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Autor Bruno S. Wiek
(Walter Troppenz)
Titel Flucht aus dem Jenseits
Kriminalroman
Verlag Paul Schlösser Verlag Braunschweig
Jahr 1949
Originaltitel Kein utopisch-phantastischer Titel !!!
Originaljahr 1939
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

BRUNO S. WIEK  [ Walter Troppenz (1897-?) ]

FLUCHT AUS DEM JENSEITS
[ Ein Greame Lorimer Kriminalroman - NICHT utopisch-phantastisch !!! ]

Das scheinbar Unmögliche wird zur Tatsache: Douglas Nestor, berüchtigter Schwerverbrecher, wegen zahlreicher Morde zum Tode verurteilt und im "Grauen Büffel von Illinois" vor wenigen Wochen auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet - dieser Nestor taucht plötzlich in London auf.

Oder sollte der Tote einen Doppelgänger gefunden haben, der sein Schreckenswerk fortsetzt? Die Logik läßt nur einen solchen Schluß zu; aber die Tatsachen reden eine andere Sprache. Gemeinsam mit Kommissar Baxter, genannt "Tiger-Ben", versucht Greame Lorimer, den unheimlichen Gegner zu Strecke zu bringen und das Rätsel der "Flucht aus dem Jenseits" zu lösen . . . !

PAUL SCHLÖSSER VERLAG - BRAUNSCHWEIG

[ NA | 1949 | 250 S. | 20 x 13,5 | HLn m. SU ]

[ ddb-/gbv+ | Bloch² # 3391 *** ]

[ *** Bloch notiert diese Nachkriegsausgabe als Erstausgabe. Tatsächlich ist der Roman bereits 1939 im Auffenberg Verlag, Berlin erschienen: Walter Troppenz "Nestors Flucht aus dem Jenseits". Ln u. Kt. 8°. 255 S. (ddb+) ]

[ Obgleich im "Bloch" gelistet, ist "Flucht aus dem Jenseits" kein einschlägiger up-Titel:

"Die frühe deutsche Science Fiction ist noch immer weitgehend unerforscht, längst nicht alle einschlägigen Werke der SF oder Phantastik identifiziert, geschweige denn, dass die in Zeitschriften und Jahrbüchern verstreut abgedruckten Erzählungen bibliographisch erfasst wären. Ganz anders im anglo-amerikanischen Sprachraum, aber zu viel ist durch den Brand deutscher Städte vernichtet worden.

Einzelkämpfer wie Robert Bloch haben verdienstvolle Arbeiten geleistet, aber bei der Lektüre stößt man immer wieder auf Fehlbeurteilungen, die sich daraus ergeben, dass viele Werke offensichtlich nicht gelesen wurden.

So führt Bloch einen Kriminalroman von Bruno S. Wiek, dem Autor mehrerer utopischer Romane, "Flucht aus dem Jenseits" (1949) an; dieser Roman ist aber erstens eine Neuauflage des Buches "Nestors Flucht aus dem Jenseits" (1939), und zweitens geht es in dem Buch nur darum, dass ein angeblich auf dem elektrischen Stuhl hingerichteter Mörder wiederkehrt, um Rache zu üben. Es ist jedoch keinerlei Jenseits involviert, der Mann wurde einfach für tot gehalten, war es jedoch nicht."

(Franz Rottensteiner: "Vorwort" in: "QUARBER MERKUR - Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik" # 105/106. 2007: EDFC, Passau (Seite 5-6). ]