3. Marion Zimmer Bradley
Raubvogel der Sterne (9389 x)
4. A. E. van Vogt
Welt der Null-A (9024 x)
5. Herbert W. Franke
Der grüne Komet (8497 x)
6. Karl Herbert Scheer
Überfällig (8456 x)
7. Robert A. Heinlein
Die grünen Hügel der Erde (8276 x)
8. W. Brown
Sklaven der Pirros (8090 x)
9. M. K. Robertson
Weltuntergang made in China (8066 x)
10. Ray Hale
Mächte der Tiefe (7973 x)
Die Hauszeitschrift des Gebrüder-Weiss-Verlages als Buch
Zukunftsromane aus der Leihbücherei
Leihbücher (vor allem Krimis, Liebesromane, Western - und eben auch "Zukunftsromane", wie man damals noch zu Science Fiction sagte)
gab es in Deutschland etwa zwischen 1950 und 1970.
Etwa 1000 Zukunftsromane wurden damals als Leihbücher veröffentlicht.
Diese Schwarten in den grellbunten (Supronyl-) Einbänden, gedruckt auf dickem billigen Papier,
eigens für die damals populären kommerziellen Leihbüchereien hergestellt,
waren mitunter von schriftstellerisch zweifelhafter Qualität,
haben aber heute einen gewissen Nostalgiewert und werden daher immer noch gern gelesen, gesammelt und auf eBay gehandelt.
Hier mehr zur Geschichte der Science-Fiction in gewerblichen Leihbüchereien.
Die Science Fiction-Leihbuch-Datenbank
Die Datenbank enthält vollständige, umfangreiche Daten zu allen SF-Leihbüchern im engeren Sinn.
Dazu kommen noch Daten von SF-Büchern,
die damals zwar häufig in Leihbüchereien gehandelt, aber nicht eigens dafür hergestellt wurden
(z.B. Bücher aus dem Weiss-Verlag oder aus dem Goldmann-Verlag).
Neben den eigentlichen Zukunftsromanen enthält die Datenbank auch Bücher aus SF-Grenzbereichen,
vor allem Abenteuer- oder Gruselromane mit SF-Elementen. Diese Bücher machen etwa 15-20% des Datenbestandes aus.
Die SF-Leihbuch-Datenbank-Website wurde im Jahr 2004 programmiert und dann nach und nach von vielen Leihbuch-Fans
mit Daten, Titelbildern und Inhaltsangaben (Klappentexten) gefüllt.
Den weitaus größten Beitrag leistete der 2016 verstorbene SF-Spezialist Alfred Beha.
Er vervollständigte die bibliografischen Daten mit großer Sachkenntnis und wissenschaftlicher Detailtreue.
Ihm sind auch die meisten der vielen wunderbaren Buchcover-Scans in guter Qualität zu verdanken.
Dank seines Einsatzes ist diese Datenbank nun vollständig.
Rechte
Die Rechte an Klappentexten und Abbildungen liegen natürlich bei den entsprechenden Verlagen, Autoren und Künstlern.
Leider existieren die Verlage schon lange nicht mehr und die Künstler sind bedauerlicherweise bis auf Ausnahmen
anonym geblieben und unauffindbar. Ich wäre für Hinweise sehr dankbar!
Copyright und Nutzung dieser Datenbank
Falls Sie einzelne Bilder, Texte oder bibliografische Daten aus dieser Datenbank nutzen wollen
(um z.B. auf eBay Leihbücher zu verkaufen),
so bitten wir darum, dabei deutlich auf die SF-Leihbuch-Datenbank hinzuweisen.
Falls die hier gesammelten Daten für umfangreichere oder gar kommerzielle Zwecke genutzt werden sollen
(z.B. für ein Buch, eine Website oder eine andere Veröffentlichung),
bitte nicht ohne unsere schriftliche Erlaubnis.
Impressum
Programmierung: Michael Peters, Neuensaaler Str. 35, D-51515 Kürten
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sicherheitshalber auch gleich noch vom Inhalt meiner eigenen Seiten -
ansonsten, falls es jemanden interessiert, hier ein detaillierter Disclaimer
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R. C. SHERRIFF [ Robert Cedric Sherriff (1896-1975) ]
DER MOND FÄLLT AUF EUROPA
Als die "Kaiserliche Wissenschaftliche Gesellschaft von Abessinien" vor zwei Jahren in den Ruinen von Notting Hill "Das Hopkins-Manuskript" entdeckte, hoffte man allgemein, daß nun endlich ein wertvolles Licht auf die letzten, tragischen Tage von England fallen würde.
Jedoch eine sorgsame Prüfung des Manuskripts ergab, daß diese Hoffnungen vergeblich erwacht waren. Edgar Hopkins, der Autor, war ein Mann von so unersättlicher Selbstschätzung und so beschränktem Vorstellungsvermögen, daß seine Geschichte für den Wissenschaftler und Historiker beinahe wertlos ist und daher in dem großen und meisterhaften Werk der Kaiserlichen Gesellschaft "Forschungen über die toten Kulturen von West-Europa" kaum erwähnt wird . . .
Das Hauptfestland Europas, einstmals von Franzosen, Deutschen, Italienern und Spaniern bewohnt, ist vor langer Zeit kolonisiert und jede Spur der vergangenen Kultur ausgerottet worden. Nur für die Insel Großbritannien blieb eine gewissen Hoffnung, enthüllende Zeugnisse zu entdecken, um die verlorene Glorie des Weißen Mannes zu rekonstruieren . . .
"Das Hopkins-Manuskript" wurde durch einen reinen Glückszufall gefunden. Ein junger Wissenschaftler schnitt Reisig für die Feuer, welche die Expedition jede Nacht entzündete, um sich vor den Rudeln wilder Hunde zu schützen, die auf der Insel herumstreiften. Dabei entdeckte er eine sehr verfallene Mauer aus roten Ziegeln, die zerbröckelten, als man sie fest anfaßte; dabei kam in einer kleinen Höhlung eine Thermosflasche zum Vorschein. Das darin befindliche Manuskript war erhalten geblieben, während Millionen von Büchern, dem Klima ausgesetzt, verdarben . . .
Wir wissen, daß Julius Cäsar nach Britannien vordrang, denn dieser Bericht steht auf unverderblichem Stein in Italien. Was aber nach der ersten Invasion durch Julius Cäsar geschah, bleibt ein Rätsel, das unsere Männer der Wissenschaft kaum jemals lösen werden.
Die Volksausgabe des "Hopkins-Manuskripts" ist genau so veröffentlicht, wie es niedergeschrieben wurde. Daneben hat die "Kaiserliche Wissenschaftliche Gesellschaft von Abessinien" eine vollkommen kommentierte Ausgabe herausgegeben; der glänzende Kenner des Englischen, Dr. Shanghul von der Universität Aduwa, hat sie besorgt, und auch alle grammatischen Fehler des Autors verbessert.
Als Victor Gollancz erstmalig das "Hopkins Manuskript" veröffentlichte, stand Europa am Vorabend des 2. Weltkrieges. Heute erscheinen neben der deutschen Erstausgabe Neuauflagen in fast allen westeuropäischen Ländern: Eine Geschichte, "mit großartiger und furchtbarer Einfachheit erzählt" BBC, wird zur zeitnahen Satire und Warnung zugleich. Worin liegt das Geheimnis einer solchen Wirksamkeit? Dazu sagt die Kritik:
"Das Buch vereint die Vorzüge eines glänzenden "thrillers" mit der intellektuellen Befriedigung einer satirischen Parabel . . . Die Wendung zur spannenden Erzählung verleiht ihm eine ungewöhnliche, geradezu unangenehm treffende Aktualität und Lebendigkeit." ("The Star")
"Aber seine Seltsamkeit und Spannung sind nicht die einzigen Vorzüge; in gleichem Maße hervorragend sind der Humor und die Zeichnung der Charaktere. Das Bild Hopkins' ist ein Meisterstück unbewußter Offenbarung des eigenen Selbst ." ("Spectator")
"Seit Wells und Conan Doyle das Beste in seiner Art. Wie die Regierungen der Welt ihren Völkern das Geheimnis 'so nach und nach' beibringen, die hektischen Vorbereitungen, um nichts unversucht zu lassen, dem Untergang zu entgehen, die Reaktionen der verschiedensten Charaktere und Schichten - das alles ist mit prächtiger Vernünftigkeit und unerhörtem Realismus geschildert." ("Manchester Evening News")
"Eine großartige Satire und ein echter Jules Verne." ("Observer")
Robert Cedric Sherriff wurde am 6. Juni 1896 in England geboren. Er besuchte das New College in Oxford und trat 1914 in das "Sun Insurance Office" ein. Nach dem 1. Weltkrieg schrieb er zahlreiche Bühnenstücke, zunächst für seine eigene Amateur-Spielgruppe. Mit "Journeys End", das gegen 1929 im Savoy-Theater, London, uraufgeführt wurde, errang er einen beispiellosen Welterfolg. - In rascher Folge erschienen seine weiteren Bühnenwerke . . . Seine Romane "The Fortnight in September", "Greengates", "The Hopkins Manuscript", "Another Year".
Für den Film schrieb er u. a.: "The Invisible Man", "The Four Feathers", "Lady Hamilton", "This Above All", "Odd Man Out", "Quartett".
R. C. Sherriff lebt jetzt als Schriftsteller in einem Landhaus bei London. Seine Liebhabereien sind: Archäologie, Landwirtschaft und Rudern.
Die Bücher von Rütten & Loening und Bertelsmann sind ausstattungsidentisch bis auf die unterschiedlichen Schutzumschläge (beide von Heinrich Heuer). Allerdings gibt es auch Bertelsmann-Ausgaben mit der R & L SU-Variante.
Cover 2 unten:
links: HEYNE TB 1970 · Cover: Karl Stephan
mitte: Die englische Originalausgabe von 1939 des Verlags Victor Gollancz Ltd. London
Die Ausgabe von 1958 von Pan Books London (Great Pan Paperback # G 186) unter dem neuen Titel "The Cataclysm" (revised & retiteled) · Cover-Artist uncredited.
"Das Ganze wird . . . auf kleinkartierte, amüsante, manchmal aber auch ermüdende Art geschildert . . . Weltuntergang aus kleinbürgerlicher Sicht . . . 'The Hopkins Manuscript' zählt zu den besten SF-Katastrophenromanen, wenngleich chauvinistische und abendländisch-pessimistische Untertöne nicht zu überhören sind."
Hans Reimann in "Die 4. Literazzia" · 1955: Heidenheimer Verlagsanstalt, Heidenheim (Brenz):
"Hopkins, Landedelmann in einem englischen Dorfe von rund 1000 Einwohnern, hervorragender Hühnerzüchter, aber auch Mitglied der Britischen Gesellschaft für Mondforschung, erfährt 7 Monate im voraus, dass am 3. Mai 1962 der Trabant die Erde berühren wird. Wissenschaftliche Beobachtungen haben den Termin genau errechnen lassen.
Hopkins führt nun Tagebuch. Bautsch! Die Katastrophe tritt zur vorhergesagten Zeit ein - der Mond stürzt in den Atlantic - Veränderungen der Atmosphäre - Wirbelstürme von ungeheurem Ausmaß - riesige Überschwemmungen - Untergang von Land, Vorräten, Häusern, Menschen - ein großer Teil des ehemaligen Atlantic wird Festland - England ist keine Insel mehr (und da es keine Flotte mehr brauchen kann, fällt seine überseeische Vorrangstellung ins Wasser) - die Mondoberfläche berührt Europas Westseite - nach den ersten Jahren der Aufbauarbeit setzen Mondexpeditionen europäischer Wissenschaftler ein ... mit dem überwältigen Ergebnis, dass Öl, Gold, Eisen, Kohle und andere Werte in reicher Menge gefunden werden.
Die Folge: ein Kampf aller Staaten Europas gegeneinander. Einigung erfolgt erst, als die verbündete orientalisch-ostafrikanische Welt gegen Europa vorgeht.
427 Seiten umfasst das Tagebuch. Hopkins verschließt es in einer Thermosflasche, und dieser Maßnahme verdanken wir die Erhaltung der Aufzeichnungen. Wer Jules Verne, Conan Doyle, Hans Dominik verschlungen hat, wird glücklich sein, wenn er den Sheriff kennen lernt. Nachdenksame mögen sagen, dass in dem Diarium eine Satire gegen die Politik unserer Regierungen und eine letzte große Mahnung für die heutige, frech gewordene Menschheit liegt.
Jedenfalls bietet Sheriff mehr als bloße Unterhaltung. Als ich das Buch aus hatte (abends, im Bette), rannte ich im Nachthemd hinaus: Gottseidank, er stand noch droben ... er, den mein Vater als Knabe schon gekannt hat!"
Brian Stableford in: Neil Barron (Ed.): "Anatomy of Wonder" · 5th Ed. 2004: Libraries Unlimited, Westport-London.