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Autor Gert Sandow
(Joachim Puhle)
Titel Zwischenfall im Mondexpreß
S. F.-Roman
Verlag Bewin-Verlag
B.Winterbach K.G. Menden/Sauerland
VerlagsNr. 912
Jahr 1966
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

GERT SANDOW
[ G. / G. J. / J. G. / Gerd / Gert Sandow = Joachim Puhle (*1929) ]

ZWISCHENFALL IM
MONDEXPRESS
S. F.-Roman

Eine merkwürdige Spannung lag im Panorama-Restaurant des Vaporum-Spaceport. Langsam senkte sich der mächtige Spaceliner "Earl of Atlantic" hernieder. Die mörderischen Flammengarben der Rückstoßdüsen entfesseln ein Feuerwerk ohnegleichen.

Da zuckt eine Stichflamme auf - und Sekundenbruchteile später explodiert das stolze Raumschiff mit einem Feuerwerk, das weniger anmutig aussieht. Die Menschen springen auf - ein Schrei des Entsetzens hallt durch die Halle. Dieses grausige Ereignis leitet eine Jagd ein nach Leuten, die bis dahin noch völlig unbekannt sind, auf deren Konto aber schon eine ganze Reihe von Attentaten dieser Art gebucht werden muß.

Doch der Sicherheitsdienst schläft nicht. Trotzdem sind die SDD-Männer maßlos verblüfft, als sie dank der Mitarbeit Inora Tsens ermitteln, daß die Unbekannten sich einer Waffe bedienen, von der man glaubte, daß sie noch geheim sei.

Es wird eine verbissene Jagd, erschwert durch die lebensfeindlichen Verhältnisse, die auf dem Mond nun einmal herrschen. Und immer wieder wird einem klar, wie wenig ein Leben dort mit dem auf der Erde gemein haben wird. Das Leben unter den Schutzkuppeln der Städte entbehrt vieles, das auf der Erde selbstverständlich ist, es entbehrt praktisch fast alles.

Heute noch stehen wir an der Schwelle der Raumfahrt, die uns Menschen die Äonen des Weltraums eröffnen. Noch ist es eine Sensation, wenn Kosmo- oder Astronauten wie White und Leonow ihre Raumschiffe verlassen, um sich zehn oder zwanzig Minuten im schwerelosen Nichts aufzuhalten. Raumschiffe, die in ihrer Winzigkeit noch lange nicht dem ähneln, das sich jeder von uns vorstellt. Aber wer wagt es heute noch zu sagen, SF-Romane wären Hirngespinste!

"Zwischenfall im Mond-Expreß" spiegelt - neben der Spionagehandlung - das Dasein derjenigen wider, die eines Tages - vielleicht schon in hundert Jahren - die technischen und wissenschaftlichen Stationen auf dem Mond besetzt halten müssen.

BEWIN-VERLAG / B. WINTERBACH K.G. Menden (Sauerland)

[ OA | o. J. (1966) | 256 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl m. SU (auch als farb. ill. Pappband) ]