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Autor Heinrich Hauser
Titel Gigant Hirn
Roman
Verlag Gebrüder Weiss Verlag
Berlin-Schöneberg
Jahr 1958
Titelbild Bernhard Borchert
Titelbild 2 F. Jürgen Rogner
Nachdrucke
  • 1962: "Goldmann WELTRAUM" TB # 05 · Wilhelm Goldmann Verlag, München · Ungekürzte Ausgabe · 178 S. · Cover: Eyke Volkmer.
  • 1966: (Übersetzung ins Russische) · G. Gauzer "Mozg - gigant : naucno-fantasticeskij roman" · Verlag Izd. Mir, Moskau · Reihe "Zarubeznaja fantastika" · Ü: Robert A. Stil'mark · 282 S.
  • 1974: "Goldmann SCIENCE FICTION" TB # 05 (23005) · Wilhelm Goldmann Verlag, München · Ungekürzte Ausgabe · 2. Auflage · 188 S. · Cover: F. Jürgen Rogner. 
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    HEINRICH HAUSER  [ 1901-1955 ]

    GIGANT HIRN
    Zukunftsroman

    Dieses Werk behandelt, indem es die beginnende Entwicklung der Automatisierung zu Ende denkt, ein Thema von brennender Aktualität.

    Überraschend wird der Insektenforscher Semper F. Lee mit seinen sämtlichen Ameisenkulturen aus dem australischen Niemandsland in die USA zurückberufen; er soll seine Forschungen in den Dienst eines streng geheimgehaltenen Projekts stellen: der gigantischen Anlage des "Hirns", einer Elektronenmaschine, die über eine Kapazität von 25000 menschlichen Hirnen verfügt.

    Lee widmet sich voller Eifer seiner neuen Aufgabe. Dabei macht er eine sensationelle Entdeckung: das "Hirn" hat nicht nur einen selbsttätigen Intellekt, sondern auch Charakter. Sobald es aber zum Bewußtsein seiner Macht gekommen ist, beginnt es nach der Diktatur, der Beherrschung des Menschen, zu streben.

    Mit Entsetzen sieht Lee, den das "Hirn" zu seinem Vertrauten gemacht hat, ein Zeitalter der Knechtung des Menschen durch die Maschine heraufdämmern. Sein Entschuß, das "Hirn" mit Hilfe seiner Ameisen zu zerstören, steht fest. Er gewinnt auch diesen nervenzerreißenden Kampf, der nach außen wie die Tat eines Wahnsinnigen wirken muß - und verliert ihn dennoch durch die blinde Unvernunft und Geltungssucht der Menschen.

    Ein Buch, von dem eine eigenartige Faszination ausgeht, weil es dem bekannten Autor darin gelungen ist, wesentliche geistige Probleme der Gegenwart in eine Zukunftsvision von unerhörter Bildkraft und Spannung umzusezten.

    Impressum: © 1958 by Gebrüder Weiß Verlag, Berlin-Schöneberg · Umschlag- und Einbandentwurf: Bernhard Borchert · Satz und Druck: Buchdruckerei Walter Bartos, Berlin SW 61.

    GEBRÜDER WEISS VERLAG - BERLIN-SCHÖNEBERG

    [ DEA | o. J. (1958) | 234 S. | 19,5 x 13,5 | Ln m. Deckelvignette u. farb. ill. SU: DM 7,80 | HLn m. Deckelvignette u. farb. ill. SU: DM 6,80 | Reihe: "Roman aus der Welt von morgen - Die Welt von morgen im Roman von heute" | mit Verlagswerbung ] =+

    [ TG Katalog-42 | Illmer-125 | Serowy # 538-1 | Ehrig Bestandskatalog # 18 (Juli 2011) | dnb+ ]

    Cover 2:

  • unten links: WTB 05 · 1. Auflage
  • unten rechts: WTB 05 · 2. Auflage.

  • Der Roman "Gigant Hirn" ist posthum erschienen. Heinrich Hauser ist im Jahre 1955 gestorben.

  • Heinrich Hauser, Schriftsteller in zwei Sprachen - deutsch und englisch, Übersetzer, Dokumentarfilmer, Photograph, Reisender, wurde für seinen ersten Roman "Brackwasser" im Jahr 1929 mit dem Gerhart-Hauptmann-Preis ausgezeichnet. Seine Ruhrgebietsreportage "Das schwarze Revier" (1929) gilt "als ein Meilenstein des deutschen Fotojournalismus" ("profi-contact").

  • Heinrich Hauser emigrierte 1939 in die USA, war dort nach mehreren Jobs wieder als Autor - diesmal in englischer Sprache - tätig. 1945 kehrte er nach Deutschland zurück, wenige Monate war er Chefredakteur des "stern", konnte danach nie richtig wieder Fuß fassen und starb - nahezu vergessen - am 25.03.1955 in Dießen am Ammersee.

  • Heinrich Hauser hat - was nicht so bekannt ist - im Science Fiction Genre außer dem Roman "Gigant Hirn" drei SF-Erzählungen in englischer Sprache veröffentlicht:
    • "Agharti" - AMAZING STORIES Jun 1945
    • "The Brain" - AMAZING STORIES Oct 1948 (unter dem Verlagspseudonym 'Alexander Blade')
    • "Titan's Battle" - AMAZING STORIES Mar 1947 ]
    Rezensionen / Materialen:

  • Paul A. Youngman: "Losing Ground to the Machine: Electronic Brains in the Works of Heinrich Hauser and Friedrich Dürrenmatt" in: "We are the machine: the computer, the internet, and information in contemporary German literature" · 2009: Camden House, Rochester, USA.

  • Jim Melzig: "Gigant Hirn" von Heinrich Hauser · Rezension auf: "x-zine.de"

  • Georg Ruppelt: "Frühe Visionen von Denkmaschinen und Speichermedien" auf "b.i.t.online.de:
    "Wie im 'richtigen Leben' werden auch die Computer in der Literatur jener Zeit immer riesiger. In Heinrich Hausers Roman "Gigant Hirn" aus dem Jahr 1958 ist der dem menschlichen Gehirn nachempfundene und mit biologischen Elementen ausgestattete Computer innerhalb eines Gebirges untergebracht, und man kann ihn nur mit Fahrstühlen, Jeeps oder rollenden Gehsteigen durchmessen:"

  • Grith Graebner: "Dem Leben unter die Haut kriechen". Heinrich Hauser. Leben und Werk. Eine kritisch-biographische Werk-Bibliographie. 2001: Shaker Verlag, Aachen. 502 S.

  • webseite: www.hauser-heinrich.de