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Autor Michael Van Zoorn
(Hans Geisler)
Titel Der heilige Wohltäter
Kriminalroman
Verlag Helena-Verlag
H. Schmitz Mannheim
Jahr 1956
Originaltitel Grenztitel
Titelbild Henriette (?) Ranitz (?) / Ranuth (?)
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

MICHAEL VAN ZOORN
[ Hans Geisler (1910-1993) · alias James Robertson · alias Stephan Hansen · alias Johann Jira ]

DER HEILIGE WOHLTÄTER

[ Kriminalroman mit utopisch-phantastischen Motiven ]

Ein Kriminalroman unserer neuen Serie, die bereits begeisterten Zuspruch fand, legen wir hiermit vor.

Einer der delikatesten Fälle in der Kriminalistik der amerikanischen Union rollt hier vor Ihren Augen ab. Ein Fall der New Scotland Yard und das Foreign-Office beschäftigt. Die besten Spezialisten stehen vor einem Rätsel, als bekannte und berühmte Männer New Yorks spurlos verschwinden.

Auch dieser Roman eine Spitzenleistung unter den Kriminalromanen.

Lesen Sie selbst, dann werden Sie von den spannenden und turbulenten Handlungen begeistert sein.

Ihr

HELENA-VERLAG - H. SCHMITZ - MANNHEIM

[ OA | o. J. (~ 1956) | 256 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl ] +

[ ddb- ]

[ Der "Heilige Wohltäter" - der typische "mad scientist" der Science Fiction - experimentiert mit dem Bewußtsein von Menschen. Allerdings geht es ihm "um Höheres - um die Maxime von der Wanderung der unsterblichen Seele . . . jedenfalls war es notwendig, Menschen zu finden, die mit der Seele eines Kindes und der Reife eines Erwachsenen in der Lage sind, das Geheimnis der Druiden in sich zu sammeln und es in andere gläubige Seelen einzupflanzen oder es in ihnen wieder zu erwecken."

In London verschwinden innerhalb kürzester Zeit sechs junge Männer - "in allen Fällen handelt es sich um besonders begabte junge Männer der verschiedensten Berufe, einen äußerst erfolgreichen Beamten des Geheimdienstes, einen Chemiker, der eine geradezu epochale Entdeckung gemacht hat . . . junge Männer, die alle bereits eine gewisse Bedeutung erlangt hatten".

Diese Entführungen sind das Werk des "Heiligen Wohltäters" - "des genialsten oder wahnsinnigsten aller Verbrecher" . . . ein Arzt, dem die Approbation entzogen wurde.

"Es handelte sich um Vivisektion an Menschen. Ich habe Gehirnforschungen betrieben. Ich vermute, daß ich sogar eine gewisse Bedeutung erlangt hätte, wenn ich trotz der damaligen Demütigung meine Entdeckungen veröffentlicht haben würde. Ich ging stattdessen nach Niederländisch-Indien, wo ich zufälligerweise auf ein Mittel stieß, das bedeutsamer war, als sämtliche empirischen Untersuchungsmethoden: es handelt sich um die Möglichkeit, das menschliche Erinnerungsvermögen von einem bestimmten Zeitpunkt an restlos und für immer auszulöschen . . . "

" Der Mensch gerät in einen geistigen Zustand, den man am ehesten als kindisch bezeichnen könnte . . . in körperlicher Hinsicht treten weder sofort noch später irgendwelche Veränderungen auf . . . ich habe einen so behandelten Eingeborenen mehrere Jahre wie ein Kind ausbilden lassen . . . dieser Mann besitzt für mich allerdings nur die Bedeutung eines Versuchstieres."

"Ich habe das Gift vor fünf Jahren in verschiedenen Fällen angewandt . . . an jungen, übrigens ausgesprochen unterbegabten Engländern, Söhnen einfacher Leute . . . ein weitgehender Versuch . . . sie leben alle . . . und erfüllen nach entsprechender Schulung in geistiger Hinsicht alle Anforderungen, die ich an sie als meine Diener stelle . . ."

"Sehen Sie, ich konnte nun daran gehen, weitere, diesmal hochbegabte Menschen ausfindig zu machen . . ."

Das utopisch-phantastische Element allerdings bleibt in dem Roman immer im Hintergrund, zunächst sind es nur Andeutungen, später dann ausführlichere Erklärungen der Motive und Taten des "Heiligen Wohltäters".

"Sie waren sich einig darüber, daß Dr. Cringles Taten ebenso als genial, wie als wahnwitzig bezeichnet werden konnten. Überwog der religiöse Wahn oder Drang des Genies, auf medizinischem und erkenntnistheoretischem Gebiet gänzlich neue Wege zu beschreiten."