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Autor Jean-Gaston Vandel
(Pseudonym für Gemeinschaftsproduktionen der belgischen Autoren Jean Libert & Gaston Van den Panhuyse)
Titel Schiffbruch jenseits Galaxis
Roman
Verlag Gebrüder Weiss Verlag
Berlin-Schöneberg
Jahr 1960
Originaltitel Naufragés des Galaxies
Originaljahr 1954
Übersetzer Ernst Bluth
Titelbild Bernhard Borchert
Titelbild 2 Bernhard Borchert
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

JEAN-GASTON VANDEL
[ Jean Libert (1913-1995) & Gaston Van den Panhuyse (1913-1981) ]

SCHIFFBRUCH JENSEITS GALAXIS

Zukunftsroman

Ein Raumschiff, das auf Passagierfahrt unterwegs ist, verläßt seine Routine und dringt zu fernen Sternen vor:

Das Passagierschiff "Galax" ist auf einer der üblichen Rundreisen durch den Raum, die ein snobistisches Publikum mit den Wundern des Sternenreichs bekanntmachen und es gleichzeitig den erschwerten Lebensbedingungen der kosmischen Regionen unterwerfen.

Doch dies ist keine gewöhnliche Fahrt: unterwegs erst unterrichtet man den Kommandanten, daß es sich um ein gefährliches Experiment handelt, um die Erprobung eines noch unbewiesenen wissenschaftlichen Prinzips, wonach die Überwindung kosmischer Räume ohne den bisher für nötig gehaltenen Zeitaufwand, gleichsam durch einen Sturz in den Abgrund, ermöglicht wird. Im Auftrag der Erdregierung befindet sich ein berühmter Astrophysiker an Bord, um das Unternehmen zu leiten.

Tatsächlich gelingt auch der "Sprung" in ferne Milchstraßenbereiche, doch ergeben sich dabei unerwartete Schwierigkeiten. Die Besatzung zettelt eine Meuterei an, unter den Passagieren droht eine Panik auszubrechen, und schließlich wird das Schiff so schwer beschädigt, daß die Rettungstorpedos abgeschossen werden müssen. Nur ein Mann mit der zielbewußten Energie und Härte des Kommandanten Flint ist imstande, diese ausweglos scheinende Situation zu meistern. Er steuert das reparierte Schiff sicher zur Erde zurück, nachdem er seine Mission erfüllt und einen neuen Weltkörper entdeckt hat, auf dem Menschen sich ansiedeln können.

Die Handlung dieses wissenschaftlich unterbauten Romans ist von ungewöhnlicher Eindruckskraft, da sie sich ausschließlich auf dem eng begrenzten Schauplatz eines Weltraumschiffes unter den wenigen dort zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammengeschmiedeten Menschen abspielt.

Vorbemerkung (und Widmung):

Für Pierre Rousseau, der von der Wissenschaft so erzählt, daß man sie lieben lernt.

Es sei darauf hingewiesen, daß die in diesem Buche enthaltenen Angaben über die Struktur der Milchstraßen und der Gestirne, aus denen sie bestehen, den besten Quellen entnommen sind und daß man sie soweit als authentisch betrachten kann, wie die derzeitige Wissenschaft die Geheimnisse des Himmels aufgeklärt hat.
Ebenso beruhen die hier wiedergegebenen Annahmen bezüglich der Ausrüstung der künftigen Raumschiffe auf Notwendigkeiten, die sich aus den Gesetzen der Physik ableiten lassen.
Nur einige der für die Romanhandlung unentbehrlichen Hypothesen entspringen reiner Phantasie.
Jean-Gaston Vandel

Impressum: © by Editions Fleuve Noir France. Alle deutschen Rechte beim Gebrüder Weiß Verlag, Berlin-Schöneberg. Originaltitel: "Naufragés des Galaxies". Übertragung aus dem Französischen: Ernst Bluth. Einband- und Schutzumschlagentwurf: Bernhard Borchert. Satz und Druck: Buchdruckerei Walter Bartos, Berlin SW 61.

GEBRÜDER WEISS VERLAG · BERLIN-SCHÖNEBERG

[ DEA | o. J. (1960 · 1.-5. Tsd.) | 234+1=235 S. | 19, 5 x 13 | roter Leinenband m. Deckelvignette u. farb. ill. SU: DM 7,80 · Kt m. SU | Reihe "Roman aus der Welt von morgen - Die Welt von morgen im Roman von heute" | mit 5 Seiten Verlagswerbung ] +=

[ TG # 14 - Juni 1960 | Illmer-260 | Serowy # 1249-6 (falsches Jahr) | ddb+ ]

[ Im "kobv" (Kooperativer Bibliotheks-Verbund Berlin-Brandenburg) ist eine 3. Auflage verzeichnet (Daten sonst unverändert) ]

[ Die französische Erstausgabe erschien 1954 als Band # 39 in der Reihe "Anticipation" der Éditions Fleuve Noir, Paris. ]

Rezensionen / Materialien:

  • siehe: Jean-Gaston Vandel: "Erloschene Gestirne".

  • Heinz Bingenheimer in: "Transgalaxis" # 14:
    "Das könnte eine Mischung von Heinlein und van Vogt sein - eine ausgezeichnete Geschichte, mit der Vandel einmal mehr beweist, daß er den französischen Literaturpreis für SF wohl verdient hat. Sehr zu empfehlen!"