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Autor Lan Wright
Titel Menschheit im Aufbruch
Utopischer Roman
Verlag Balowa
Gebrüder Zimmermann Verlag
Balve
VerlagsNr. 115
Jahr 1958
Originaltitel Who Speaks of Conquest? (ACE 1957)
(New Worlds Apr-Jul 1956)
Originaljahr 1956
Übersetzer Anne Steul
Nachdrucke
  • 1960: "TERRA Utopische Romane" Hefte # 141 (Teil I) und # 142 (Teil II) · Arthur Moewig Verlag, München · "Nachdruck der Buchausgabe: Menschheit im Aufbruch" o. J. (21. Oktober 1960) · je 64 S. · Beide Titelbilder von Johnny Bruck. · mit je einer ganzseitigen s/w Illustration.
    "Am 8. Juli 2223 Erdzeit, drei Jahre nach Entdeckung des Sternenantriebs, landet die erste interstellare Expedition der Menschheit auf dem fünften Planeten des Sirius.
    Wohl ahnten die Menschen bereits, daß sie nicht allein im Weltraum waren, daß es im Universum noch andere Intelligenzen geben mochte - aber die Möglichkeit, ein Empfangskomitee bei der Landung vorzufinden, hatten sie schwerlich in ihre Kalkulation einbezogen. Noch weniger hatten sie damit gerechnet, Vertretern des galaktischen Imperiums der Rihnaner zu begegnen, das in seiner gegenwärtigen Form seit mehr als einer Million Jahre existiert. Doch der große Schock für die Menschen kam, als sie erfuhren, daß die Rihnaner unter Androhung der Vernichtung die bedingslose Unterwerfung der Erde verlangten.
    Das ist etwa in kurzen Worten das, worauf der in anglo-amerikanischen SF-Kreisen sehr bekannte Lan Wright beim Verfassen von MENSCHHEIT IM AUFBRUCH (WHO SPEAKS OF CONQUEST?) seine gewaltige Space Opera aufgebaut hat. Wegen des großen Umfangs erscheint dieser Roman als Doppelband, der als TERRA-Band 141 und 142 in dieser Woche gleichzeitig in den Zeitschriftenhandel kommt ...
    Ihre TERRA-REDAKTION Günther M. Schelwokat."
     
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    LAN WRIGHT
    [ Lionel Percy Wright (1923-2010) ]

    MENSCHHEIT IM AUFBRUCH
    Zukunftsroman
    Reihe "Bestseller des Kosmos"

    Kapitän Brady und sein Adjutant Murphy leiten die erste Expedition der Menschheit, die aus unserem Sonnensystem nach Alpha Centaurus reist. Wohl ahnten die Menschen schon immer, daß sie nicht allein im Weltraum waren, daß es irgendwo noch andere Rassen geben mochte. Was sie aber bei ihrer ersten Reise erfahren, bedeutet eine entscheidende Schicksalswende für die ganze Erde. Es geht um Freiheit oder Tod für die ganze menschliche Rasse. Wie der Kampf geführt wird, welche Taten und Abenteuer Brady und Murphy erleben, wird in spannender Weise berichtet. Auch die Wissenschaftler haben ihren Anteil an der großen Aufgabe. Daß aber der letzte Sieg sie in Wirklichkeit nicht zu Herrschern, sondern zu Dienern im Weltall macht, das erfährt nur Brady allein. Er erkennt die wahre Bestimmung, die der menschlichen Rasse aufgezeigt ist, eine Bestimmung, die nicht in der Eroberung der Welt, sondern des menschlichen Geiste, selbst liegt. Es ist eine bittere Erkenntnis, daß gerade jene Rasse, die von der ganzen Milchstraße, verachtet wird, die ganze Wahrheit besitzt.

    Wie Brady in dieser Stunde des Sieges erkennt, daß die menschliche Rasse noch nicht die Kinderschuhe abgestreift hat, ist es auch für den Leser eine Mahnung, nicht zu vergessen, daß der Mensch zwar seine Umwelt erobert haben mag, jedoch noch nicht den Geist, der ihn zur Eroberung geführt.

    BESTSELLER DES KOSMOS - Unter dieser Reihenbezeichnung erscheint erstklassige amerikanische SCIENCE-FICTION-LITERATUR.

    Amerikanischer Originaltitel: "Who speaks of Conquest" · Deutsch von Anne Steul.

    BALOWA-VERLAG · Gebr. Zimmermann · BALVE i. W.
    [ Verlagsgruppe Gebr. Zimmermann, Balve i. W. ]

    [ DEA | o. J. (1958) | 1. Auflage (1.-5. Tsd.) | 302 S. | 18,5 x 12,5 | Farb. ill. Supronyl: DM 6,80 +++ Ln m. farb. ill. SU: DM 7,80 | Reihe "Bestseller des Kosmos" | mit Werbung für diese Reihe auf dem hinteren Buchdeckel | mit einer Werbeseite für den Utopia-Spezial-Versand TRANSGALAXIS ] +

    [ TG # 4 - Juni 1958 ]

  • "Who Speaks of Conquest?" wurde erstveröffentlicht als 4-teiliges Serial im britischen Magazin NEW WORLDS SCIENCE FICTION in den Ausgaben April, May, June und July 1956.
    Die Buch-Ausgabe erschien 1957 in der Taschenbuchreihe von ACE als ACE Double # D 205 (zusammen mit "The Earth in Peril").

    Rezensionen / Materialien:

  • Hein(z) Bingenheimer in: TRANSGALAXIS # 4 (Juni 1958):

    "Die Verlage der Gebr. Zimmermann haben mit diesem Werk eine neue Reihe gestartet. Sie trägt den Namen "Bestseller des Kosmos", und schon der erste Band dieser Reihe ist wirklich ein Bestseller der utopischen Literatur. Man hat ihn sehr bescheiden "Zukunftsroman" genannt, aber das Werk ist bezüglich Ausführung, Idee, Stil und Handlung durchaus als Science-Fiction zu bewerten. Die Ausstattung des Buches ist gelungen, wenn man allein Umschlaggestaltung und Umfang betrachtet - ein Voll-Manuskript, wie es selten geboten wird.

    Der Autor gehört 'drüben' zu den Stars der SF, und wenn man seine Ideen in dieser guten Übersetzung verfolgt, dann muß man feststellen, daß sich die amerikanische Auffassung von SF im Grunde gar nicht so sehr von der unseren unterscheidet - vielleicht, weil auch das Niveau hier inzwischen beachtlich gestiegen ist und eine Anpassung stattgefunden hat. Bücher, wie das vorliegende, liest man nicht nur einmal - man erwirbt sie, um seine Sammlung guter Romane um ein weiteres ausgezeichnetes Stück zu erweitern und es, wie manches andere, in Mußezeiten wieder zur Hand zu nehmen.

    Ganz kurz nur zum Inhalt des Buches: Die erste Expedition der Menschheit ahnt, daß sie nicht allein im Kosmos ist, und die menschliche Rasse muß ihre Bestimmung darin erfahren, daß sie nicht zu Eroberungen vorgesehen ist, sondern daß ihre Aufgabe nach den letzten Siegen im Dienen für die Milchstraße liegt. Bitter ist das Wissen, daß gerade die Menschen zu der verachtesten Rasse der Galaxis gehören, aber es wird aufgewogen dadurch, daß irgend etwas an dem Geist der Menschen die Befähigung schafft, dem Universum Positives zu bringen. Durch spannende Abenteuer und fein gezeichnete psychologische Passagen zeigt der Autor ein reales Bild jener Zeit, das trotz seiner großartigen Phantasie eine zwingende Logik vermittelt, der sich der Leser nicht entziehen kann. Wenn der Autor sagt: 'Die Größe einer Zivilisation wird nicht nur an ihrer räumlichen Ausdehnung, sondern vor allem an ihrer Fähigkeit zum Überleben gemessen' - vermittelt diese Einleitung schon eine Begriff dessen, was Sie von diesem Werk erwarten können.

    Ich möchte sagen, dieser Band hätte auch in der Reihe der Rauch'schen Weltraumbücher erscheinen können, und das spricht für sich!"

  • Spätere Rezensenten kommentierten das dann doch etwas anders:

  • Rainer Eisfeld: "Die Zukunft in der Tasche" (2007: DvR Verlag) auf Seite 148/149:

    "... solche Zurückhaltung kontrastierte mit dem überschwänglichen Lob, das Heinz Bingenheimer in TRANSGALAXIS spendete, als sich zur Jahresmitte auch auf dem Leihbuchmarkt ein Durchbruch andeutete. Mit dem eher mittelmäßigen Titel WHO SPEAKS OF CONQUEST? des britischen Autors Lionel Percy (Lan) Wright (dt. MENSCHHEIT IM AUFBRUCH, übersetzt von Anne Steul) leitete der Zimmermann-Verlag eine neue Reihe ein, die er BESTSELLER DES KOSMOS nannte. Bingenheimer lobte den ersten Band über den grünen Klee ...
    ... so konnte sich am Ende jeder geschmeichelt fühlen. In Wirklichkeit erinnerte die Umschlaggestaltung der ersten BESTSELLER DES KOSMON-Titels stark an die Semrau-Hefte, fiel zeitweise geradezu katastrophal aus. Auch von "Rauch-Niveau" konnte bei einem eher langatmigen Routineabenteuer (inklusive Raumschlachten) wie MENSCHHEIT IM AUFBRUCH keine Rede sein ... "

  • SF-Dinosaurier auf "a3khh.blogspot.com" (im Oktober 2013):

    "... Der Roman ist kitschig, die SFE bezeichnet ihn als "uncomplicated novel". Lan Wright ist das Pseudonym von Lionel Percy Wright (1923-2010), der in den Jahren 1952 - 1968 einige interessante Romane veröffentlicht hat. Dieser gehört nicht dazu, er ist eine ziemliche Schmonzette, nichts, an das man sich erinnern muss ...

    ... für "Perry Rhodan"-Leser dürfte nicht uninteressant sein, (dass) Bruck das Motiv des Titelbildes von Heft 141 in abgewandelter Form auch für PR 1000 benutzt hat."

  • Rich Horton auf "sf.net":

    "WHO SPEAKS OF CONQUEST? was first published in four parts in NEW WORLDS April through July, 1956. This book version is about 50,000 words, which is kind of short for a four part serial, so it's possible (I don't know) that the book version is cut.

    It's rather a silly novel, setting up a really dumb situation and working that out for most of the book, then trying to rescue some of the stupidity with a little twist right towards the end. By that time, I wasn't buying it! It's one of those ideas that probably would have been OK at about 10,000 words, but that simply doesn't bear the weight of a novel."