18891889
Autor Egon Friedell
(Egon Friedmann)
Titel Die Reise mit der Zeitmaschine
Phantastische Novelle
Verlag R. Piper & Co. Verlag, München
Jahr 1946
Titelbild Emil Preetorius
Titelbild 2 Tomi Ungerer
Nachdrucke
  • 1974: "Diogenes" TB # 81: "Die Rückkehr der Zeitmaschine" Phantastische Novelle · NA · Diogenes Verlag, Zürich · © 1974 (100/74/E/1) · 88 S. · Umschlagzeichnung von Tomi Ungerer.
  • "Egon Friedells Rückkehr der Zeitmaschine liegt hier, fast 30 Jahr nach der vergriffenen Erstausgabe, wieder vor."
  • 1988: "detebe-Klassiker" TB # 20177 · NA · Diogenes Verlag, Zürich · 100/88/36/8 · 88 S. · Cover: Tomi Ungerer.
  • 1994: "detebe" TB # 20177 · NA · Diogenes Verlag, Zürich · 60/94/36/8 · 88 S. · Cover: Tomi Ungerer.
  • 2009: "Diogenes" TB # 20177 · Neu-Auflage (unter alter Nummer) mit neuem Cover · Diogenes Verlag · 88 S.
  • 2009: "Greifen Fundstücke": "Die Rückkehr der Zeitmaschine" · NA · Greifenverlag zu Ludwigstadt und Berlin · © 2009 · Paperback · 95 S. · mit einem Inhaltsverzeichnis (S. 97/98).
  • 2011: als eBook in der Reihe "Meisterwerke der Literatur": "Die Rückkehr der Zeitmaschine" · Jazzybee-Verlag Jürgen Beck, Altenmünster · "Erweiterte Ausgabe" (um "Egon Friedell: Biografie und Bibliografie") · 106 S.
  • 2011: als eBook in der Reihe "Vergangene Zukunft" # 5: "Die Rückkehr der Zeitmaschine" · vss-Verlag Hermann Schladt, Frankfurt · Cover: Armin Bappert.
  • 2012: Print-on-Demand Ausgaben in verschiedenen Verlagen · z. B. Salzwasser-Verlag, Paderborn · Paperback · 72 S.
     
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
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    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    EGON FRIEDELL
    [ Egon Friedmann (1878-1938) · Der Autor ließ seinen Geburtsnamen 1916 in Friedell ändern ]

    DIE REISE MIT DER ZEITMASCHINE

    Anstelle des nicht vorhandenen Klappentextes ein

    Auszug aus dem Nachwort:

    ... Dem englischen Sozialisten H. G. Wells, der in seinen phantastischen Novellen und Romanen lockende Blicke in die mögliche Zukunft unseres Planeten warf, fühlte sich Friedell in manchen Zügen wesensverwandt. Bei der Schilderung der Zustände, in denen sich Frankreich zur Zeit der großen Revolution befand, erinnert sich Friedell des utopischen Romans "Die Zeitmaschine", in dem Wells den "Zeitreisenden" mit einer sinnreich konstruierten Maschine in die Zukunft segeln läßt. "Er fährt zunächst in ein fernes Jahrtausend, wo er zu seinem Entsetzen bemerken muß, daß die Menschheit sich in zwei Spezies gespalten hat: die einen, die Eloi, sind durch fortgesetzten Müßiggang zur höchsten Verfeinerung und Verschönerung, aber zugleich auf ein geistiges Niveau völliger Infantilität gelangt, die anderen, die Morlocks, sind durch ununterbrochen manuelle Tätigkeit zu affenartigen Höhlengeschöpfen, stupiden Arbeitsmechanismen geworden. Eine Ausgleichung findet dadurch statt, daß die Morlocks von Zeit zu Zeit die wehrlosen Eloi überfallen und auffressen." An diese Erfindung Wells' knüpft Friedell die geistreichen Phantasien des vorliegenden kleinen Buches, das er unserem Verlag übergab.

    Friedell war allen fortschrittlichen Geistern seiner Zeit ein Freund. Seine "Kulturgeschichte" erregte Bewunderung und sogar die "Fachleute" zollten ihr Anerkennung. Durch Übersetzungen erwarb sie sich auch im Ausland hohen Ruhm. Friedell aber war jüdischer Abstammung. Als die SS. am 18. März 1938 in Wien in sein Haus eindrang, zunächst nur mit dem Befehl, seinen Bruder zu verhaften, sah er wohl das Schicksal, das ihm drohte. Er zog es vor, seinem Leben selbst ein Ende zu machen. So blieb ihm erspart, zu erleben, daß kurz darauf seine Bücher, die die Berliner Studenten schon 1933 der Verbrennung auf ihrem Scheiterhaufen gewürdigt hatten, verboten und von der Gestapo beschlagnahmt wurden. Seine Geschichte von der "Reise mit der Zeitmaschine" kann deshalb erst jetzt erscheinen.
    Februar 1946 · Der Verlag

    Impressum: 1946 · Published under Military Gorvernment Information Control License Nr. US-E-125, 6870th District Information Services Control Command, U.S. Army · Einbandentwurf von Emil Preetorius · Satz, Druck und Einband: R. Oldenbourg, München.

    R. PIPER & CO. VERLAG · MÜNCHEN

    [ OA | Februar 1946 | 132 S. | Grauer Pappband mit Deckelillustration | mit einem Nachwort des Verlags (S. 133-134) ]

    [ Bloch # 1052 | TG Katalog-34 | Illmer-107 | Serowy # 418-1 | dnb+ ]

    Klappentext der Diogenes Ausgaben:

    Eine literarische Kuriosität von Gewicht: Egon Friedell (Autor der "Kulturgeschichte der Neuzeit") fügte als ironische Hommage an H. G. Wells (Autor der "Outline of History") dessen Zeitmaschine seine Zweitmaschine zu.

    Nach unerhört lebhafter Korrespondenz mit Mr. Wells. (bzw. seiner Sekretärin, Miss Hamilton) kommt Egon Friedell einem weiteren Vertrauten der Zeitmaschine auf die Spur, der endlich das Geheimnis lüftet und von der letzten großen Reise mit der Zeitmaschine berichtet - darunter übrigens ein schrecklicher Besuch im Jahre (nein, nicht 1984, sondern) 1995.

    Rezensionen / Materialien:

  • Florian F. Marzin in: Franz Rottensteiner & Michael Koseler (Hg.): "Werkführer durch die utopisch-phantastische Literatur" · Corian-Verlag, Meitingen · Lose-Blatt-Sammlung: Grundwerk Februar 1989:

    "... Egon Friedell gelingt mit seinem kleinen Roman ... eine augenzwinkernde Fortsetzung von Well's berühmtem Roman. Es ist ein Spiel zwischen Ernsthaftigkeit und Persiflage der Zeitreisethematik, in dem es dem Autor gelingt, keinen der beiden Aspekte das Übergewicht gewinnen zu lassen. Der Bericht, den Transic liefert, ist ebenso mit pseudowissenschaftlichen Erklärungen versehen wie das Vorbild, während die Rahmenhandlung des Briefwechsels deutlich das satirische Element betont. In diesem fiktiven Briefwechsel sind eine Reihe von Spitzen gegen Wells, aber auch gegen den englischen Dramatiker G. B. Shaw eingeflochten ... "

  • Olaf Brill: "Die Logik der Zeitmaschinen: Zeitreise-Geschichten in der SF-Literatur. Mit einem Ausflug zu den Anfängen von Edward Page Mitchell und H. G. Wells" in: "phantastisch! - neues aus anderen welten" # 53 (Ausgabe 1 : 2014, 14. Jahrgang) · Seite: 54-61.