren oder in der sie verderben.

    Das ist der Ausgangspunkt für eine farbige und spannende Romanhandlung, die Ettighoffer mit der ihm angeborenen Erzählergabe vor uns ausbreitet. Ein Buch zur Unterhaltung und zum Nachdenken zugleich.

    Impressum: © 1949 by Karl Glöckner Verlag Bonn · Umschlag- und Einbandentwurf E. Hoss, Bonn · Satz: Stock & Co., Opladen · Druck und Bindearbeiten: Enßlin-Druck, Reutlingen.

    KARL GLÖCKNER VERLAG · BONN

    [ OA | 1949 | 346 S. | 20 x 12,5 | Halbleinen m. blaugeträgtem Deckel- und Rückentitel und SU: DM 8,80 ] +=

    [ Bloch² # 903 | TG Katalog-32 | Illmer-99 | Serowy # 355-1 Ehrig-Bestandskatalog # 12-33 (Juli 2009) | dnb + ]

    Rezensionen / Materialien:

  • "oe" in: "DER LEIHBUCHHÄNDLER" Jahrgang 1951, Seite 46:

  • "Vor 15 Jahren hätte man Ettighoffer mit diesem Roman noch Jules Verne oder Hans Dominik gleichgestellt. Heute erscheint die Schilderung des Emporschießens einer "Atomstadt" inmitten der Weiten Lapplands längst nicht mehr so phantastisch, wenn der Gang der Ereignisse auch ein anderer sein mag, als ihn Ettighoffer beschreibt.

    Auf dem Mustergut des Bauern Lassila entdeckt ein deutscher Ingenieur Uranvorkommen. Diese Entdeckung versetzt die Welt in Aufruhr, und inmitten der lappländischen Einsamkeit wächst die Atomstadt in atemberaubenden Tempo, vergleichbar dem Wachsen San Franciscos zur Zeit des großen "goldrush", eine fieberhafte Großstadt, Brennpunkt der Welt, Herberge von Glück und Laster, Betrug und ehrlicher Arbeit, Blühen und Verderben. Ein Buch krasser Gegensätzlichkeiten: hier die Weite der Tundra, das karge Leben des finnischen Bauern, das Land der Mitternachtssonne, Lappen, Pelzhändler, Renntierherden, alte Volksbräuche, dort Atomkraftwerk, hastendes Getriebe, Wolkenkratzer, modernste Technik.

    Bedeutet die Nutzbarmachung der im Atom enthaltenen riesigen Energien den Menschen Glück oder Untergang? - Das ist die Frage, die aus jeder Seite des Buches klingt. " . . . und Atomstadt, Gebilde von Menschenhand, wird nur eine Sekunde gewesen sein in der jahrtausendealten Geschichte Lapplands." So versucht Ettighoffer diese Frage zu entscheiden.

    Zweifellos ein spannungsreiches und interessantes Buch, zudem wertvoll durch die Schilderungen aus der Geschichte und dem Leben Lapplands. Aber doch eine etwas oberflächliche Behandlung des Problems, das uns heute bewegt, vor allem eine recht ungenaue, z. T. unrichtige Darstellung der Atomenergie und ihrer Entstehung. Aber in allem: ein spannender Zukunftsroman!"