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Autor Ernst von Khuon
(Ernst von Khuon-Wildegg)
Titel Helium
Roman
Verlag Hanns Reich Verlag, München
Jahr 1949
Titelbild Heinrich E. G. Mayr
Nachdrucke
  • 1950: als Hörspiel im SWF · Erstsendung am 24.01.1950 · Hörspielautor: Ernst von Khuon · Regie: Gerd Beermann · 63 min.
  • 1950: "Die Bunte Reihe - Volksbibliothek der Weltliteratur" Reihe 1, # 5: "Helium - Entfesselte Atomenergie bedroht die Erde" · Österreichischer Verlag, Wien · o. J. (1950) · 4° · 48 S.
  • 1973: "Heyne Science Fiction Classics" TB # 3327: "Helium - Ein klassischer Science Fiction-Roman" · Wilhelm Heyne Verlag, München · 157 S. · Cover: Karl Stephan. 
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
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    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    ERNST VON KHUON
    [ Ernst von Khuon-Wildegg (1915-1997) ]

    HELIUM

    Die Idee gab Otto Willi Gail. Personen und Namen dieses Romans sind frei erfunden.

    "Helium" ist der spannende Roman, der die Bedrohung unseres Sterns durch die von Menschen entfesselte Atomenergie schildert.

    Ernst v. Khuon bringt keine technische Utopie; er stellt das brennendste Problem unserer Zeit in eine erregende Handlung, die bis zum Schluß in Bann hält und zur Diskussion herausfordert.

    Die Personen diese ungewöhnlichen Buches sind die Menschen von heute. Die Handlung kann morgen schon Wirklichkeit sein.

    Impressum: © 1949 by Hanns Reich Verlag, München 13 · 1.-10. Tausend · Druck: Schwabinger Buchdruckerei M. Saupe & Co., München · Einband und Schutzumschlag: Heinrich E. G. Mayr, München.

    HANNS REICH VERLAG · MÜNCHEN

    [ OA | 1949 · 1.-10. Tsd. | 19,5 x 13 | 262 S. | Blauer Leinenband mit silbergeprägtem Deckel- und Rückentitel, mit farbig illustriertem Schutzumschlag: DM 7,50 | mit 2 Seiten Verlags-Werbung für die Sachbücher "Der Griff nach dem Atom" und "Physik der Weltraumfahrt" von Otto Willi Gail ] +

    [ TG Katalog-52 | Bloch² # 1699 | Illmer-149 | Serowy # 660-1 | dnb+ ]

    Klappentext der Taschenbuchausgabe im HEYNE Verlag:

    Generalprobe für den Jüngsten Tag.
    Die XZI, eine neue Raketenbombe, wird gebaut, sie stellt das Nonplusultra militärischer Vernichtungsmittel dar. Ernsthafte Wissenschaftler warnen davor, diese Superbombe zu erproben - andere wieder befürworten das Projekt. Sie bedenken nicht, daß Kräfte entfesselt werden können, welche die Existenz allen Lebens auf dem Planeten Erde gefährden.

    Ernst von Khuon · Der Autor, der heute als Chefreporter beim Südwestfunk tätig ist, hat Mondlandung und Raumstation mit überraschenden Details beschrieben, noch ehe die konkreten Pläne der Großmächte dazu veröffentlicht waren. In seiner Sendung "Erdtrabant Alpha kreist 1957" sagte er das Erscheinen des Sputniks zeitlich exakt voraus. 1970 übereichte ihm Wernher v. Braun als erstem und bisher einzigem Publizisten die "Goldene Hermann-Oberth-Medaille".

    Den Roman HELIUM hat Ernst v. Khuon 1947, also vor 26 Jahren, geschrieben. Das Prinzip der Wasserstoffbombe ist darin "getroffen". Daß der Leser bei der Romanfigur des Professor Zweiholz an Einstein denken soll, war beabsichtigt. Indes geht, wer in den Figuren Cziensky und Nathan die Akteure Teller und Oppenheimer erkennen möchte, "von Ähnlichkeiten aus, die rein zufällig sind". "Ich habe versucht", so v. Khuon heute, "die Verantwortlichkeit des Wissenschaftlers anzusprechen und mir polare Wissenschaftler-Typen dazu ausgedacht. Daß es sie und ihren Konflikt in diesem Zusammenhang tatsächlich gab, erfuhr ich erst später."

    Rezensionen / Materialien:

  • Hans Krah: "Weltuntergangsszenarien und Zukunftsentwürfe" (2004: Verlag Ludwig, Kiel).

  • Franz Rottensteiner in: Franz Rottensteiner / Michael Koseler (Hg.): "Werkführer durch die utopisch-phantastische Literatur" · Corian Verlag, Meitingen · Lose-Blatt-Sammlung.

  • Horst G. Tröster: "Science Fiction im Hörspiel 1947-1987" (1993: Deutsches Rundfunkarchiv):

    "Die Versuchszündung einer neuartigen Wasserstoff-Fusionsbombe droht einen atomaren Weltbrand zu entfachen. Die Weltlage ist gespannt. Beachtliche Uranfunde bringen immer mehr Staaten in den Besitz von Atomwaffen. Mit dem rapide wachsenden nuklearen Vernichtungspotential wächst die Gefahr eines Druckknopfkrieges. Angesichts dieser Bedrohung fällt es dem Atomphysiker Dr. Cziensky nicht schwer, die Politiker von der Notwendigkeit einer neuartigen Bombe zu überzeugen, deren eigentlicher Sprengstoff schwerer Wasserstoff ist. Eine als Zünder fungierende Plutoniumbombe soll eine Fusionsreaktion in Gang setzen, bei der analog der Prozesse im Inneren der Sonne Wasserstoff zu Helium zusammengeschmolzen wird. die Zerstörungswirkung einer solchen Waffe würde die Sprengkraft einer herkömmlichen Atombombe um ein Tausendfaches übertreffen. Unter dem innenpolitischen Druck gibt der Präsident seine Zustimmung zu dem Projekt »Helium«. Der Start der Raketenbombe XZ1 erfolgt auf Hawaii, von wo aus die aus eigener Kraft ihren 4000 Kilometer entfernten Zielpunkt im Stillen Ozean ansteuert, um den in einem Sicherheitsradius von 160 Seemeilen das Halbrund der Beobachtungsschiffe gruppiert ist. Doch schon nach der Hälfte der Flugzeit ist die XZ1 überfällig. eine der Radarleitstellen meldet eine starke Kursabweichung. Aber Cziensky will sich seinen Triumph nicht nehmen lassen. Obwohl die Bombe genau zwischen zwei der Beobachtungsschiffe zu stürzen droht, löst er in knapp 4000 Metern Höhe die Explosion aus. Die Folgen übertreffen die schlimmsten Voraussagen. Mit dem Wasserstoff aus dem Meer ist eine sich selbst erhaltende Kettenreaktion in Gang gesetzt worden.

    Ernst von Khuon schrieb den Roman, der dem Hörspiel zugrundeliegt, 1947 - zwei Jahre nach Hiroshima und fünf Jahre vor der Zündung der ersten Wasserstoffbombe durch die Amerikaner auf dem Eniwetok-Atoll."

    (Besprechung des SWF-Hörspiels)