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Autor Joe Mc Brown
(Hermann Ernst Falk, Hans-Joachim von Koblinski)
Titel Tod eines Astronauten
Kriminalroman ( KEIN up-Roman! )
Verlag Paul-Feldmann-Verlag OHG
Marl-Hüls
VerlagsNr. 1847
Jahr 1972
Titelbild nach einem Filmfoto
Titelbild 2 Filmfoto
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

JOE McBROWN
[ Verlagspseudonym · Autor hier vermutlich Hans Joachim von Koblinski ]

TOD EINES ASTRONAUTEN
Kriminalroman
(Kein utopisch-phantastischer Roman)

. . . mitten in dem feinen, rötlichen Kies lag ein Mann auf dem Gesicht. Er war vollkommen entkleidet. Sie wendeten den Körper und wichen vor Schreck zurück. Der Leib klaffte weit offen. Die Kiesel unter der Leiche waren rot . . .

. . . plötzlich schrie Raditsa Borland, die Frau des Astronauten, voller Entsetzen auf. "Er lebt . . .!"

. . . als sie heran waren, erkannte Evans den Toten auf den ersten Blick: es war Irving M. Ives, der Milliardär. Sein Gesicht war weiß und blutleer. Die halb geöffneten Augen schienen dem Sekretär wie in geheimem Einverständnis von unten her anzublinzeln.

Der junge Mann ergriff die Rechte seines Chefs und hielt sie einen Augenblick in der seinen. Die Hand war noch warm . . .

Zwei kurze Szenen aus dem neuen Roman von Joe McBrown, die für sich sprechen. Vom Inhalt dieses Romanes etwas zu verraten, hieße Spannung vorwegzunehmen.

Lassen Sie sich überraschen . . . TOD EINES ASTRONAUTEN ist ein Thriller, der es in sich hat . . .

Impressum: © by Paul Feldmann Verlag OHG, 437 Marl 2 und Autor · Verlags-Nr. 1847 · Gesamtherstellung: W. Riedel K.G., Menden/Sauerland.

[ OA | o. J. (1971-1972) | 238+1=239 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl m. SU ] +=

Zum Pseudonym "Joe McBrown":

  • Mit 203 Titeln - alle im Feldmann-Verlag bzw. im zur Feldmann-Verlagsgruppe gehörigen Zwei-Schwalben-Verlag erschienen - ist "Joe McBrown" die größte Krimi-Leihbuch-Reihe (Quelle: Kalbitz & Kästner).

  • Das Verlags-Pseudonym "Joe McBrown" wurde laut Jörg Weigand vor allem von Hans Joachim von Koblinski benutzt, aber auch Hermann Ernst Falk (und vermutlich auch andere) haben unter diesem Pseudonym geschrieben.

  • Der Autor dieses Buchs ist mit ziemlicher Sicherheit H. J. von Koblinski, der wahrscheinlich auch das Titelbild gestaltete und so - wohl mit Bedacht - einen up-Roman vorgaukelte.
    Das Titelbild hat - wie gar nicht selten bei Leihbüchern - mit dem Roman rein gar nichts zu tun.
    Der Titel triftt zu: lügt und lügt nicht! - es wird tatsächlich ein Astronaut getötet!

    Rezensionen / Materialien:

  • Jörg Weigand: "Träume auf dickem Papier" (1995): Seite 62-63: "Hans Joachim von Koblinski".

  • Ingo Löchel: "Hans Joachim von Koblinski" auf "zauberspiegel-online.de" (~2011):

    "Der Autor Hans Joachim von Koblinski war wohl einer der produktivsten Autoren der Leihbuch-Ära. Von 1950 bis 1976 veröffentlichte er über 1.700 Romane *** quer durch alle Genres. Angefangen vom Westernroman über den Frauenroman bis hin zum Kriminalroman ...

    ... 1952 gab Joachim von Koblinski unter dem Pseudonym GUNNAR KOLIN in dem TOM PROX-Roman # 47 (SCHWIERIGER AUFTRAG) sein Debüt als Heftroman-Autor ... Bis Mitte der 1950er-Jahre blieb er TOM PROX treu und schrieb zusätzlich auch Leihbücher zu der Western-Serie, so dass er schließlich seinen Job als Lokalreporter an den Nagel hängen konnte und seine Schreiberei zum Beruf machte.

    Ab den 1950er-Jahren begann Hans Joachim von Koblinski auch für den Leihbuchverlag Paul Feldmann zu schreiben und verwendete dabei u. a. Pseudonyme wie JOE McBROWN oder JIM KELLOG für seine Kriminalromane sowie DAGMAR VON KIRCHSTEIN für seine Frauenromane.

    1957 bot ihm der Paul Feldmann Verlag an, im Verlag auch als Lektor zu arbeiten. Zusätzlich war von Koblinski auch für die Covergestaltung im Kriminal- und Frauenromanbereich zuständig. So betreute der Autor, Lektor und Covergestalter monatlich zwölf Romanneuerscheinungen. Als der Paul Feldmann Verlag noch den ZWEI SCHWALBEN-VERLAG dazukaufte, kamen monatlich vier weitere Romanneuerscheinungen hinzu, die von Koblinski ebenfalls betreuen musste ...

    ... Auch als Autor war Hans Joachim von Koblinski für den Paul Feldmann Verlag weiterhin tätig. So schrieb er monatlich bis zu sechs Romane unter (verschiedenen) Pseudonymen ...

    ... Doch seine immense Produktion an Romanen hatte durchaus auch negative Seiten und Folgen. Seine teils ausufernde Produktivität führte zur Qualitätsminderung seiner Romane ... "

    Anmerkung zu ***: Abweichend dazu schreibt Jörg Weigand "insgesamt ergibt die Romanproduktion dieses einzelnen Autoren weit über 2.200 Titel".

    Ob bis zu 1.700 oder mehr als 2.200 Titel wird wohl nicht mehr mit Sicherheit eruierbar sein. Zum einen, da die Pseudonyme, unter denen H. J. v. Koblinski schrieb, auch von anderen Autoren benutzt worden sind! (Jörg Weigand listet allein 52, und mehr als die Hälfte davon als Verlags-Pseudonyme), zum anderen, weil wohl trotzdem auch nicht alle Pseudonyme, die Koblinski verwendete, bekannt geworden sind.

    Titelbild:

    nach einem Filmfoto mit u.a. Gabrielle Drake aus der 26-teiligen Fernsehserie "UFO" von 1970-71 (UK).
    In Deutschland 1971-72 gelaufen. (HK)

    (Szenenfoto: Cover 2 links)