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Autor William Brown
( Ernst Hermann Richter
bzw.
Winfried Scholz
bzw.
Hans Peschke)
Titel Die neue Erde
Zukunftsroman
Verlag Bewin-Verlag
B.Winterbach K.G. Menden/Sauerland
Jahr 1958
Titelbild 2 Johnny Bruck
Nachdrucke
  • 1958: "UTR Luna-Weltall Utopischer Taschenroman" Heft # 12 · Walter Lehning Verlag, Hannover · NA · 98 S.
  • 1959: "TERRA Utopische Romane" Heft # 48 · Arthur Moewig Verlag, München · NA (gekürzt) · 62 S. · Cover (und 1 ganzseitige Innenillustration): Johnny Bruck. 
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    WILLIAM BROWN
    [ Verlagspseudonym · Autor hier: W. W. Shols = Winfried Scholz (1925-1981) ]

    DIE NEUE ERDE

    Zukunftsroman

    Die Erde erkaltet; vergebens wird die Galaxis nach unbewohnten Planeten durchforscht, das Verlangen der Völker für die verbleibende kurze Galgenfrist nach einem Platz in der Aequatorzone ist der Zündstoff zu einem gewaltigen Krieg. Schon fallen von Weltraumstationen die ersten Atombomben . . .

    Da sind es drei Physiker, die den Kampf um den Bestand der Menschheit aufnehmen. Zunächst stürzen sie sich wagemutig in ein Abenteuer, durch das sie den Frieden erzwingen wollen. Und dann folgt das große Projekt: die neue Erde. Materie aus Energie! - Ein neuer Planet aus 51 Energiefeldern, die mit der "Good hope" in den Weltenraum jagen.

    Als das Schiff in Richtung Beta Q 75 das Sonnensystem verläßt, löst sich aus dem Kernschatten der Erde eine zweite Rakete: eine vollautomatische R 23 - die schnellste Weltraumrakete mit dem genialsten Gehirn: Conrad Sandberg.

    Er will den Mann töten, mit dem zusammen er die Heimat der Zukunft vorbereitete. Und so ist diese Jagd im Weltenraum mehr als ein Kampf zwischen zwei Rivalen - es ist ein Kampf um die neue Erde.

    BEWIN VERLAG - B. Winterbach KG | Menden-Sauerland

    [ OA | o. J. (1958) | 272 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl m. SU: DM 6,80 ] +

    [ TG # 3 - April 1958 | Illmer-62 | Serowy # 1120-54 | dnb+ ]

    Klappentext des "utr Luna-Weltall" Taschenromans:

    Vielleicht noch fünfzig Jahre kann das Leber auf der Erde dauern - dann wird alles zu Ende sein!

    Dumpfe Verzweiflung ergreift unaufhaltsam die Völker. Von Hamburg bis Detroit, Von Denver bis Moskau gibt es keine Stadt über dem Erdboden mehr: Schon seit Jahrzehnten wohnen, arbeiten, leben die Menschen unterirdisch.

    Und in den südlichen Breiten? Seit Jahrzehnten ist die Einwanderung in die Äquatorländer gesperrt worden, die afrikanischen Länder führen eine strenge Geburtenkontrolle durch - und dennoch wird der Lebensraum immer enger, die Resignation immer drückender.

    Warum das alles? Warum Geburteneinschränkung, Massenflucht und Bunkerleben? WARUM?

    Die Epochen, in denen sich die Staaten gegenseitig mit Kernwaffen bedrohten, liegen in großer Vorzeit, längst sind die Giftgasfabriken, die Institute für bakterielle Kriegsführung stillgelegt worden.

    Aber ein furchtbares Verhängnis droht dem Planeten Erde. DIE SONNE ERKALTET! Jedes Jahr wird die ausgestrahlte Energiemenge geringer, jedes Jahr rücken die polaren Eiszonen der Erde weiter zum Äquator vor.

    Gibt es überhaupt noch eine Rettung vor dem endgültigen Eistod? Es geht um Milliarden von Menschenleben, es geht um das menschliche Leben überhaupt! Die alte Erde erstarrt - wo ist DIE NEUE ERDE?

    Anmerkung zum Pseudonym:

  • "William Brown" war bis zu seinem Tod am 25. April 1959 das persönliche Pseudonym von ERNST H. RICHTER (1900-1959) - der seine beiden ersten Science Fiction Romane im Jahr 1953 unter seinem eigenen Namen veröffentlichte, und danach die Pseudonyme "William Brown" und "Ernest Terridge" verwendete.

  • Die beiden Pseudonymen Lexika von Jörg Weigand (2000) und Wilfried Eymer (1997), und auch das HEYNE Lexikon der SF Literatur (1988) geben das Todesjahr von "Ernst Hermann Richter" mit "1958" falsch an. Ein Nachruf auf "Ernst H. Richter" in Wolf Detlef Rohrs BLICK IN DIE ZUKUNFT # 27/28 (Mai/Juni 1959) und eine Todesanzeige in Heinz Bingenheimers TRANSGALAXIS # 8 (Mai 1959) nennen übereinstimmend den 25. April 1959.

  • Nach dem Tode von "Ernst H. Richter" verwendete der BEWIN Verlag das Pseudonym "William Brown" (unautorisiert) als Verlagspseudonym für 7 Romane von "Winfried Scholz", "Hans Peschke", "Hans-Peter Weißfeld" und "Guido Otto William Groeger". Nach Einspruch der Erben von "Ernst H. Richter" führte der Verlag das Pseudonym dann unter "W. Brown" weiter. Später - etwa ab 1970 - wurde es dann auch für (nicht autorisierte?) Nachdrucke verwendet, z. B. von Romanen von "Bryan Berry" und "Frank Berning".

  • Im Nachruf von Wolf Detlef Rohr wird das Buch "Die neue Erde" (nach dem oben gesagten folgerichtig - der Roman wurde ja 1958, 1 Jahr vor dem Tod von "Ernst H. Richter", veröffentlicht) als Werk von "Ernst H. Richter" aufgeführt.

  • Der TRANSGALAXIS Katalog (1959) ordnet den Titel nicht mehr "Ernst H. Richter" zu, sondern listet "Die neue Erde" unter Verlagspseudonym.

  • "Ernst H. Richter" war bereits Anfang 1958 schwer von seiner Krankheit gezeichnet. Mit ziemlicher Sicherheit war der Anfang 1958 erschienene Titel "Der Untergang der Galaxis" der letzte Roman aus der Feder von "Ernst H. Richter".

  • Offensichtlich hat der BEWIN-Verlag das Pseudonym "William Brown" bereits zu Lebzeiten von "Ernst H. Richter" - beginnend mit dem Titel "Die neue Erde" - als Verlagspseudonym anderer Autoren verwendet.