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Autor Karl Herbert Scheer
Titel Die Großen in der Tiefe
Die romanhafte Gestaltung einer grauenvollen Vision
Verlag Balowa
Gebrüder Zimmermann Verlag
Balve
VerlagsNr. 288
Jahr 1961
Titelbild Hannes Limmer
Nachdrucke
  • 1963: "HEYNE Allgemeine Reihe" TB # 219 (= HEYNE SF TB # 3012: unter dieser Nummer jedoch nie erschienen) · Wilhelm Heyne Verlag, München · 169 S. | 2. Auflage: 1964
  • 1968: TERRA EXTRA Doppelheft # 179/180 · Arthur Moewig Verlag, München · 128 S. · Cover: Karl Stephan.
  • 1977: "K. H. SCHEER Utopia Bestseller" TB # 16 · Erich Pabel Verlag, Rastatt · Vom Autor (und Heidrun Scheer) bearbeitete Neufassung · 161 S. | 2. Auflage: 1981.
  • 1983: Engelbert-Verlag, Balve (Verlagsgruppe Gebr. Zimmermann) · Reihe "pEb - K. H. Scheer" # 2 · Farb. ill. glanzkaschierter Pappband · 220 S. 
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    K. H. SCHEER
    [ Karl-Herbert Scheer (1928-1991) · alias Alexej Turbojew · alias Roger Kersten · alias Klaus Tannert ]

    DIE GROSSEN IN DER TIEFE
    Zukunftsroman

    Vorwort von K. H. Scheer:

    Wenn der Mensch von Kriegen spricht, meint er Leid und Tod, bittere Tränen und qualvolles Dahinscheiden aus dem Reich der Lebenden. Wir, die den Frieden liebenden Friedfertigen, sollten uns gelegentlich daran erinnern, daß die Existenz atomarer Massenvernichtungsmittel nur dann bedrohliche Formen annehmen kann, wenn der Mensch es will. Selbst wenn man den unbedingten Friedenswillen einiger Machthaber anzuzweifeln versucht, muß die klare Logik solchen Gedankengängen widersprechen. Niemand auf dieser Erde wird darüber hinwegsehen können, daß ein atomar ausgetragener Konflikt den totalen Untergang der Menschheit bedeutet.

    So wollen wir den Verantwortlichen vor den "Druckknöpfen" all das zugestehen, was wir Toleranz, Beherrschung, guten Willen und äußerste Bedachtsamkeit nennen. In offener Auslegung des Begriffs "Weltfrieden" sollte auch nicht die Angst um die eigene Gesundheit übersehen werden.

    Ausgehend von der fundierten Überlegung, daß auch die Mächtigsten unter den Mächtigen nur verwundbare Individuen sind, müßte der eventuelle Ausbruch eines Atomkrieges nach rein logischen Gesichtspunkten als völlig unmöglich abgetan werden.

    Die tatsächliche Gefahr scheint in der Tücke des Zufalls verankert zu sein. Wenn es jemals zu einem weltweiten Atom-Inferno kommen sollte, so dürfte es ein Krieg aus Versehen sein.

    Wie aber könnte es zu dem fürchterlichsten Irrtum der Geschichte kommen? Der schwächste Faktor im Abwehr- und Gegenschlagsprogramm der Atommächte ist und bleibt der Mensch selbst. Wenn er für einige Augenblicke in verständlicher Reaktion versagt; wenn der jahrzehntelange Nervenkrieg seinen Tribut fordert, kann sich das Unheil mit atemberaubender, nicht mehr zu korrigierender Wucht entfalten. -

    Dieser Roman ist die Geschichte des Atomkrieges aus Zufall. Niemand wollte ihn, niemand sehnte ihn herbei. Der tragische Irrtum eines einzigen Mannes war identisch mit einem alltäglichen Mißtrauensbeweis, nur mit dem kleinen Unterschied, daß es dabei um die Existenz der Menschheit ging.

    Logik, elektronische Berechnungen und menschliche Gefühle ließen sich nicht mehr miteinander vereinbaren. Das schwächste Glied in der Kette unerhört sorgfältiger Sicherheitsmaßnahmen zersprang - das Glied namens "Mensch".

    BALOWA-VERLAG · BALVE i. W.
    [ Verlagsgruppe Gebr. Zimmermann, Balve i. W. ]

    [ OA | 1. Auflage · o. J. (1961) | 272 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl m. SU: DM 6,80 -- Ln mit farb. ill. SU: DM 7,80 ]

    [ TG # 23 - Dez 1961 | Illmer-224 | Serowy # 1066-41 | dnb+ (falsches Jahr: 1962) ]

    Klappentext des Heyne-TB:

  • Atomare Rüstung mal Angriff geteilt durch den Faktor Erfolg = Totale Vernichtung.
    "Die größte Gefahr für die Menschheit ist ein einziger Neurotiker an einem Kommandogerät."
    Niemand wollte den Atomkrieg, niemand sehnte ihn herbei - doch ein tragischer Irrtum, hervorgerufen durch eine Verkettung unkontrollierbarer Zufälle und technischer Versager, führt zum "Druck auf den Knopf".
    Fünftausend Auserwählten gelingt die Flucht in den größten und modernsten Atombunker der westlichen Hemisphäre. Doch was kommt dann?
    Unter der Erdoberfläche lebt ein kleiner Teil der Menschheit weiter. Die Menschen wissen nicht mehr, wann ihre Vorfahren den Weltuntergang entfachten. Sie wissen nichts von dem gespenstischen Leben, das an der radioaktiv verseuchten, bakteriologisch verpesteten Erdoberfläche erwacht ist.
    Bis eine kleine Gruppe von Männern und Frauen den verzweifelten Ausbruch zum Licht der Sonne wagt . . .
    Einer der profiliertesten Autoren utopischer Romane schrieb diese faszinierende Zukunftsvision von fast beklemmender Spannung.

    Rezensionen / Materialien:

  • Thomas Harbach: "Von streitbaren Demokraten auf dem Weg zu den Sternen - K. H. Scheers UTOPIA Bestseller" in: Kurt Kobler (Hg.): "Kommandosache K. H. Scheer · Teil IV: Aktionsfaktor unbegrenzt". 2007: Terranischer Club Eden, Bottrop · ("Die Großen in der Tiefe" = Seite 149-151 · besprochen wird die Ausgabe "Utopia Bestseller").

    Der Schutzumschlag wurde von Hermann Wolter zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!