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Autor Hans K. Kaiser
Titel Im Banne des roten Planeten
Verlag K. Thienemanns Verlag
Stuttgart
Jahr 1956
Titelbild F. J. Tripp
Titelbild 2 F. J. Tripp
Nachdrucke
  • 1957: K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. 2. (unveränderte) Auflage.
  • 1960: K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. 3. (unveränderte) Auflage.
     
  • Das (c) der Texte und Titelbilder liegt
    bei den Verlagen, Autoren und Künstlern
    Daten zuletzt bearbeitet
    von
    Alfred Beha

    HANS K. KAISER
    [ Hans Kurt Kaiser (*1911) ]

    IM BANNE DES ROTEN PLANETEN

    Die Erfüllung des alten Wunschtraums der Menschheit - die Fahrt ins Weltall - steht dank der großen Erfolge der Raketenforschung vor der Tür. In spannenden Bildern erleben wir den ersten Vorstoß zum rötlichen Nachbarplaneten der Erde, dessen Geheimnisse von alters her die Phantasie der Menschen entzündet haben. Der kühne Traum, die heimatliche Erde zu verlassen und durch den leeren Raum zu fremden Gestirnen zu fahren, soll endlich Wirklichkeit werden. Mit fünf Raumschiffen bricht eine Expedition von der irdischen Außenstation auf. Die Beteiligten - Wissenschaftler und Techniker - ahnen bei ihrer Abfahrt nicht, welch eine Fülle von Gefahren und erregenden Abenteuern im leeren Raum und auf dem fernen Zielplaneten auf sie wartet. Nicht allein die Unbilden einer lebensfeindlichen Umwelt sind es, die der Expedition mehr als einmal fast zum Verhängnis werden, auch menschliches Versagen unter den Fahrtgenossen beschwört immer wieder gefährliche Situationen herauf. Manche Erwartungen bleiben unerfüllt, doch bestehen fast alle Teilnehmer in den schwierigsten Situationen durch Kameradschaft und Pflichtbewußtsein und führen die lange Fahrt zu einem glücklichen Ende.

    Hans K. Kaiser, der gebürtige Hannoveraner, studierte nach seinem Abitur 1931 Physik, Astronomie und Mathematik; er wollte das Interesse an der Astronautik erhalten, denn schon in seiner Schulzeit war seine Phantasie durch die Versuche Max Valiers (1929), durch Prof. Oberths Buch "Wege zur Raumschiffahrt" und durch den Film "Die Frau im Mond" entzündet worden. Was er an Büchern und Zeitschriften über dies Thema erreichen konnte, fand sein Interesse. 1937 gründete er mit einer kleinen Schar Gleichgesinnter die "Gesellschaft für Weltraumforschung e.V.", deren Präsident er bis 1942 war. Während des Krieges gehörte er der berühmten Versuchsanstalt Peenemünde, der Geburtsstätte der ersten Großraketen der Welt als Abteilungsleiter und Sachbearbeiter an. Seit 1949 wirbt Hans K. Kaiser für den Gedanken der Weltraumschiffahrt durch Vorträge und Artikel. Ihm kommt es darauf an, ohne jede falsche Romantik oder irreführende Utopie die tatsächlichen Verhältnisse so genau zu schildern, wie die heutige Wissenschaft es weiß.

    Ob wohl unter den Lesern der Kommodore des ersten Raumschiffs sein wird, der durch dieses Buch angeregt, zu seinem Beruf kommt, so wie einst der junge Hans K. Kaiser?

    K. THIENEMANNS VERLAG - STUTTGART

    [ OA | 1. Auflage, 1956 (1.-7. Tsd.) | 238 S. | 19,5 x 13 | HLn m. farb. ill. Deckel u. farb. ill. SU: DM 6,80 | Gesamtausstattung: F. J. Tripp, Tiefenbach (SU, 9 schwarz-weiße Zeichnungen, auf den Vorsatzblättern je 1 Karte "Hinreise" und "Mars-Oberfläche im Fernrohr") | mit Foto des Verfassers auf dem Schutzumschlag | mit Verlagswerbung für die Bücher von Jack Hambleton "Flieger überm Busch" und "Der Waldbrand" ] =+

    [ ddb+ | TG # 1 - Dez 1957 (2. Aufl.) | Illmer-146 Serowy # 1005.2 ]

    Rezensionen / Materialien:

  • Franz Rottensteiner / Michael Koseler (Hg.): "Werkführer durch die utopisch-phantastische Literatur" · Corian-Verlag, Meitingen · Lose-Blatt-Sammlung.

  • "Hans K. Kaiser bringt im Rahmen einer spannenden, vor allem für die Jugend geschriebenen Erzählung, einen Bericht über die erste Raumfahrtexpedition zum Mars. Die Erzählung beruht in technischer Hinsicht auf den neuesten Plänen und Projekten der Astronautik, die weitgehend als sichere Grundlage gelten dürfen. Eine Raumflotte von 5 Schiffen startet von der Außenstation zum Nachbarplaneten Mars, den die Expeditionsteilnehmer nach gefahrvoller, abenteuerlicher Überfahrt erreichen. In der lebensgefährlichen Umwelt des Mars erwartet sie eine Menge weiterer Abenteuer. So vermittelt Kaiser, ganz am Rande des Geschehens, aber sachlich und spannend, dem Leser alles, was wir heute auf Grund astrophysikalischer Forschung über die Verhältnisse auf unserem Nachbarplaneten wissen. Bei aller Abenteuerlichkeit der Handlung verläßt diese - im Gegensatz zu vielen anderen ähnlichen Büchern - niemals den Boden des Möglichen und vermeidet so alles Utopische. Jeder Junge wird das Buch mit Begeisterung 'verschlingen'."
    (Professor Dr. K. Schütte in KOSMOS - ca. 1957 - Quelle: K. Thienemanns Verlag)

  • "Hans K. Kaiser war von 1937 bis 1942 Präsident der 'Gesellschaft für Weltraumforschung e.V.' und als einer der Pioniere der Raketenforschung mehrere Jahre wesentlich an der Entwicklung der Triebwerke in Peenemünde beteiligt. Nach dem Krieg ist er vielfach mit Büchern und naturwissenschaftlich-technischen Artikeln an die Öffentlichkeit getreten. - Das Buch will zeigen, daß die Erfüllung des alten Wunschtraums der Menschheit von der Fahrt ins Weltall - dank der großen Erfolge der neuzeitlichen Raketenforschung - nunmehr nahegerückt ist. In Gestalt einer abenteuerlichen Handlung wird dem jungen Leser der Ablauf einer Mars-Expedition so wahrheitsgetreu, wie es nach unterer heutigen Kenntnis möglich ist, vor Augen geführt. Unter Verzicht auf jede falsche Romantik werden die ungeheuren Schwieigkeiten und Gefahren eines solchen Unternehmens geschildert, deren Überwindung höchste seelische und körperliche Anforderungen an den künftigen Raumfahrer stellen wird - Ein sehr aktueller Beitrag zum Geophysikalischen Jahr 1957/58, in dem ja kleine, künstliche Erdmonde mit Raketenkraft in den Weltraum befördert werden sollen."
    (Buchbesprechung in "Der Leihbuchhändler" 1957 # 1)