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Autor Jean-Gaston Vandel
(Pseudonym für Gemeinschaftsproduktionen der belgischen Autoren Jean Libert & Gaston Van den Panhuyse)
Titel Erloschene Gestirne
Roman
Verlag Gebrüder Weiss Verlag
Berlin-Schöneberg
Jahr 1962
Originaltitel Les Astres Morts
Originaljahr 1952
Übersetzer Ernst Bluth
Titelbild Bernhard Borchert
Titelbild 2 Bernhard Borchert
Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
Daten zuletzt bearbeitet
von
Alfred Beha

JEAN-GASTON VANDEL
[ Jean Libert (1913-1995) & Gaston Van den Panhuyse (1913-1981) ]

ERLOSCHENE GESTIRNE

Zukunftsroman

Ein kühner Einfall, der an die Zukunftsvisionen Hans Dominiks erinnert, wird zum tragenden Gedanken dieses spannenden Romans. Ein Ingenieur erfindet ein Gerät, das es ermöglicht, beliebige Mengen von Materie in Wellen umzuwandeln, die dann wiederum materialisiert werden können. Die Tragweite dieser Erfindung wird deutlich, wenn man sie für Transporte im Weltraum nutzt: Gesteine und Erze können nun ohne Aufwand an Arbeitskräften und Transportmitteln von fernen Planeten an beliebige Orte befördert werden.

Neben der Geschichte dieser Erfindung her läuft eine zweite Handlung, die den Leser nicht weniger in Atem hält. Der Mond verläßt seine Bahn und droht auf die Erde berabzustürzen. Ein berühmter Wissenschaftler, der Vorsitzende des weltumspannenden Verbandes der "Ritter des Raumes", deckt die Ursache dieser merkwürdigen Erscheinung auf. Seine Vermutungen werden durch eine gefahrvolle Expedition zu den erloschenen Gestirnen bestätigt. Die Menschheit steht dicht vor der Vernichtung. Mit Hilfe der neuen Erfindung gelingt es zwar, die Gefahr abzuwenden, aber nun droht ein Krieg mit außerirdischen Wesen. Schließlich kann der Konflikt auf diplomatischem Wege beigelegt werden.

Wie in seinen früheren Büchern versteht es Vandel auch hier, die Raumtechnik der Zukunft im Rahmen fesselnder Geschehnisse auszumalen. Neu ist die humoristische Note, die mit dem Streit der Gelehrten angeschlagen wird.

Impressum: Copyright by Editions Fleuve Noir, Paris · Alle deutschen Rechte beim Gebr. Weiss Verlag, Berlin-Schöneberg · Originaltitel: "Les Astres Morts" · Übertragung aus dem Französischen: Ernst Bluth · Einband- und Umschlagentwurf: Bernhard Borchert · Satz und Druck: Buchdruckerei Wilhelm Möller, Berlin-Waidmannslust.

GEBRÜDER WEISS VERLAG · BERLIN-SCHÖNEBERG

[ OA | o. J. (1962) | 222+1=223 S. | 19,5 x 13 | Roter Leinenband mit Deckelvignette und farb. ill. SU: DM 7,80 · Kt m. SU | Reihe "Roman aus der Welt von morgen - Die Welt von morgen im Roman von heute" | mit einer Seite Verlagswerbung (auf der wieder numerierten Seite 224) ] =+

[ TG # 24 - Feb 1962 | Illmer-259 (1961) | Serowy # 1249-5 (1962) | ddb+ (1961+1962) ]

[ Die französische Erstausgabe erschien 1952 als Band # 11 der Reihe "Anticipation" bei Éditions Fleuve Noir, Paris. ]

Rezensionen / Materialien:

  • Heinz Bingenheimer in: "Transgalaxis" # 25 (April 1962):

    "Dieser Franzose schreibt eine überraschend moderne SF! Materietransmitter, Erde vor dem Untergang, Extra-Terrestier, Sieg der Vernunft - alles was Sie wollen! Spannend und flüssig. Note: Gut!"

  • Jean-Pierre Andrevon: "Jean-Gaston Vandel, écrivain progressiste" in: "Alerte!" # 3 (1978: Éditions Kesselring) · S. 113-133 (auch auf der webseite "nooSFere.com").

  • Jean Giraud: "Jean-Gaston Vandel: une oeuvre inachevée" in: "Horizons du Fantastique" # 14 (1971) · S. 70-71.