535535
Autor Edmund Schopen
Titel Der Kanzler von Afrika
Roman
Verlag Gebrüder Weiss Verlag
Berlin-Schöneberg
Jahr 1960
Titelbild Bernhard Borchert
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

EDMUND SCHOPEN  [ 1882-1961 ]

DER KANZLER VON AFRIKA
Zukunftsroman

In einem Dreitagekrieg haben sich Kapitalismus und Kommunismus gegenseitig selbst ausgelöscht. Von Europa und Amerika sind nur Trümmer, Schutt und Asche übriggebblieben. Der Ferne Osten und die Länder der südlichen Halbkugel, die an dem Vernichtungskrieg nicht beteiligt waren, leiten unter Führung des farbigen Weltkanzlers Baranyanka eine Hilfsaktion für die betroffenen Länder ein. Über die Art der Hilfe kommt es jedoch zu Meinungsverschiedenheiten, die die mühsam aufgebaute Einheit der Welt wieder zu sprengen drohen. Aber die machtvolle Persönlichkeit Baranyankas setzt sich durch. Er gründet eine neue Ordnung und gibt der Welt eine Regierung, die dem Willen der Völker entspricht.

Schopen entwirft hier das Bild einer verwandelten Welt, die von anderen Mächten getragen wird als unsere Gegenwart, in der aber ähnliche Konflikte ausgehandelt werden. In seinem Kanzler Baranyanka hat er das Gegenbild des politischen Diktators geschaffen: einen Staatsmann, der von hohem Verantwortungsgefühl und praktischer Menschenliebe durchdrungen ist, dabei aber seine Entschlüsse mit eiserner Energie in die Tat umsetzt. Der Roman ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil er nicht nur den technischen Fortschritt, sondern auch die moralische Entwicklung der Menschheit zur Sprache bringt.

GEBRÜDER WEISS VERLAG | BERLIN-SCHÖNEBERG

[ OA | o. J. (1960) | 236 S. | 19,5 x 14 | Ln m. Deckelvignette u. farb. ill. SU: DM 7,80 | Reihe "Roman aus der Welt von morgen" ]

[ TG # 17 - Dez 1960 ]

[ Edmund Schopen - geboren am 25. Mai 1882 in Düsseldorf, gestorben am 09. Oktober 1961 in München - Privatgelehrter und Schriftsteller. ]

Rezensionen / Materialien:

  • "Im Stil der klassischen Zukunftsromane gesehen, würde ich Note 2 sagen, aber hinsichtlich der modernen SF zu schwach in der technisch/phantastischen Ausführung - mehr sozial- und polit. Utopie."
    (Heinz Bingenheimer in TRANSGALAXIS # 17 - Dez 1960