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Autor Gert Sandow
(Joachim Puhle)
Titel Solaria
S.F. Roman
Verlag Bewin-Verlag
B.Winterbach K.G. Menden/Sauerland
VerlagsNr. 831
Jahr 1965
Originaltitel Hohlwelt Solaria
Originaljahr 1962
Titelbild 2 Rudolf Sieber-Lonati
Nachdrucke
  • 1962: (Originalversion) "UTOPIA Großband" Heft # 163: "Hohlwelt Solaria"· Erich Pabel Verlag, Rastatt · 77 S. · Cover: R. S. Lonati.
  • 1977: "ERBER Science Fiction" Heft # 17 (Doppelband): L. B. Schorn: "Solaria" (S. 1-42 S.) + Gert Sandow: "Das andere Land" (S. 43-96) · NA · © Anne Erber Verlag · Erber + Luther Verlagsgesellschaft Sasbachwalden.
  • "Solaria" von L. B. Schorn ist ein ungekürzter Nachdruck des UTOPIA Großbands "Hohlwelt Solaria" von Gert Sandow.
     
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    GERT SANDOW
    [ G. / G. J. / J. G. / Gerd / Gert Sandow = Joachim Puhle (*1929) ]

    SOLARIA
    S.F.-Roman

    Es beginnt mit einer Katastrophe. Man sollte meinen, die Radiostrahlung aus der Sonne besäße Intelligenz. Aus vielfachen Gründen ist eine umfangreiche Forschungsexpedition in Sonnennähe angesetzt. Und man möchte meinen, es gäbe jemanden, der daran interessiert sei, das zu verhindern . . .

    Aber nichts kann die Männer und Frauen der Expedition davon abhalten, von der Mond-Basis zu starten und Kurs auf unser Muttergestirn zu nehmen. Die Aktivität der Sonne Sol ist erschreckend geworden. Modernste Instrumente, beständig gegen Sonnenhitze und Weltraumkälte, sollen erkunden, was die Ursache dazu ist. Denn wie wichtig ist, das zu wissen - für die Raumfahrt, für das Leben auf der Erde - - -

    Und dann geschieht das Unfaßbare. Wie ein Blatt im Sog des Wasserwirbels wird das Schiff hineingezogen, hinein in die Sonne. Und als alle glauben, nun sei es aus, fängt es erst richtig an. Unglaubliche Phänomene, die an die Grenze dessen reichen, was uns gerade noch verständlich ist.

    Diesem an sich tatsächlich unmöglichen Geschehen liegt aber ein Ereignis zugrunde, das viele Leser sicherlich noch in Erinnerung haben. Vor Jahren geisterte durch die Illustrierten ein Mann aus Westdeutschland, der behauptete, die Sonne besitze einen festen Kern voller Vegetation ähnlich der unseres Planeten. Die damit verbundenen Ereignisse zwangen sogar einen Prozeß herauf, bei dem namhafte Wissenschaftler zu Worte kamen. Der Streitwert dieser verrückten Behauptung belief sich auf 30 000 Mark. Natürlich verlor der Sonnen-Hohlwelttheoretiker seinen Prozeß - - -

    Wie also in den meisten seiner Romane, lehnt unser Autor Sandow die Handlung auch hier an Ereignisse der Gegenwart an, nicht zuletzt deshalb, um sie verständlicher zu gestalten. In diesem Fall freilich steht der eigenartige Gedanke eines Theoretikers Pate, der vielleicht selber nicht an seine Behauptung glaubte. SANDOW beweist aber auch hier wie in allen seinen Romanen, daß er selbst das unglaublichste Metier anschaulich zu gestalten vermag, ohne auch nur einmal den spannenden Faden zu verlieren.

    Impressum: © by Bewin-Verlag : B. Winterbach K.G., Menden · Verlags-Nr. 831 · Gesamtherstellung: Gebr. Platzmann, Iserlohn.

    BEWIN-VERLAG / B. WINTERBACH K.G. | Menden/Sauerland

    [ Erweiterte Neuausgabe | o. J. (1965) | 252 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl: DM 7,60 | mit einer Werbeseite für die EUROTOPIA ] +

    [ TG # 42 (Aug/Sep 1965) | Illmer-222 | Serowy # 1058-18 | dnb+ ]

  • Erstmals 1962 unter dem Titel "Hohlwelt Solaria" als UTOPIA Großband Heft # 163 im Erich-Pabel-Verlag, Rastatt veröffentlicht. Klappentext dieses Heftes:

    Ein kühner Vorstoß ins Innere der Sonne: Raumschiff "Solaris" ist in Richtung Merkur unterwegs. Alles scheint planmäßig zu verlaufen, der Flug, die Angaben der Instrumente . . . doch plötzlich gibt es unvorhergesehene Schwierigkeiten! Unaufhaltsam rast das Raumschiff der Sonne und seinem scheinbaren Untergang entgegen. Wann wird die Strahlenschutzhülle des Expeditionsschiffes zusammenbrechen? Commander Brix beobachtet fieberhaft die Meßgeräte, versucht immer und immer wieder neue Steuermanöver. Seltsam, sie leben noch, obwohl sie längst der Gluthauch der Sonne in Atome aufgelöst haben müßte! Nichts von alledem. Und schon schöpft Commander Brix und die ihm unterstellten Wissenschaftler neue Hoffnung. Atemberaubende Erlebnisse bahnen sich an.

    Materialien / Rezensionen:

  • Jörg Weigand: "Joachim Puhle" in: "Bibliographisches Lexikon der utopisch-phantastischen Literatur" · Corian-Verlag, Meitingen · Lose-Blatt-Sammlung · 70. Erg. Lfg. Mai 2003:

    ". . . Zuerst nachweisbar als SF-Autor ist Joachim Puhle im Jahr 1961; damals veröffentlichte er unter dem Pseudonym ,,John Le" in der Reihe "Utopia-Zukunftsromane" SIGNALE AUS DEM WELTALL und SCHLACHT IM UNIVERSUM, zwei Space Operas in der Machart der damaligen Zeit. Im gleichen Jahr erschien auch noch VERWEGENE LANDUNG von "Gerd Sandow". Dieses Pseudonym, auch "Gert Sandow", "G. Sandow" und "J. G. Sandow" geschrieben, sollte sein eigentlicher Aliasnamen für Science Fiction werden . . ."

    "Puhle hat es immer geschickt verstanden, sich zu vermarkten. So bot er etwa das Manuskript NEUTRONENBOMBER parallel dem Pabel-Verlag und dem Bewin-Verlag an. Beide Verlage veröffentlichten den Roman im gleichen Jahr 1963: Pabel unter dem Pseudonym "Fred Morgan", Bewin unter "Gert Sandow". Puhle gelang es, auch, frühere Heftromane im Bewin-Verlag als Leihbuch noch einmal erscheinen zu lassen, etwa DIE SCHATTENLOSEN oder HOHLWELT SOLARIA . . . "