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Autor Jay Grams
(Jürgen Grasmück)
Titel Der Letzte von Tobor III
SF-Roman
Verlag Bewin-Verlag
B.Winterbach K.G. Menden/Sauerland
Jahr 1963
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

JAY GRAMS
[ Jürgen Grasmück alias Dan Shocker (1940-2007) ]

DER LETZTE VON TOBOR III

SF-Roman

Der Mars ist schon seit langem besiedelt . . .

Unter Riesenkuppeln leben in verdichteteter Atmosphäre die Menschen dieser Erde als Pioniere und Siedler. Ihre Kinder spielen in den Kanälen, die seit sie sich als Kulturphänomene entpuppt haben, nichts mehr von dem früher so Geheimnisvollen an sich haben.

So ist es bis zu dem Tage, wo Kinder im Ufer eines der Kanäle den Eingang zu einer Höhle entdecken. Niemand ist sie vorher aufgefallen und niemand kann ahnen, welches Verhängnis durch diese Entdeckung ausgelöst wird . . .

Die Urbewohner des Mars fordern ihre Heimat zurück . . .

In der Tiefe der Höhle, die eine ungeheure Ausdehnung hat, wird eine unterirdische Stadt gefunden, angefüllt mit Produkten einer sinnverwirrenden Technik, in deren Mittelpunkt sich auf einer Kegelpyramide ein Bildnis "Sarobs" befindet. Mit ihm hat es eine eigene Bewandtnis. Wird er berührt, dann erwacht die Stadt mit all ihrem wirklichen und mechanischen Leben und die Vernichtung der irdischen Siedler ist nur eine Frage von Minuten.

Fetzen eines Funkspruchs gelangen zur Erde . . . Eine gebannte Rasse knüpft dort mit ihrem gefährlichen Tun an, wo sie vor tausend Jahren aufgehört hat, weil sie mußte.

Niemand ahnt, was kommen wird. "Vanor von Tobor III", der Gesandte "Sarobs" ist sich bewußt, am Anfang einer großen Aufgabe zu stehen. Er findet Sarobs Bild und ist erstaunt, mit "Mächtiger" angesprochen zu werden. Dann erkennt er plötzlich, daß Sarobs Bild SEIN Bild ist . . .

Und nun beginnt es, turbulent zu werden. Der "Mächtige" und sein Gegenspieler Kuol Lar müssen ihre Kräfte messen. Es sind sagenhafte Mächte und Kräfte. Tausend Raumschiffe rasen mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit durch den Raum. Sieg oder Verderben . . . noch ahnen sie ihr Schicksal nicht . . .

Jay Grams versteht es wieder einmal mit bewährter Meisterschaft, seine Leser zu fesseln und immer wieder verblüffen seine Lösungen und seine Art, Phantastisches gegenwärtig und faßbar zu machen.

Impressum: © by Bewin-Verlag : B. Winterbach K. G., Menden. Gesamtherstellung: Gebr. Platzmann, Iserlohn.

BEWIN-VERLAG / B. WINTERBACH K.G. | Menden/Sauerland

[ OA | o. J. (1963) | 253 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl m. SU: DM 7,60 | mit einer Werbeseite für die EUROTOPIA ] +

[ TG # 32 - Okt 1963 | Illmer-115 | Serowy # 471-19 | ddb+ ]

Vorwort des Autors (Seite 7-9):

"Ich möchte zu diesem Buch ein paar Worte vorausschicken . . .

Der vorliegende Roman behandelt ein recht ungewöhnliches Thema; Mächte werden erkennbar, vor denen unser menschlicher Geist staunend, rat- und hilflos kapituliert.

Viele SF-Romane behandeln die nahe Zukunft ebenso wie die ferne Zeit unserer Welt und unseres Universums. Es ist dabei nicht immer ausschlaggebend, welche Jahreszahl man wählt, um dem SF-Thema ein wenig Phantasie zuzufügen.

Ich habe eine Zeit gewählt, die unsere Urenkel noch erleben können. Und dennoch bietet dieser Roman eine recht ungewohnte Kost. Die Menschheit spielt im Laufe der Handlung nur eine sehr untergeordnete Rolle; sie wird von überlegenen Mächten als Werkzeug benutzt. Dabei werden jene Mächte sichtbar, die zeigen sollen, daß der Mensch - als Nation 'Mensch' - noch lange nicht die Spitze seiner Entwicklung erreicht hat.

Dieser Roman will eines zeigen: Der Vollkommenheit werden sich alle Türen öffnen, es wir zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Schwierigkeiten und keine Probleme mehr geben, wenn die Entwicklung vernünftig - ohne Kriege und neue Waffen - vorangetrieben wird.

Erst in neuerer Zeit beginnt man in das geheimnisvolle Dunkel der menschlichen Seele ein wenig Licht zu tragen und Seele und Geist in einem ganz anderen Zusammenhang zu sehen als noch vor einem Jahrhundert. Heute werden uns schon Dinge klar, die unsere Großeltern noch nicht einmal ahnten.

Es liegt ein schwieriger und langer Weg vor der Menschheit; aber es ist nicht unmöglich, daß sie - und sollten bis dahin eine ganze Million Jahre vergehen - einen Punkt erreichen könnte, wo sie nicht mehr mit ihrer Körperkraft und ihrer Technik die Materie beherrscht, sondern mit ihrem Geist.

Bloße Visionen?

. . . auch vor einem Jahrhundert ging es noch über das menschliche Begriffsvermögen, daß künstliche Monde in eine Kreisbahn um die Erde gebracht werden könnten, daß Raumsonden Planeten erforschen, die Millionen von Kilometern von unserem Heimatplaneten entfernt sind, daß die Menschheit praktisch nur noch eine Sekunde davon entfernt ist, ihren Fuß auf einen anderen Weltenkörper zu setzen . . .

Ein drastische Beispiel sei mir noch erlaubt:

Für den Neandertaler wäre ein Zahnstocher ein unwahrscheinliches Wunderwerk . . . ".