18861886
Autor Ralph Edwards
Titel Mord im Jenseits
Kriminalroman
Verlag Bewin-Verlag
B.Winterbach K.G. Menden/Sauerland
Jahr 1958
Originaltitel Grenztitel
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

RALPH EDWARDS

MORD IM JENSEITS
Kriminalroman mit okkult-phantastischem Element

Im Luxushotel "Desert" in Las Vegas geht ein Mörder um. Zunächst ist es eine schöne Frau, die ihm zum Opfer fällt, man findet sie nachts im Abendkleid auf dem Grunde des Schwimm-Bassins. Je weiter die Polizei mit ihren Ermittlungen gelangt, desto rätselhafter wird der Fall. Man stellt fest, daß die Tote im Trance-Zustand einem Herzschlag erlag. Das Hotel wird für Tage und Nächte zum Schauplatz eines geheimnisvollen Treibens, bei dem es vor allem um den Besitz eines parapsychologischen Buches geht. In diesem umkämpften Buch wittert der Privatdetektiv sogleich den Schlüssel zur Aufklärung des Verbrechens.

Noch erwehrt sich der Mörder aus dem Dunkel mit List und Gewalt aller Spürhunde. Ein zweiter Mord scheint den Fall nur noch mehr zu verwirren. Warum mußte Fred Murphy, der Exboxer, sterben? Frank Sanders hat eine Ahnung und verfolgt zäh eine Fährte. Wird er auf ihr eher das Ziel erreichen als die Polizei, die ebenso hartnäckig den Verbrecher sucht?

Ein erregender, spannungsgeladener Kriminalroman, mit Esprit erzählt und voller verblüffender Pointen.

Impressum: © by Bewin-Verlag Menden · Gesamtherstellung W. Riedel KG. Menden.

BEWIN-VERLAG GMBH. · MENDEN / SAUERLAND

[ OA | o. J. (um 1958) | 273+1= 274 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl m. SU | mit Verlagswerbung auf der rechten Umschlagklappe (siehe Cover 2) ]

[ Bestandskatalog der Sammlung Ehrig # 11 (Mai 2009) | Kalbitz/Kästner # 1430 | dnb+ ]

Ein Blick ins Buch:

"Gleich auf meiner ersten Station machte ich eine aufsehenerregende Entdeckung. Cramer hatte vor Wochen mit großem Propagandaaufwand eine Seance abgehalten. Seine Geliebte hatte sich als Medium zur Verfügung gehalten ...

... Auf der Seance ging es nämlich um das Problem der Seelenwanderung. Das Experiment wurde von einem Dr. Limasson geleitet. Er ist ein Anhänger der Idee, daß die Seele des Menschen beziehungsweise der Geist beim Tode nicht dem Körper entfällt, sondern weiterlebt. Und zwar als reine Inkarnation in einem fremden Körper. Er glaubt, daß ein besonders vorbereiteter, sensibler Mensch dazu befähigt sein müßte, sich in der Hypnose an sein früheres Leben zu erinnern. Um die Richtigkeit seiner Theorie beweisen zu können, willigte er in den Versuch ein. Es gelang ihm, Sheila Morton in hypnotischen Schlaf zu versetzen und sie über ihr angeblich früheres Leben auszufragen ...

... Sheila berichtete, daß sie früher in einem italienischen Dorf gewohnt hatte. Sie schilderte die Etappen ihres früheren Lebens in einer wohl großflächigen, aber doch unwahrscheinlichen Genauigkeit ...

... Zu diesem Zeitpunkt schilderte das Medium, daß sie an einer schweren Angina pectoris erkrankt sei. An dieser Stelle brach der Doktor die Seance ab ...

... Ich stelle mir vor, daß Al Stanley ... beschloß ... dieses Experiment zu wiederholen ... Im Gegensatz zu Limasson muß nun Stanley das Experiment nicht bei der Jahreszahl 1930 beendet haben. Er forderte gewissermaßen das Jenseits heraus. Zu diesem Zeitpunkt hatte Sheila Morton, sie hieß jetzt Sophia Fascetti, eine schwere Angina pectoris, wie wir wissen. Stanley fragte weiter. Sophia Fascetti schilderte bereits ihren beginnenden Todeskampf. Aber besessen von seiner Idee, fragte Stanley auch jetzt noch nach den letzten Erlebnissen.

Da setzte das Herz des Mediums aus. Die Genauigkeit, mit der Sheila Morton sich an ihr früheres Leben erinnert und es nachempfand, läßt den so unglaublich klingenden Schluß zu: In der Hypnose starb Sheila Morton den Tode der Sophie Fascetti nach und löschte damit auch ihr eigenes gegenwärtiges Dasein aus."

(Seite 270-272)

Es gibt noch noch zwei weitere Kriminalromane von Ralph Edwards mit dem Protagonisten Frank Sanders:

  • "Das zweite Ich" (1959: Astoria-Verlag · # 696) · nicht up
  • "Blaues Blut - weißes Pulver" (1959: Astoria-Verlag · # 724).

    Der Cover-Scan und der Klappentext wurden von Lars Dangel zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!